Wirtschaft

  • Im Februar 2021 sind die Exporte in Deutschland gegenüber Januar 2021 kalender- und saisonbereinigt um 0,9 % und die Importe um 3,6 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt 2,1 % niedriger als im Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland. Die Importe stiegen gegenüber Februar 2020 kalender- und saisonbereinigt um 0,2 %.

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.04.2021

    Exporte liegen 2,1 % unter dem Vorkrisenniveau von Februar 2020

    Exporte, Februar 2021

    • 107,8 Milliarden Euro
    • +0,9 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • -1,2 % zum Vorjahresmonat

    Importe, Februar 2021

    • 89,7 Milliarden Euro
    • +3,6 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • +0,9 % zum Vorjahresmonat

    Außenhandelsbilanz, Februar 2021:

    • 18,1 Milliarden Euro
    • 19,1 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

    Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, Februar 2021

    • 18,8 Milliarden Euro

    Im Februar 2021 sind die Exporte in Deutschland gegenüber Januar 2021 kalender- und saisonbereinigt um 0,9 % und die Importe um 3,6 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt 2,1 % niedriger als im Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland. Die Importe stiegen gegenüber Februar 2020 kalender- und saisonbereinigt um 0,2 %.

    Im Februar 2021 wurden von Deutschland Waren im Wert von 107,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 89,7 Milliarden Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2020 sanken die Exporte im Februar 2021 um 1,2 %, die Importe stiegen um 0,9 %.

    Die Außenhandelsbilanz schloss im Februar 2021 mit einem Überschuss von 18,1 Milliarden Euro ab. Im Februar 2020 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 20,3 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im Februar 2021 bei 19,1 Milliarden Euro.

    Die deutsche Leistungsbilanz schloss unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel (+18,6 Milliarden Euro), Dienstleistungen (+1,2 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+7,7 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-8,8 Milliarden Euro) im Februar 2021 mit einem Überschuss von 18,8 Milliarden Euro ab. Im Februar 2020 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 21,6 Milliarden Euro ausgewiesen.

    Außenhandel mit EU-Staaten

    In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Februar 2021 Waren im Wert von 58,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 49,7 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Februar 2020 sanken die Exporte in die EU-Staaten um 0,3 %, die Importe aus diesen Staaten nahmen um 0,7 % zu. In die Staaten der Eurozone wurden im Februar 2021 Waren im Wert von 40,4 Milliarden Euro (-0,9 %) exportiert und Waren im Wert von 33,7 Milliarden Euro (-0,6 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Februar 2021 Waren im Wert von 17,9 Milliarden Euro (+1,2 %) exportiert und Waren im Wert von 16,0 Milliarden Euro (+3,7 %) von dort importiert.

    Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

    In die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) wurden im Februar 2021 Waren im Wert von 49,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 40,0 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Februar 2020 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 2,3 % ab, die Importe von dort stiegen um 1,1 %.

    Außenhandel mit dem Vereinigten Königreich

    Die Exporte in das Vereinigte Königreich sanken im Februar 2021 um 12,2 % auf 5,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresmonat. Die deutschen Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen um 26,9 % auf 2,7 Milliarden Euro ab.

    Am 1. Januar 2021 trat der zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ausgehandelte Partnerschaftsvertrag vorläufig in Kraft. Mit dem Austritt aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion ist der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU nun endgültig vollzogen. Weitere Informationen zum Brexit sowie eine Auswahl statistischer Indikatoren, bei denen von einem Einfluss des Brexits auszugehen ist, bietet der „Brexit-Monitor“ des Statistischen Bundesamtes.

    Außenhandel mit weiteren ausgewählten Staaten

    Im Februar 2021 stiegen die Exporte in die Volksrepublik China gegenüber Februar 2020 um 25,7 % auf 8,5 Milliarden Euro. Die Exporte in die Vereinigten Staaten gingen um 0,6 % auf 9,5 Milliarden Euro zurück.

    Die meisten Importe kamen im Februar 2021 aus der Volksrepublik China nach Deutschland. Von dort wurden Waren im Wert von 9,9 Milliarden Euro eingeführt (+32,5 % zum Vorjahresmonat). Die Importe aus den Vereinigten Staaten sanken im Februar 2021 um 12,6 % auf einen Wert von 5,1 Milliarden Euro.

    Quelle: Statistisches Bundesamt

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kam es im Februar gegenüber dem Vormonat zu einer Abnahme der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,6 %. Dabei verzeichneten die Industrie und das Baugewerbe Rückgänge von 1,8 % bzw. 1,3 %. Das teilt das BMWi mit.

    BMWi, Pressemitteilung vom 09.04.2021

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kam es im Februar gegenüber dem Vormonat zu einer Abnahme der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,6 %. Dabei verzeichneten die Industrie und das Baugewerbe Rückgänge von 1,8 % bzw. 1,3 %.

    Im Zweimonatsvergleich Januar/Februar gegenüber November/Dezember verringerte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,9 %. Während der Ausstoß in der Industrie nur leicht abnahm (-0,6 %), fiel beim Baugewerbe der schwache Januar deutlich ins Gewicht (-8,8 %). Innerhalb der Industrie verzeichnete der gewichtige Bereich Kfz/Kfz-Teile einen Rückgang von 10,0 %. Im gleichsam wichtigen Maschinenbau gab es hingegen spürbare Zuwächse (+6,4 %).

    Die Industrie erweist sich – trotz der Rückgänge in den letzten beiden Monaten – weiterhin als vergleichsweise robust. Die Verbesserung des ifo Geschäftsklimas und die positive Entwicklung der Auftragseingänge sprechen für einen positiven Ausblick für die Industriekonjunktur in den kommenden Monaten. Es verbleiben allerdings Unsicherheiten durch die weitere Entwicklung des Pandemiegeschehens. Im Baugewerbe hat sich der starke Rückgang im Januar zuletzt merklich abgeschwächt.

    Quelle: BMWi

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Der HWWI-Rohstoffpreisindex verzeichnete im März einen durchschnittlichen Anstieg von 3,2 % gegenüber dem Vormonat. Damit übertraf der Index seinen Vorjahreswert vom März 2020, zu Beginn des ersten globalen Lockdowns, um 82 %. Alle drei Teilindizes für Energie, Industrierohstoffe sowie Nahrungs- und Genussmittel stiegen im März durchschnittlich weiter an, verzeichneten aber im Vergleich zu ihrer Entwicklung im Februar nur moderate Wachstumsraten.

    HWWI, Pressemitteilung vom 06.04.2021

    • HWWI-Gesamtindex steigt um 3,2 % (US-Dollarbasis)
    • Rohölpreise erhöhen sich um 5,8 %
    • Preise für Nickel sinken um 11 %

    Der HWWI-Rohstoffpreisindex verzeichnete im März einen durchschnittlichen Anstieg von 3,2 % gegenüber dem Vormonat. Damit übertraf der Index seinen Vorjahreswert vom März 2020, zu Beginn des ersten globalen Lockdowns, um 82 %. Alle drei Teilindizes für Energie, Industrierohstoffe sowie Nahrungs- und Genussmittel stiegen im März durchschnittlich weiter an, verzeichneten aber im Vergleich zu ihrer Entwicklung im Februar nur moderate Wachstumsraten. Der Anstieg der Energierohstoffpreise spiegelte vor allem die Entwicklung an den Rohölmärkten wider. Die positiven weltwirtschaftlichen Aussichten, die unter anderem von den Impferfolgen in den USA und dem Wirtschaftswachstum in China getrieben werden, konnten auch durch die steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa nicht getrübt werden. Dies spiegelte sich auch im Anstieg der Preise einiger Industriemetalle, darunter Kupfer, wider. Auf den Märkten für Nahrungs- und Genussmittel konnte neben einem Rückgang der Getreidepreise ein starker Preisanstieg für Pflanzenöle beobachtet werden.

    Index für Energierohstoffe: +3,2 % (Eurobasis: +5,0 %)

    Im März wurden die Rohölpreise von verschiedenen Faktoren auf der Nachfrage- und Angebotsseite beeinflusst. In der ersten Woche des Monats berieten die Mitglieder der OPEC+ über die gemeinsame Förderpolitik. Anders als vom Markt zunächst erwartet, einigte sich die Vereinigung der Ölproduzenten auf eine Verlängerung der aktuellen Produktionskürzungen um einen weiteren Monat. Auch die zusätzliche Verknappung seitens Saudi-Arabiens wurde nicht wie erwartet aufgehoben, sondern soll nur schrittweise abgebaut werden. Einzige Ausnahmen waren Russland und Kasachstan, die bereits im März ihre Produktion in geringem Umfang ausweiten konnten.

    Gestützt wurden die Preise ebenfalls durch die weiterhin positive wirtschaftliche Entwicklung in China und die Impferfolge in den USA. Auch die Verabschiedung von Konjunkturpaketen, insbesondere in den USA, stärkte die Hoffnung auf eine weitere Erholung der Weltwirtschaft. In Europa hingegen sorgten der schleppende Impfbeginn und die wieder ansteigenden Infektionszahlen für Sorgen vor einem erneuten Rückgang der Rohölnachfrage. Vor allem in der zweiten Monatshälfte wurden diese Sorgen durch die Verhängung neuer Lockdown-Maßnahmen in vielen europäischen Ländern noch verstärkt.

    Am 23. März sorgte ein Angebotsschock für einen kurzfristigen Preisanstieg an den Rohölmärkten. Auslöser war die Blockade des Suezkanals, der für den internationalen Handel wichtigen Schiffsroute zwischen Asien und Europa. Ein auf Grund gelaufenes Containerschiff blockierte diese wichtige Handelsroute und schürte die Angst vor Versorgungsengpässen. Der dadurch ausgelöste Preisanstieg auf den Rohölmärkten war allerdings nur von kurzer Dauer.

    In der ersten Monatshälfte stiegen die Rohölpreise überwiegend und der Preis für die europäische Referenzsorte Brent bewegte sich bis zum 17. März knapp unter der Marke von 70 US-Dollar pro Barrel. In der zweiten Monatshälfte fielen die Preise im Durchschnitt und der Brent-Preis notierte zum Monatsende nur noch knapp über 60 US-Dollar pro Barrel.

    Im März verzeichneten sowohl die südafrikanischen als auch die australischen Kohlepreise durchschnittliche Preissteigerungen im Vergleich zum Februar. Die beiden im Index enthaltenen Erdgaspreise (europäische und US-amerikanische Erdgaspreise) fielen dagegen im März im Durchschnitt gegenüber dem Vormonat.

    Insgesamt stieg der Teilindex der Energierohstoffe um +3,2 % (Eurobasis: +5,0 %) auf 121,0 Punkte (Eurobasis: 112,8 Punkte).

    Index für Industrierohstoffe: + 4,4 % (Eurobasis: + 6,2 %)

    Der Teilindex für Industrierohstoffe untergliedert sich in den Index für Agrarrohstoffe, den Index für Nichteisenmetalle und den Index für Eisenerz und Stahlschrott.

    Der Teilindex für Nichteisenmetalle stieg im März im Durchschnitt leicht an, wobei die im Teilindex enthaltenen Preise gegenläufige Entwicklungen aufwiesen. Während die Preise für Kupfer, Aluminium und Zinn weiter anstiegen, verzeichneten die Märkte für Blei und Nickel im März Preisverluste. Besonders stark fiel der Preis für Nickel im Vergleich zum Vormonat. Der Industrierohstoff Nickel wird neben der Verwendung in der Edelstahlproduktion auch für die Herstellung von Batterien eingesetzt und ist damit ein wichtiger Rohstoff in der derzeit stark wachsenden Elektromobilität. Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage stiegen die Preise für Nickel in den letzten Monaten stetig an. Im März kündigte jedoch der größte Nickelproduzent eine starke Angebotsausweitung des indonesischen Nickels an, was die Preise im März wieder sinken ließ.

    Die Kupferpreise unterlagen im März Schwankungen, stiegen aber gegenüber dem Vormonat durchschnittlich an. Der anhaltende Anstieg und das hohe Niveau der Kupferpreise deuten auf positive Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung der Weltwirtschaft hin. Die positiven Markterwartungen aufgrund der weltweiten Impferfolge scheinen die Sorgen aufgrund der steigenden Infektionszahlen, insbesondere in Europa, zu überwiegen und signalisieren eine weitere Erholung der Weltwirtschaft.

    Die Eisenerzpreise sind im Monatsdurchschnitt gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen. Der durchschnittliche Anstieg lässt sich allerdings nur durch die Entwicklung in der ersten Monatshälfte erklären, da die Erdgaspreise in der zweiten Monatshälfte fielen. Der Preisrückgang in der zweiten Monatshälfte könnte darauf hindeuten, dass China plant, die Stahlproduktion in Zukunft zu reduzieren, um die auferlegten Umweltziele zu erfüllen.

    Die Preise für Schnittholz sind im März im Durchschnitt gegenüber dem Vormonat gestiegen und spiegeln damit weiterhin die erhöhte Nachfrage nach Schnittholz wider, die durch die weltweiten Lockdown-Maßnahmen angetrieben wurde. Während des Lockdowns wurde vermehrt Schnittholz unter anderem von Privatpersonen nachgefragt, die vermehrt Renovierungsprojekte durchführten. Auf den Märkten für agrarische Textilrohstoffe, wie Wolle, Baumwolle und Häute, waren im März hingegen Preisrückgänge zu beobachten.

    Insgesamt stieg der Index für Industrierohstoffe im Monatsdurchschnitt um 4,4 % (Eurobasis: 6,2 %) auf 190,0 Punkte (Eurobasis: 177,3 Punkte).

    Index für Nahrungs- und Genussmittel: +0,3 % (Eurobasis: + 1,9 %)

    Der Index für Nahrungs- und Genussmittel blieb im März im Durchschnitt fast unverändert und stieg nur um 0,6 % gegenüber dem Vormonat. Während die Teilindizes für Getreide und Genussmittel im Durchschnitt leicht sanken, stiegen die Preise für Ölsaaten und Öle im März im Vergleich zum Vormonat durchschnittlich an. Die Weizenpreise, die in den letzten Monaten stark gestiegen waren, verzeichneten im März durchschnittlich Preisverluste. Der Preisrückgang ist unter anderem auf die Ankündigung Russlands zurückzuführen, die zuvor erhobenen Exportzölle zu reduzieren beziehungsweise wieder aufzuheben. Auch der erneute Ausbruch der Schweinegrippe in China führte zu einem Nachfragerückgang bei Futtergetreide, worauf insbesondere die Preise für Mais und Sojabohnen mit Preisrückgängen reagierten. Am letzten Tag des Monats zeigten sich jedoch starke Preisanstiege auf den Weizen- und Maismärkten, die durch die Veröffentlichung des USDA-Berichts ausgelöst wurden, der auf weit unter den Erwartungen liegende Anbauflächen und teilweise deutlich gesunkene Lagerbestände hinwies.

    Auf den Märkten für Pflanzenöle waren im März Preissteigerungen zu beobachten. Insbesondere der Preis für Sonnenblumenöl stieg im Vergleich zum Vormonat stark an, aber auch die Preise für Sojabohnen-, Kokos- und Palmöl verzeichneten im März im Durchschnitt deutliche Zuwächse. Diese Preisentwicklungen sind auf ein weiterhin knappes Angebot bei gleichzeitig steigender Nachfrage zurückzuführen. Die Lagerbestände an Pflanzenöl sind nach wie vor niedrig, da der durch die Pandemie verursachte Arbeitskräftemangel auf den Plantagen die Ernte erheblich beeinträchtigte. Zudem haben ungünstige Wetterverhältnisse in den Erzeugerländern die Ernteerträge geschmälert. Demgegenüber verbessern sich die weltwirtschaftlichen Aussichten aufgrund des Fortschritts der globalen Impfungen, was wiederum die Erwartungen an eine zukünftig verstärkte Nachfrage nach Pflanzenölen für die Biokraftstoffproduktion steigen lässt. Auch die von US-Präsident Biden unterstützte „Clean Energy Revolution“ in den USA deutet auf einen zukünftigen Anstieg des globalen Verbrauchs von Pflanzenölen hin, was sich bereits in den Preisen niederschlägt.

    Die im Index für Genussmittel abgebildeten Preise bewegten sich im März in entgegengesetzte Richtungen. Während die Preise für Kakao und Kaffee leicht anstiegen, sanken die Preise für Tee und Zucker. Der Rückgang der Zuckerpreise spiegelt eine Zunahme des Zuckerangebots wider. Der starke Dollar gegenüber dem schwachen brasilianischen Real veranlasste Brasilien, den größten Zuckerproduzenten, sein Exportangebot an in US-Dollar gehandeltem Zucker zu erhöhen.

    Insgesamt stieg der Index für Nahrungs- und Genussmittel im Monatsdurchschnitt um 0,3 % (Eurobasis: +1,9 %) und notierte bei Punkten 123.1 (Eurobasis: 114.8 Punkten).

    Quelle: HWWI

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Februar gegenüber dem Vormonat um 1,2 % gestiegen. Die Nachfrage nach Investitionsgütern nahm um 2,1 % zu, während die nach Konsumgütern um 1,9 % zurückging. Für Vorleistungsgüter war ein leichter Zuwachs um 0,5 % zu verzeichnen. Das teilt das BMWi mit.

    BMWi, Pressemitteilung vom 08.04.2021

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Februar gegenüber dem Vormonat um 1,2 % gestiegen. Die Nachfrage nach Investitionsgütern nahm um 2,1 % zu, während die nach Konsumgütern um 1,9 % zurückging. Für Vorleistungsgüter war ein leichter Zuwachs um 0,5 % zu verzeichnen. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen erhöhten sich die Bestellungen um 1,5 %.

    Im Zweimonatsvergleich Januar/Februar gegenüber November/Dezember kam es zu einem leichten Auftragsplus in Höhe von 0,5 %. Bereinigt um Großaufträge ergab sich ein etwas größerer Zuwachs (+1,7 %).

    Die Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe setzen damit ihren Aufwärtstrend fort. Sie liegen den fünften Monat in Folge über dem Niveau vom Februar 2020, dem letzten Monat vor Ausbruch der Pandemie. Den Ausschlag für den jüngsten Anstieg gab die starke Inlandsnachfrage (+4,0 %), während die Aufträge aus dem Ausland leicht zurückgingen (-0,5 %). Insbesondere die Aufträge in den wichtigen Wirtschaftszweigen Kraftfahrzeuge und Maschinenbau entwickelten sich erneut positiv (+3,4 % bzw. +2,2 %).

    Quelle: BMWi

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Das von KfW Research berechnete Kreditneugeschäft der Banken und Sparkassen mit heimischen Unternehmen und Selbstständigen ist im Schlussquartal 2020 deutlich ins Minus gerutscht. Im Vergleich zum Vorjahr ging es um -4,3 % zurück, wie der aktuelle KfW-Kreditmarktausblick zeigt. Für das erste Halbjahr prognostiziert KfW Research eine Fortsetzung des Abwärtstrends.

    KfW, Pressemitteilung vom 07.04.2021

    • Rückgang ggü. Vorjahr um 4,3 % im 4. Quartal 2020
    • Nachfrage von niedriger Investitionsneigung und stabiler Liquiditätslage der Unternehmen gedämpft
    • Banken setzen zugleich graduelle Verschärfung der Kreditvergabepolitik fort

    Das von KfW Research berechnete Kreditneugeschäft der Banken und Sparkassen mit heimischen Unternehmen und Selbstständigen ist im Schlussquartal 2020 deutlich ins Minus gerutscht. Im Vergleich zum Vorjahr ging es um -4,3 % zurück, wie der aktuelle KfW-Kreditmarktausblick zeigt. Für das erste Halbjahr prognostiziert KfW Research eine Fortsetzung des Abwärtstrends: Im ersten Quartal dürfte das Kreditneugeschäft um -8 % unter Vorjahr liegen, im zweiten bei – 10 %.

    Die Ursachen für den Rückgang der Kreditneuvergabe im vierten Quartal 2020 sind überwiegend nachfrageseitig. Zum einen sind die Unternehmen aufgrund der fortbestehend hohen Unsicherheit weiterhin sehr zurückhaltend bei Investitionsfinanzierungen. Zum anderen dämpft auch die in der Gesamtwirtschaft trotz Lockdown recht stabile Liquiditätslage die Kreditnachfrage.

    Im Gegensatz zum Frühjahr 2020 ist ein Anstieg der Kreditnachfrage als Folge der Eindämmungsmaßnahmen in der zweiten Coronawelle ausgeblieben“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Dies dürfte maßgeblich auf ihre gesamtwirtschaftlich weniger schwerwiegenden Folgen zurückzuführen zu sein.“ Zwar haben der im Herbst begonnene Lockdown „light“ und seine Verschärfung ab Mitte Dezember die Geschäftstätigkeit vieler Unternehmen erneut belastet – allerdings vor allem in den direkt von Schließungen betroffenen Branchen. Unter dem Strich reichte es im vierten Quartal dennoch für ein positives Wirtschaftswachstum von 0,3 % gegenüber dem Vorquartal. „Die Kombination aus relativer Stabilität der gesamtwirtschaftlichen Situation, staatlichen Finanzhilfen und unternehmerischer Anpassungsfähigkeit bei Angeboten und Kosten hat es den Unternehmen ermöglicht, ihre finanzielle Lage zu festigen. Der Bedarf an neuen Krediten zur Absicherung des Geschäftsbetriebs in der Pandemie ist gesunken“, so Köhler-Geib.

    Der Befund einer stabilen Liquiditätslage für den Unternehmenssektor insgesamt überdeckt, dass – einhergehend mit der unterschiedlich starken Betroffenheit durch die Corona-Eindämmungsmaßnahmen – die finanzielle Situation zwischen einzelnen Branchen und Unternehmen erheblich variiert. So konnte etwa das Verarbeitende Gewerbe im vierten Quartal unbeeindruckt von der Verschärfung des Infektionsgeschehens auf Erholungskurs bleiben und mit 6,7 % zum Vorquartal wachsen. Dazu passt, dass insbesondere die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes ihre Bankschulden erheblich zurückführten und über 10 Mrd. Euro netto tilgten, während das Gastgewerbe die Kreditaufnahme aufstockte. „Staatliche Kreditgarantien und Finanzhilfen sowie die Sicherstellung günstiger Finanzierungsbedingungen durch die EZB sind deshalb für stark von der Pandemie betroffene Wirtschaftsbereiche weiterhin wichtig“, betont die KfW-Chefvolkswirtin.

    Mit Blick auf die Angebotsseite zeigt sich, dass die Banken seit Beginn der Krise die Kreditvergabebedingungen in kleinen Schritten verschärfen, so auch im zurückliegenden Quartal. Hinsichtlich der Konditionen wuchsen risikobedingt neben der Ausweitung der Zinsmargen insbesondere die Anforderungen an Sicherheiten. Obgleich das Niveau der Kreditvergabebedingungen auch im Lichte unverändert niedriger durchschnittlicher Zinskosten im Großen und Ganzen der Risikolage angemessen erscheint, kann sich bei einer Fortsetzung des Verschärfungstrends eine spürbare Belastung des Kreditzugangs entwickeln.

    Quelle: KfW

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Die Stimmung in den mittelständischen Unternehmen in Deutschland hellt sich im März zum zweiten Mal in Folge auf – und diesmal sogar ausgesprochen deutlich, wie das neue KfW-ifo-Mittelstandsbarometer von KfW Research zeigt. Mit einsetzendem Frühling steigt das Geschäftsklima der Mittelständler um 8,1 Zähler auf -1,6 Saldenpunkte.

    KfW, Pressemitteilung vom 06.04.2021

    • Lageurteile deutlich besser, Erwartungen erstmals seit Pandemieausbruch leicht positiv
    • Bei Großunternehmen Klimaaufhellung sogar noch ausgeprägter
    • Kräftige Stimmungsverbesserung angesichts dritter Corona-Welle nur Momentaufnahme

    Die Stimmung in den mittelständischen Unternehmen in Deutschland hellt sich im März zum zweiten Mal in Folge auf – und diesmal sogar ausgesprochen deutlich, wie das neue KfW-ifo-Mittelstandsbarometer von KfW Research zeigt. Mit einsetzendem Frühling steigt das Geschäftsklima der Mittelständler um 8,1 Zähler auf -1,6 Saldenpunkte. Die Urteile zur aktuellen Geschäftslage klettern dabei trotz anhaltender Corona-Krise um kräftige 6,0 Zähler. Mit jetzt -5,5 Saldenpunkten verharren sie aber noch immer klar unter der Nulllinie, die für den langfristigen Durchschnitt steht. Die Geschäftserwartungen der Mittelständler hingegen springen um 10,1 Zähler nach oben und erreichen mit 2,0 Saldenpunkten erstmals seit Ausbruch der Pandemie einen leicht positiven Indikatorstand.

    Noch erheblich besser gestimmt als der Mittelstand sind im März die Großunternehmen. Sie korrigieren ihr Geschäftsklima um rekordverdächtige 10,6 Zähler – das ist fast das Vierfache einer üblichen Monatsveränderung – auf 9,3 Saldenpunkte nach oben und heben den Indikator so mit einem Schlag auf ein klar überdurchschnittliches Niveau. Die Geschäftslageurteile klettern dabei um 7,2 Zähler auf -2,2 Saldenpunkte. Wie im Mittelstand ziehen auch bei den großen Unternehmen die Geschäftserwartungen noch stärker an (+14,1 Zähler auf 20,2 Saldenpunkte).

    Die wirtschaftliche Stimmung verbessert sich im März über alle Branchen und Unternehmensgrößenklassen hinweg spürbar, allerdings ohne die teils deutlichen Unterschiede in den jeweiligen Geschäftsklimaniveaus der einzelnen Segmente grundlegend zu verändern. Auf die mit Abstand deutlichsten Anstiege beim Geschäftsklima kommen die Einzelhändler beider Größenklassen (Mittelständler: +15,8 Zähler auf -8,3 Saldenpunkte; Großunternehmen: +17,6 Zähler auf -9,6 Saldenpunkte). Damit geben sie den letzten Platz in der Stimmungstabelle knapp an die kleinen und mittleren Dienstleister (+8,0 Zähler auf -11,7 Saldenpunkte) ab. In dieses Segment fällt das Gros kontaktintensiver Dienstleistungsangebote aus Kultur, Unterhaltung, Gastgewerbe und den persönlichen Dienstleistungen. Überdurchschnittlich gut ist das Geschäftsklima hingegen im Verarbeitenden Gewerbe und hier insbesondere in der Großindustrie, wo es sich im März auf hohen Niveau nochmals verbessert (+8,0 Zähler auf 19,6 Saldenpunkte).

    „Das März-Ergebnis des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers zeigt eine für sich genommen sehr erfreuliche Stimmungsverbesserung an allen Fronten – diese ist jedoch nur eine Momentaufnahme“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Die Anfang März in Abhängigkeit von der Inzidenzentwicklung in Aussicht gestellten Lockerungen etwa für Einzelhandel und Gastgewerbe, aber auch die positiven weltwirtschaftlichen Perspektiven dürften für die deutliche Klimaaufhellung ausschlaggebend gewesen sein. Angesichts der sich auftürmenden dritten Infektionswelle und der ansteckenderen britischen Virusmutante sind nun allerdings erneut Verschärfungen sowie Verlängerungen der Eindämmungsmaßnahmen notwendig. „Die Konjunkturerholung wird sich deshalb nach hinten verschieben“, erwartet Köhler-Geib. Die kräftigen Stimmungsverbesserungen in der ganzen Breite der Wirtschaft im März zeigten jedoch das große Potenzial für eine konjunkturelle Erholung, sobald die Pandemie erfolgreich eingedämmt wird. „Sie sind Vorschusslorbeeren für den Aufschwung“, so Köhler-Geib. „Bis zum September, also auf Sicht des bei den Geschäftserwartungen abgefragten Horizonts von sechs Monaten, ist eine durchgreifende Erholung durchaus plausibel. Entscheidend hierfür ist allerdings ein konsequenter Ausbau der Impfungen, verbunden mit einer überzeugenden Teststrategie.“

    Quelle: KfW

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • In den ostdeutschen Bundesländern geht die Arbeitslosenquote im Laufe des Jahres mit 0,8 Prozentpunkten stärker zurück als in den westdeutschen Bundesländern mit 0,2 Prozentpunkten. Mit knapp 6 Prozent liegt die Arbeitslosenquote in Westdeutschland aber etwas niedriger als in Ostdeutschland mit 7,3 Prozent. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Regionalprognose des IAB hervor.

    IAB, Pressemitteilung vom 07.04.2021

    In den ostdeutschen Bundesländern geht die Arbeitslosenquote im Laufe des Jahres mit 0,8 Prozentpunkten stärker zurück als in den westdeutschen Bundesländern mit 0,2 Prozentpunkten. Mit knapp 6 Prozent liegt die Arbeitslosenquote in Westdeutschland aber etwas niedriger als in Ostdeutschland mit 7,3 Prozent. Das geht aus der am 07.04.2021 veröffentlichten Regionalprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Am stärksten sinkt die Arbeitslosenquote in Sachsen-Anhalt um 1,3 Prozentpunkte auf 7 Prozent und in Sachsen um 1,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent. In Baden-Württemberg und Hamburg stagniert sie hingegen.

    Wenngleich die Arbeitslosenquote Im Jahr 2021 niedriger ausfällt als im Vorjahr, liegt sie dennoch höher als sie es ohne COVID-19 wäre. „Bundesweit wäre die Arbeitslosenquote in einem fiktiven Szenario ohne COVID-19-Pandemie um 1,4 Prozentpunkte niedriger ausgefallen“, berichten die Autorinnen und Autoren. Vergleichsweise hoch sind die Auswirkungen der Pandemie in Berlin mit einem coronabedingten Anstieg der Arbeitslosenquote von 2,9 Prozentpunkten, in Hamburg mit +2,2 Prozentpunkten und in Nordrhein-Westfalen mit +1,8 Prozentpunkten. In Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie in Bayern und Niedersachsen beträgt der pandemiebedingte Anstieg maximal einen Prozentpunkt.

    Bei der Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zeigen sich geringe Unterschiede zwischen den Bundesländern. Am stärksten legt die Beschäftigung in Berlin zu, wie auch in den vergangenen Jahren. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst dort um 1,4 Prozent. Am schwächsten steigt sie in Thüringen mit 0,2 Prozent. In Berlin zeigt sich allerdings auch mit -4,4 Prozent der größte Corona-Effekt auf die Beschäftigung. Vergleichsweise gering fällt dieser in Thüringen und Sachsen-Anhalt mit -0,6 Prozent beziehungsweise -0,7 Prozent aus.

    Quelle: IAB

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Die Importpreise waren im Februar 2021 um 1,4 % höher als im Februar 2020. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im Januar 2021 noch bei -1,2 % gelegen, im Dezember 2020 bei -3,4 %.

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 30.03.2021

    Die Importpreise waren im Februar 2021 um 1,4 % höher als im Februar 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im Januar 2021 noch bei -1,2 % gelegen, im Dezember 2020 bei -3,4 %. Gegenüber dem Vormonat Januar 2021 stiegen die Importpreise im Februar 2021 um 1,7 %.

    Starker Preisanstieg bei Erzen und Metallen im Vorjahresvergleich

    Der Anstieg der Importpreise gegenüber Februar 2020 war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Vorleistungsgüter beeinflusst. Die Preise für importierte Vorleistungsgüter stiegen im Februar 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,0 %. Gegenüber Februar 2020 verteuerten sich vor allem Eisenerze (+39,7 %), Nicht-Eisen-Metallerze (+19,2 %) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+13,8 %) deutlich. Hauptgrund für den starken Anstieg der Preise für Eisenerz dürfte die steigende weltweite Nachfrage sein. Die Verteuerung dieses Rohstoffs wirkt sich in der Folge auf die Preisentwicklung für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen aus.

    Erstmals wieder seit April 2019 Preisanstieg bei Energie im Vorjahresvergleich

    Energieeinfuhren waren im Februar 2021 um 5,2 % teurer als im Februar 2020. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatte Erdgas mit einem Plus von 24,2 %. Außerdem verteuerte sich elektrischer Strom deutlich um 128,1 %. Der hohe Preisanstieg erklärt sich aus den im Februar 2020 sehr niedrigen Preisen, bedingt durch einen europaweiten Nachfragerückgang in Verbindung mit einem starken Angebotsüberhang insbesondere aus den erneuerbaren Energien.

    Ohne Energie waren die Importpreise im Februar 2021 um 1,0 % höher als im Februar 2020 und ebenfalls 1,0 % höher als im Vormonat. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 1,5 % über dem Stand des Vorjahres (+1,0 % gegenüber Januar 2021).

    Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im Februar 2021 um 0,9 % unter denen von Februar 2020. Während unter anderem Tablets (-5,6 %) und Smartphones (-4,2 %) zu niedrigeren Preisen importiert wurden, waren Notebooks (+1,6 %) sowie Kraftwagen und Kraftwagenmotoren (+0,8 %) teurer als im Februar 2020.

    Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 %, Gebrauchsgüter um 1,4 % billiger. Gegenüber dem Vormonat verteuerten sie sich allerdings jeweils um 0,3 %.

    Die Preise für landwirtschaftliche Güter lagen 0,4 % unter denen von Februar 2020, stiegen aber gegenüber Januar 2021 um 1,8 %. Während sich insbesondere lebende Schweine (-48,7 %) und Nüsse (-21,4 %) gegenüber dem Vorjahresmonat stark verbilligten, wurden vor allem Rohkaffee (+8,3 %) und Getreide (+12,3 %) zu höheren Preisen importiert.

    Quelle: Statistisches Bundesamt

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • DIHK, Mitteilung vom 30.03.2021

    Immer weniger Industrieunternehmen planen den Schritt ins Ausland. Zugleich wollen die auslandsaktiven Betriebe ihr Investitionsvolumen zunehmend aus Kostengründen erhöhen. Das zeigt eine aktuelle DIHK-Sonderauswertung der Konjunkturumfrage zu Auslandsinvestitionen unter mehr als 2.000 deutschen Industrieunternehmen.

    Der Erhebung zufolge wollen 43 Prozent der Industrieunternehmen im Ausland investieren – so wenig wie zuletzt vor zehn Jahren. Dabei ist unsere exportstarke Industrie hierzulande stärker als andere Länder von der Erschließung ausländischer Märkte durch Auslandsinvestitionen abhängig, die immer wieder ausgebremst wird – durch protektionistische Maßnahmen, wirtschaftliche Entkoppelungs-Tendenzen und aktuell durch die Corona-Krise.

    Auch wenn insgesamt weniger Unternehmen den Schritt ins Ausland planen, so steigen die Investitionsvolumina der auslandsaktiven Unternehmen in den einzelnen Märkten gegenüber dem Vorjahr an – vor allem in China von 12 auf 20 Punkte, in Nordamerika von 9 auf 25 Punkte und in Afrika sowie im Nahen und Mittleren Osten sogar von 7 auf 28 Punkte.

    Stabile Lieferketten in Heimatnähe gefragt

    Zugleich wollen mehr Betriebe in den Top-3 Zielregionen deutscher Auslandsinvestitionen präsent sein – in der Eurozone (Anstieg von 63 auf 65 Prozent), in China (Anstieg von 36 auf 39 Prozent) und in Nordamerika (Anstieg von 31 auf 35 Prozent). Aber auch die sonstige EU, Schweiz und Norwegen werden für Unternehmen attraktiver (Anstieg von 21 auf 23 Prozent). Die Betriebe wissen stabile Lieferketten in Heimatnähe ebenso zu schätzen wie den wachsenden Konsum in China und eine verlässliche Wirtschaftspolitik in den USA. Hinzu kommt die steigende Attraktivität der Eurozone und der sonstigen EU für Nahverlagerungs-Aktivitäten. Eine besondere Konstellation ergibt sich in den Investitionsbeziehungen zum Vereinigten Königreich: Mehr Unternehmen als zuletzt wollen hier investieren (10 Prozent, nach 6 Prozent in der Vorumfrage), vor allem in den Vertrieb und Kundendienst (73 Prozent) – um den durch den Brexit verursachten Handelshemmnissen zu begegnen. Insgesamt werden durch die deutschen Direktinvestitionen in diesem Jahr erstmalig über acht Millionen Arbeitsplätze an ausländischen Standorten geschaffen und gesichert.

    Kostengründe für Auslandsinvestitionen nehmen zu

    Vertrieb- und Kundendienst bleiben zwar weiterhin die Hauptmotive für Auslandsinvestitionen, allerdings wird es für immer mehr Unternehmen in Deutschland relevant, aus Kostengründen im Ausland zu investieren. Aktuell sind es 28 Prozent; der höchste Wert seit 2008 – ein Hinweis auf steigenden Kostendruck an heimischen Standorten. Im Textil-, Bekleidungs- und Ledergewerbe sowie im Fahrzeugbau dominieren Kostengründe den Gang ins Ausland (jeweils 48 Prozent). Auch bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (33 Prozent), in der Elektrotechnik (30 Prozent) sowie bei Spitzentechnologieunternehmen (27 Prozent) spielt dieses Investitionsmotiv zunehmend eine wichtige Rolle.

    Welche Branchen investieren mehr, welche schrauben ihr Engagement zurück?

    Ein Blick in die Industriebranchen zum Auslandsengagement zeigt, dass sich vor allem der Maschinenbau zurückhält. Hier plant lediglich ein Fünftel der Unternehmen, Auslandsinvestitionen auszuweiten, während 23 Prozent diese kürzen wollen. Abstriche bei den Auslandsplänen nehmen die Elektrotechnik vor (von 11 auf 8 Punkte) sowie das Textil-, Bekleidungs- und Ledergewerbe (minus 12 nach 5 Punkten).Deutlich expansiver ist dagegen die pharmazeutische Industrie, die ihre Investitionspläne für das Ausland im Schnitt kräftig ausweitet (42 nach 27 Punkten). Auch im Fahrzeugbau planen die Unternehmen unter dem Strich mit höheren Budgets (36 Prozent mit Ausweitungen, 23 Prozent mit Kürzungen). Während in der chemischen Industrie (inklusive Pharma) überdurchschnittlich viele Betriebe einen Aus- und Aufbau von Produktionskapazitäten zur Markterschließung planen, geht es bei den Auslandsinvestitionen im Fahrzeugbau hauptsächlich um Kostenersparnis. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des DIHK.

    Quelle: DIHK

     

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Seit über einem Jahr stellt die Corona-Pandemie den Mittelstand in Deutschland vor große Herausforderungen. Allerdings sind die Unternehmen von den Pandemiefolgen unterschiedlich betroffen. Das berichtet das IfM Bonn.

    IfM Bonn, Pressemitteilung vom 29.03.2021

    Die wirtschaftlichen Folgen für die Unternehmen sollten umfassend betrachtet werden

    Seit über einem Jahr stellt die Corona-Pandemie den Mittelstand in Deutschland vor große Herausforderungen. Allerdings sind die Unternehmen von den Pandemiefolgen unterschiedlich betroffen: Ein Großteil von ihnen kann unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes weitestgehend unbehindert agieren. Dagegen sind die wirtschaftlichen Konsequenzen für diejenigen mittelständischen Bereiche der Wirtschaft gravierend, die aufgrund der pandemischen Situation (teilweise dauerhaft) schließen müssen, wie Kultur, Gastronomie, Tourismus, Einzelhandel.

    „Um die Herausforderungen für den Mittelstand korrekt einschätzen zu können, müssen sowohl die Auswirkungen der Pandemie auf die Unternehmen als auch diejenigen durch die antipandemischen Maßnahmen betrachtet werden“, fordern Prof. Dr. Friederike Welter (IfM Bonn/Universität Siegen) und Hans-Jürgen Wolter (IfM Bonn) in ihrem jüngsten Hintergrundpapier “Perspektiven für den Mittelstand in der Covid 19-Pandemie. Teil 2: Herausforderungen für den Mittelstand“. Neben der Betroffenheit der mittelständischen Wirtschaft haben sie darin auch die individuelle Betroffenheit der Unternehmer und Unternehmerinnen sowie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schäden betrachtet.

    “In der öffentlichen Diskussion um Lockerungen werden vielfach nur die schädlichen wirtschaftlichen Folgen der antipandemischen Maßnahmen diskutiert. Weniger Beachtung findet hingegen die Tatsache, dass eine ungebremst verlaufende Pandemie nicht nur zu steigenden Neuinfektionen führen würde, sondern auch zu einer erheblichen Verunsicherung der Konsumenten. Entsprechend könnte es sein, dass die Konsumenten von sich aus weitestgehend das öffentliche Leben meiden anstatt in den Einzelhandelsgeschäften einkaufen bzw. ins Theater oder Restaurant zu gehen“, zeigt die IfM-Präsidentin auf. „Gleichwohl darf man aber auch die persönliche Komponente für die Unternehmer und Unternehmerinnen nicht außer Acht gelassen werden: Einerseits müssen sie sich selbst und ihre Belegschaft vor der Pandemie in Acht nehmen. Andererseits fürchten viele von ihnen um den Fortbestand ihres Unternehmens bzw. um die der Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.“ Je mehr mittelständische Unternehmen jedoch im Zuge der Pandemie schließen müssen, desto mehr ist die Vielfalt des Mittelstands gefährdet.

    Zugleich weist das Hintergrundpapier darauf hin, dass die antipandemischen Maßnahmen die wirtschaftlichen Belastungen durch pandemiebedingte Erkrankungen oder Quarantänezeiten in Folge eines ungebremsten Pandemieverlaufs deutlich reduziert haben. Diese sind erheblich, auch wenn sich das exakte Ausmaß nicht quantifizieren lässt: Einer überschlägigen Rechnung zufolge würden allein durch Isolierung oder Quarantäne jeden Tag rund 800.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ausfallen, wenn die Inzidenz bei 200 Fällen je 100.000 Einwohner läge und man durchschnittlichen fünf enge Kontakten je Infizierten unterstellt.

    Quelle: IfM Bonn

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Das IAB-Arbeitsmarktbarometer legt zum zweiten Mal in Folge zu und ist im März gegenüber dem Vormonat um 0,7 Punkte auf 101,7 Punkte gestiegen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt damit positive Aussichten für die Arbeitsmarktentwicklung im zweiten Quartal.

    IAB, Pressemitteilung vom 29.03.2021

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer legt zum zweiten Mal in Folge zu und ist im März gegenüber dem Vormonat um 0,7 Punkte auf 101,7 Punkte gestiegen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt damit positive Aussichten für die Arbeitsmarktentwicklung im zweiten Quartal. Zuletzt stand das Arbeitsmarkbarometer so günstig vor der Corona-Krise im Februar 2020.

    „Am Arbeitsmarkt stehen die Zeichen auf Erholung“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Sowohl bei der Beschäftigungsentwicklung als auch der Arbeitslosigkeit zeigten sich positive Signale. Die Verlängerung des Lockdowns sei allerdings erst nach Ende des Befragungszeitraums bis Mitte des Monats beschlossen worden. „Die Risiken der Pandemie bleiben immens. Die Krise ist in den nächsten Monaten noch nicht vorbei“, erklärt Weber.

    Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers legte im März um 0,6 Punkte zu und liegt nun bei 101,1. Damit wird ein leichter Beschäftigungsaufbau erwartet. Die Komponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers zur Vorhersage der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit liegt mit 102,3 Punkten deutlich im positiven Bereich und lässt eine sinkende Arbeitslosigkeit erwarten. Sie stieg gegenüber dem Februar um 0,8 Punkte.

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

    Quelle: IAB

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Trotz des erst einmal verlängerten Lockdowns und des schleppenden Starts beim Impfprogramm wird sich die deutsche Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr kräftig erholen. Das ergibt die neue Konjunkturprognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

    Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 24.03.2021

    Trotz des erst einmal verlängerten Lockdowns und des schleppenden Starts beim Impfprogramm wird sich die deutsche Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr kräftig erholen. Im Jahresdurchschnitt 2021 legt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 4,9 Prozent zu, 2022 um 4,2 Prozent. Treibende Kräfte des Wachstums sind in diesem Jahr sowohl der sehr dynamische Außenhandel als auch der wieder zunehmende private Konsum, der 2022 zum dominierenden Wachstumsfaktor wird. Auch die Investitionen liefern spürbare positive Impulse. Die Arbeitslosenquote sinkt in diesem Jahr geringfügig auf durchschnittlich 5,8 Prozent. 2022 geht die Arbeitslosigkeit dann deutlicher zurück, die Quote wird im Jahresdurchschnitt bei 5,3 Prozent liegen. Das ergibt die neue Konjunkturprognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

    Gegenüber der letzten IMK-Prognose vom Dezember bleibt die Wachstumserwartung für 2021 unverändert. Für 2022 legen die Düsseldorfer Konjunkturforscher erstmals eine Prognose vor.

    „Medizinisch ist die Corona-Pandemie leider längst noch nicht besiegt und damit bleiben Risiken. Aber ökonomisch stehen die Zeichen nach dem harten Jahr 2020 erst einmal auf Entspannung“, sagt Prof. Dr. Sebastian Dullien, der wissenschaftliche Direktor des IMK. „Das hat zwei wesentliche Gründe: Erstens funktioniert die Stabilisierungspolitik der Bundesregierung weiterhin recht gut – bei aller berechtigten Kritik an teilweise schleppenden Hilfszahlungen. Zweitens profitiert vor allem die deutsche Industrie von der kräftigen Nachfrage aus Asien, den USA und auch vielen EU-Ländern. Die Lieferketten halten und offensichtlich sind die Corona-Schutzkonzepte in den meisten Betrieben wirkungsvoll.“

    Auch wenn die Fortschritte bei den Impfungen bisher relativ langsam sind, rechnen die Ökonomen zudem damit, dass der private Konsum im Verlauf dieses Jahres kräftig anzieht, weil Einschränkungen gelockert werden können und viel Geld gespart wurde, das in diesem und im kommenden Jahr ausgegeben werden kann. Dabei spielt auch eine Rolle, dass nach Berechnungen der Ökonomen eine deutliche Beschleunigung des Impftempos ab April wahrscheinlich und sogar eine Impfung aller impfwilligen Erwachsenen in Deutschland bis Ende Juli möglich ist. Stimulierend wirken zudem die weitgehende Abschaffung des Solidaritätszuschlags, höhere Kindergeldzahlungen und Steuersenkungen durch das Familienentlastungsgesetz sowie die Einführung der Grundrente. Auf den tiefsten Einbruch der Konsumausgaben in der Geschichte der Bundesrepublik 2020 folgen nach der IMK-Prognose daher zwei Jahre mit sehr dynamischer Konsumentwicklung: 2021 kalkulieren die Forscher mit einer Zunahme um 4,6 Prozent im Jahresdurchschnitt, 2022 mit 6,0 Prozent.

    „Unsere Prognose ist mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, es ist ja schwer einzuschätzen, wie heftig eine dritte Corona-Welle wird. Deshalb überwiegen zur Zeit eindeutig die zusätzlichen Risiken. Wir sehen aber auch gewisse Chancen, dass es besser läuft als wir momentan annehmen“, sagt IMK-Direktor Dullien. Auf der Chancen-Seite nennen die Ökonomen in erster Linie eine noch kräftigere Nachfrage bei wichtigen Handelspartnern sowie forcierte Investitionen in klimafreundliche Techniken. Zu den möglichen Gefahren zählen sie neben einer drastischen Zuspitzung der Pandemiesituation und weiteren Rückschlägen bei den Impfungen eine Insolvenzwelle, die größer ausfällt als bislang zu erwarten ist.

    Mindestens genauso schädlich für die wirtschaftliche Entwicklung wäre aber eine politische Fehlentscheidung, hebt das IMK hervor: Dieses Risiko bestünde darin, „dass die Bundesregierung eine fiskalpolitische Konsolidierung einleitet, bevor ein selbsttragender Aufschwung eingesetzt hat.“ Angesichts des großen Investitionsbedarfs, insbesondere bei klimafreundlichen Technologien, und hoher Leistungsbilanzüberschüsse, müssten Investitionen über die nächsten Jahre absolute Priorität haben. Notwendig sei sowohl eine Verstetigung der öffentlichen Investitionen auf hohem Niveau als auch ein ausgearbeiteter Plan, wie diese im Falle einer konjunkturellen Abschwächung zügig hochgefahren werden können, mahnen die Wirtschaftsforscher. Der notwendige Spielraum bei den Staatsfinanzen sei auf jeden Fall gegeben.

    Kerndaten der Prognose für 2021 und 2022

    Arbeitsmarkt

    Im zweiten Lockdown ist die Zahl der Kurzarbeitenden erneut erheblich und die Arbeitslosigkeit leicht gestiegen. Eine Trendwende am Arbeitsmarkt ist nach Analyse des IMK erst möglich, wenn ein erheblicher Teil der Bevölkerung Impfschutz gegen das Corona-Virus hat. Wenn das im zweiten Halbjahr erreicht ist, dürfte sich die Arbeitsmarktsituation aber relativ schnell deutlich verbessern: Die Zahl der Erwerbstätigen nimmt nach der Einschätzung des IMK ab dem Spätsommer wieder kräftig zu. In der Statistik schlägt sich das allerdings mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung nieder, so dass die Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt 2021 um rund 35.000 Personen oder 0,1 Prozentpunkte sinkt. Im kommenden Jahr wächst die Zahl der Erwerbstätigen dann aber mit rund 650.000 Personen bzw. 1,5 Prozent kräftig.

    Bei den Arbeitslosenzahlen erwartet das IMK im Jahresdurchschnitt 2021 eine geringfügige Entspannung. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt um etwa 30.000 Personen, so dass im Jahresmittel rund 2,66 Millionen Menschen ohne Job sein werden. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent nach 5,9 Prozent im Vorjahr. Für 2022 erwartet das IMK dann einen spürbaren Rückgang der Zahl der Arbeitslosen um gut 220.000 Personen im Jahresdurchschnitt. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 5,3 Prozent.

    Außenhandel

    Auch die meisten wichtigen Handelspartner erleben 2021 und 2022 eine wirtschaftliche Erholung. Die Weltwirtschaft insgesamt, die im Jahresmittel 2020 um 3,4 Prozent eingebrochen ist, wächst in diesem Jahr kräftig um 5,5 Prozent und im kommenden Jahr um 3,5 Prozent. Getragen wird die Erholung unter anderem vom robusten Wachstum in China und dem massiven fiskalischen Hilfsprogramm der US-Regierung. So wird das US-BIP in diesem Jahr um 7,0 Prozent zulegen – so stark wie seit 1984 nicht mehr. Für 2022 prognostiziert das IMK ein Wachstum um 3,1 Prozent. Die chinesische Wirtschaft, die auch 2020 zulegte, dürfte in diesem Jahr um 8,4 Prozent wachsen, 2022 dann noch um 4,9 Prozent. Auch die wirtschaftliche Erholung in den meisten Euro-Ländern ist nach Analyse des IMK „trotz dritter Corona-Welle weitestgehend intakt“. Die Wirtschaft im Euroraum wird dieses Jahr um durchschnittlich 5,3 Prozent wachsen, 2022 um 4,2 Prozent.

    Die weltwirtschaftliche Erholung beflügelt die deutschen Ausfuhren in diesem Jahr stark. Das IMK rechnet mit einem Wachstum der Exporte um 10,9 Prozent. Die Importe legen ebenfalls zu – um 7,3 Prozent Im Jahresdurchschnitt. Damit leistet der Außenhandel in diesem Jahr einen kräftigen Wachstumsbeitrag von 2,0 Prozentpunkten, allerdings wächst auch der Überschuss in der deutschen Leistungsbilanz in wieder problematischem Ausmaß. Im kommenden Jahr expandiert der deutsche Außenhandel weiter kräftig und zudem etwas balancierter: Die Exporte nehmen im Jahresmittel 2022 um 6,8 Prozent zu, die Importe um 8,0 Prozent.

    Investitionen

    Die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen erholen sich ebenfalls vom Corona-Schock. Das liegt vor allem an der Kapazitätsauslastung der Industrie, die schon wieder nahe am langjährigen Durchschnitt liegt, weshalb neben Ersatz- auch Erweiterungsinvestitionen notwendig werden. 2021 nehmen die Ausrüstungsinvestitionen daher im Jahresmittel um 9,3 Prozent zu, 2022 um 5,8 Prozent. Die Bauinvestitionen bleiben trotz Behinderungen durch den Kälteeinbruch robust. Treibende Kraft ist der Wohnungsbau, doch auch der Wirtschaftsbau kommt wieder in Gang. Im Jahresmittel 2021 nehmen die Bauinvestitionen um 1,6 Prozent zu, 2022 dann um 5,1 Prozent.

    Einkommen und Konsum

    Die verfügbaren Einkommen legen in diesem und im kommenden Jahr wieder zu, weil die durchschnittlichen Arbeitszeiten durch Rückgang der Kurzarbeit wieder länger werden, die Beschäftigung wächst und die Bruttolöhne und -gehälter steigen. Da das IMK zudem davon ausgeht, dass ab dem zweiten Quartal die Restriktionen in Handel und Freizeitbereich zunehmend gelockert werden können, fließen die Einkommen wieder verstärkt in den Konsum, die Sparquote geht von sehr hohen 16,2 Prozent auf 13,5 Prozent zurück.

    Nach dem Einbruch im Vorjahr nehmen die realen privaten Konsumausgaben im Jahresdurchschnitt 2021 um kräftige 4,6 Prozent zu. Für das kommende Jahr prognostiziert das IMK bei weiter sinkender Sparquote (auf dann 10,7 Prozent) ein noch stärkeres Wachstum der privaten Konsumausgaben um real sogar 6,0 Prozent. Nachdem sinkende Konsumausgaben im Jahr 2020 die wirtschaftliche Entwicklung stark gebremst haben (negativer Wachstumsbeitrag von -3,2 Prozentpunkten), ergibt sich in diesem Jahr ein spürbar positiver Wachstumsbeitrag um 2,4 Prozentpunkte. 2022 sind es sogar 3,2 Prozentpunkte.

    Inflation und öffentliche Finanzen

    Obwohl höhere Energiepreise und die Rückkehr zu den alten Mehrwertsteuersätzen die Inflation beschleunigen, bleibt die Zunahme der Verbraucherpreise auch 2021 mit 1,7 Prozent knapp unter der Zielinflationsmarke der EZB. Im kommenden Jahr geht die Inflationsrate leicht auf 1,5 Prozent zurück.

    Da der Staat zur Krisenbekämpfung sehr viel Geld einsetzt, Anfang 2021 verschiedene Steuern sowie die EEG-Umlage gesenkt wurden und sich die Einnahmen generell erst langsam erholen, ergibt sich 2021 ein Budgetdefizit von 3,8 Prozent des BIP. Im kommenden Jahr wird sich die erwartete konjunkturelle Belebung dann stärker positiv auf die öffentlichen Haushalte auswirken, zudem wirkt die Fiskalpolitik weniger expansiv. Das gesamtstaatliche Defizit geht 2022 deutlich um 2,5 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent des BIP zurück.

    Quelle: Hans-Böckeler-Stiftung

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Selbstständige sind durch eine starke Verkürzung ihrer Arbeitszeit und schwerwiegendere Einkommensverluste EU-weit besonders stark von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen. Das zeigt ein am 26.03.2021 veröffentlichter Quartalsbericht zu Beschäftigung und sozialen Entwicklungen in Europa.

    EU-Kommission, Pressemitteilung vom 26.03.2021

    Selbstständige sind durch eine starke Verkürzung ihrer Arbeitszeit und schwerwiegendere Einkommensverluste EU-weit besonders stark von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen. Das zeigt ein am 26.03.2021 veröffentlichter Quartalsbericht zu Beschäftigung und sozialen Entwicklungen in Europa (ESDE) mit einem thematischen Schwerpunkt auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Selbstständige. Die nationalen Sozialschutzsysteme bieten in der Regel eine geringere Absicherung und Entschädigung für Selbstständige. Insgesamt zeigt der Bericht, dass sich die Maßnahmen zum Schutz von Arbeitsplätzen als wirksam erwiesen und die Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes verbessert haben. In den letzten Monaten des Jahres 2020 stieg die Zahl der Erwerbstätigen moderat an und die Arbeitslosigkeit blieb stabil.

    Nicolas Schmit, Kommissar für Beschäftigung und soziale Rechte, sagte: „Das Kurzarbeitergeld SURE ist ein sehr erfolgreiches Instrument zum Schutz von Arbeitsplätzen und Einkommen, auch für Selbstständige. Außerdem haben wir die Empfehlung EASE vorgestellt, die den Mitgliedstaaten konkrete Anhaltspunkte für politische Maßnahmen zur Unterstützung eines beschäftigungsintensiven Aufschwungs gibt.“

    Im Zusammenhang mit der Pandemie haben die meisten Mitgliedstaaten befristete Maßnahmen zur Unterstützung des Einkommens von Selbstständigen eingeführt. Diese Unterstützung nahm viele verschiedene Formen an, darunter zinsgünstige Darlehen, bezahlter Urlaub aus familiären Gründen, erweiterte Deckung des Krankengeldes und Einkommensersatz.

    Quelle: EU-Kommission

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich merklich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im März auf 96,6 Punkte gestiegen, nach 92,7 Punkten im Februar. Das ist der höchste Wert seit Juni 2019. Die Unternehmen waren spürbar zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage.

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 26.03.2021

    Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich merklich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im März auf 96,6 Punkte gestiegen, nach 92,7 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im Februar. Das ist der höchste Wert seit Juni 2019. Die Unternehmen waren spürbar zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Zudem ist der Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate zurückgekehrt. Trotz steigender Infektionszahlen startet die deutsche Wirtschaft zuversichtlich in den Frühling.

    Im Verarbeitenden Gewerbe setzte das Geschäftsklima seinen Aufschwung weiter fort. Die Unternehmer waren deutlich zufriedener mit ihrem aktuellen Geschäftsverlauf. Ihre Erwartungen waren zuletzt im November 2010 so optimistisch. Die Nachfrage nach Industriegütern hat merklich angezogen. In allen Industriebranchen stehen die Zeichen auf Aufschwung.

    Im Dienstleistungssektor ist der Geschäftsklimaindikator deutlich gestiegen. Die Zufriedenheit mit der aktuellen Lage nahm zu. Zudem zeigte sich bei den Erwartungen erstmals seit Herbst wieder ein vorsichtiger Optimismus. Bei den IT-Dienstleistern liefen die Geschäfte besonders gut. Im Gastgewerbe und der Tourismusbranche ist die Lage aber weiterhin sehr schlecht.

    Im Handel hat der Geschäftsklimaindex einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Die Indikatoren für die aktuelle Lage und die Erwartungen sind beide merklich gestiegen. Im Einzelhandel ist die Situation aber weiterhin schlecht, wenn auch etwas weniger stark als im Vormonat. Positive Ausnahmen waren neben den Supermärkten die Fahrradhändler und die Floristen.

    Im Bauhauptgewerbe ist das Geschäftsklima wieder im positiven Bereich angekommen. Der Indikator zur aktuellen Lage stieg auf den höchsten Wert seit einem Jahr. Auch die Erwartungen der Unternehmen haben sich verbessert.

    Qulle: ifo Institut

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Im Herbst 2020 nahm das Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus wieder spürbar an Fahrt auf und hat sich zuletzt erneut beschleunigt. Dadurch verschiebt sich lt. ifo Institut die konjunkturelle Erholung Deutschlands, die ursprünglich für das Frühjahr 2021 erwarte wurde, zeitlich im Jahresverlauf nach hinten. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 3,7 % zulegen und im kommenden Jahr um 3,2 %.

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 24.03.2021

    Im Herbst 2020 nahm das Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus wieder spürbar an Fahrt auf und hat sich zuletzt erneut beschleunigt. Dadurch verschiebt sich die konjunkturelle Erholung Deutschlands, die ursprünglich für das Frühjahr 2021 erwarte wurde, zeitlich im Jahresverlauf nach hinten. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 3,7 % zulegen und im kommenden Jahr um 3,2 %. Betrachtet man die zusammengefasste Wirtschaftsleistung der Jahre 2020 bis 2022, belaufen sich die Kosten der Corona-Krise nach dieser Prognose auf 405 Mrd. Euro.

    Im Herbst 2020 nahm das Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus wieder spürbar an Fahrt auf. Seit November des vergangenen Jahres wurde deshalb in mehreren Schritten die Schließung von Dienstleistungsbereichen beschlossen, die mit intensiven sozialen Kontakten einhergehen. Neben dem Gastgewerbe, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie Dienstleistern aus den Bereichen Kunst, Unterhaltung und Erholung zählten dazu ab Mitte Dezember auch Teile des Einzelhandels und körpernahe Dienstleistungen wie bspw. Frisöre. Zwar waren die Dynamik des Infektionsgeschehens und der Umfang der staatlichen Maßnahmen vergleichbar mit denen, die während der ersten Coronawelle im Frühjahr ergriffen wurden. Entsprechend sank die Wirtschaftsleistung in den betroffenen Dienstleistungsbereichen auf ein ähnlich niedriges Niveau. Allerdings brach im Gegensatz dazu die Wertschöpfung in der Industrie und im Baugewerbe sowie in industrie- und baunahen Dienstleistungsbereichen nicht ein, sondern nahm am Jahresende sogar kräftig zu. Insbesondere das exportorientierte Verarbeitende Gewerbe profitierte von einer fortschreitenden Erholung der Weltkonjunktur. Dazu dürfte auch beigetragen haben, dass insbesondere bei vielen außereuropäischen Handelspartnern pandemiebedingte Einschränkungen der Industrie ausblieben.

    Durchgreifende Erholung lässt weiter auf sich warten

    Zu Beginn des Jahres 2021 setzte sich die Erholung in der Industrie fort. Auftragseingänge, Exporterwartungen und Geschäftsklima stiegen bis zuletzt kräftig, sodass die Wertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe und in den industrienahen Dienstleistungsbereichen sowie die Exporte die Konjunktur im ersten Quartal spürbar stützen dürften. In den anderen Dienstleistungsbereichen ist die Wertschöpfung nach wie vor maßgeblich durch das Infektionsgeschehen geprägt. Vor allem die Schließung des stationären Nicht-Lebensmittel-Einzelhandels dürfte die konjunkturelle Dynamik im ersten Quartal kräftig belasten. In den anderen konsumnahen Dienstleistungsbereichen nehmen die negativen Impulse im Vergleich zum Schlussquartal 2020 hingegen ab, da sich Umsätze und Geschäftslage seit November auf niedrigem Niveau eher seitwärts bewegen. Alles in allem dürfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2021 um 0,7 % im Vergleich zum Vorquartal sinken.

    Quelle: ifo Institut

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Die Anfang März begonnene Lockerung des harten Lockdowns sowie die zum Zeitpunkt der Befragung (4. bis 15. März) sinkenden Infektionszahlen haben lt. GfK die Konsumstimmung beflügelt. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung verbessern sich zum Teil spürbar.

    GfK, Pressemitteilung vom 25.03.2021

    Die Anfang März begonnene Lockerung des harten Lockdowns sowie die zum Zeitpunkt der Befragung (4. bis 15. März) sinkenden Infektionszahlen haben die Konsumstimmung beflügelt. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung verbessern sich zum Teil spürbar. So prognostiziert GfK für das Konsumklima für April 2021 einen Wert von -6,2 Punkten und damit 6,5 Punkte mehr als im März dieses Jahres (revidiert -12,7 Punkte). Das sind die Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für März 2021.

    Dieser zunehmende Optimismus mag auf den ersten Blick überraschen. Da die Befragung im Zeitraum vom 3. bis 15. März stattfand, sind die Ereignisse um den Impfstoff AstraZenica sowie die deutliche Zunahme der Infektionszahlen der letzten Tage nicht berücksichtigt.

    Dagegen war der Erhebungszeitraum geprägt von ersten Lockerungen des harten Lockdowns sowie stabiler oder sogar noch leicht sinkender Infektionszahlen. Eine sehr ähnliche Entwicklung war auch im Frühjahr 2020 zu beobachten, als ebenfalls der harte Lockdown gelockert wurde.

    Da die Infektionszahlen wieder ansteigen und der Lockdown nun bundesweit wieder verschärft wird, ist es fraglich, ob die Verbesserung des Konsumklimas anhalten wird.

    „Der erneute harte Lockdown wird dem Konsumklima schwer schaden und die aktuelle Verbesserung ein Strohfeuer bleiben. Eine nachhaltige Erholung der Konsumstimmung wird demnach weiter auf sich warten lassen – für Händler und Hersteller bedeutet das weiterhin schwierige Zeiten.“

    Rolf Bürkl, GfK-Konsumexperte

    Einkommenserwartung auf 12-Monats-Hoch

    Einen wesentlichen Beitrag zum sprunghaften Anstieg des Konsumklimas leistet in diesem Monat die Einkommenserwartung. Der Indikator gewinnt 15,8 Punkte hinzu und klettert damit auf 22,3 Zähler. Ein höherer Wert wurde vor genau einem Jahr, im März 2020, mit 27,8 Punkten gemessen.

    Mit der Wiedereröffnung weiter Teile des Handels steigt offenbar auch bei vielen dort Beschäftigten die Erwartung, dass die Kurzarbeit zurückgefahren wird und sie wieder mit einer besseren Einkommensentwicklung rechnen können. Zudem dürfte die Angst vor Jobverlust dadurch etwas gemindert worden sein.

    Anschaffungsneigung folgt steigenden Einkommensaussichten

    Im Sog deutlich steigender Einkommenserwartungen gewinnt auch die Anschaffungsneigung im März hinzu. Allerdings sind die Zuwächse mit einem Plus von 4,9 Punkten wesentlich bescheidener. Aktuell weist der Indikator 12,3 Punkte auf und liegt damit noch gut 19 Zähler unter Vorjahresniveau.

    Eine grundlegende und nachhaltige Verbesserung der Konsumneigung ist nur mit weiteren umfangreichen Lockerungen im Handel und im Dienstleistungsbereich möglich. Aufgrund steigender Infektionszahlen ist derzeit nicht davon auszugehen, dass es zu diesen Lockerungen kommen wird. Ganz im Gegenteil, es droht wieder eine Verschärfung der Beschränkungen. Dies würde der Konsumneigung einen Rückschlag bescheren. Der Konsumaufschwung würde sich weiter verzögern.

    Konjunkturerwartung noch auf Erholungskurs

    Neben der Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung verbessern sich auch die Konjunkturaussichten. Nach einem Plus von 9,7 Punkten weist der Indikator aktuell 17,7 Zähler auf. Ein besserer Wert wurde zuletzt vor einem halben Jahr, im September 2020, gemessen. Damals standen 24,1 Punkte zu Buche.

    Mit den ersten Lockerungen aus dem harten Lockdown erwarten die Konsumenten eine weitere Erholung der deutschen Wirtschaft. Das Öffnen vieler Geschäfte bzw. Dienstleistungen, wie z. B. Frisöre, stimulierte zum Zeitpunkt der Befragung den Konjunkturoptimismus. Hinzu kommt, dass sich auch die Aussichten für deutsche Exporte verbessert haben, da sowohl in den USA als auch in China die Wachstumsprognosen, auch durch umfangreiche Hilfsprogramme, nach oben korrigiert wurden.

    Quelle: GfK

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Der Rückgang des BIP im ersten Quartal 2021 und die Infektionsgefahr im zweiten Quartal dämpfen die Erwartungen für das Gesamtjahr. Das IW Köln senkt seine Konjunkturprognose im Vergleich zur Dezemberprognose und rechnet für 2021 nur noch mit einem BIP-Wachstum von drei statt vier Prozent.

    IW Köln, Pressemitteilung vom 24.03.2021

    Impfen für den Aufschwung

    Es ist ein Wechselbad der Gefühle: Während zu Jahresbeginn angesichts sinkender Inzidenzwerte noch Zuversicht herrschte, ist die Ernüchterung zum Ablauf des ersten Quartals 2021 groß. Die Pandemie ist längst nicht überwunden, der Lockdown wird bis nach Ostern verlängert, das Impfen stockt, Menschen konsumieren wenig und Unternehmen investieren noch nicht wie vor der Krise. Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Quartal 2021 und die Infektionsgefahr im zweiten Quartal dämpfen die Erwartungen für das Gesamtjahr. Das IW senkt seine Konjunkturprognose im Vergleich zur Dezemberprognose und rechnet für 2021 nur noch mit einem BIP-Wachstum von drei statt vier Prozent. Erst Anfang 2022 wird das Vorkrisenniveau wieder erreicht.

    Volkswirtschaft ist zunehmend gespalten

    Den einen geht es gut, den anderen schlecht: Die IW-Konjunkturexperten beobachten eine zunehmende Spaltung der Volkswirtschaft. Die Industrie schließt allmählich zum Vorkrisenniveau auf, exportiert wieder rege nach China und in die USA. Der Dienstleistungssektor steht dagegen weitestgehend still – immer noch ist unklar, wann das Geschäft wieder läuft.

    Die Aussicht auf einen Aufschwung im zweiten Halbjahr hängt am Erfolg der Impfkampagne. „Bisher haben die Lockdowns bereits 250 Mrd. Euro gekostet. Derzeit läuft ein Wettlauf zwischen Injektionen und Infektionen“, sagt IW-Direktor Michael Hüther. „Wir müssen schnell impfen, um möglichen Resistenzen durch Mutationen zuvorzukommen. Ein langer dritter Lockdown wäre ein teurer Rückschlag für Unternehmer und Einzelhändler. Zudem würde die Spaltung der Volkswirtschaft in eine robuste Industrie und darbende Lockdown-Branchen immer tiefer gehen und weitrechende soziale Folgen haben.“

    Die Ergebnisse der IW-Konjunkturprognose im Detail:

    • Die Weltwirtschaft wird 2021 um fünf Prozent zulegen. China und die USA stützen die Weltkonjunktur, andere Volkswirtschaften wie Japan stagnieren aufgrund einer dritten Infektionswelle. Der Euroraum bleibt mit 3 ¾ Prozent hinter dem Vereinigten Königreich und den USA zurück, was auch an der erfolgloseren Impfkampagne liegt.
    • Der Private Konsum wird 2021 stagnieren, nachdem er 2020 um sechs Prozent einbrach. Steigende Infektionen und anhaltende Geschäftsrestriktionen halten die Menschen vom Geldausgeben ab. Wenn das Impfen gelingt, ist im zweiten Halbjahr 2021 mit einer kräftigen Belebung samt Nachholeffekten zu rechnen, was aber nicht für ein Gesamtjahresplus reicht.
    • Viele Unternehmen trauen sich noch immer nicht, zu investieren, bleiben lieber liquide. Die Ausrüstungsinvestitionen stagnieren. Wenn im zweiten Halbjahr 2021 der Konsum ansteigt, werden auch die Investitionen einen kräftigen Schub erfahren. Im Jahresschnitt steigen die Investitionen um 6 ½ Prozent. Das reicht zwar nicht, um den Einbruch von zwölf Prozent aus dem Vorjahr zu kompensieren. Mit dem Zuwachs von zehn Prozent 2022 dürfte es aber gelingen. Die Bauinvestitionen wachsen langsam, aber konstant.
    • Der Arbeitsmarkt erholt sich zwar, erreicht auf absehbare Zeit aber nicht das Vorkrisenniveau. 2021 sind im Schnitt 2,8 Millionen Menschen arbeitslos. Besonders besorgniserregend: Der Anteil der Langzeitarbeitslosen wächst.
    • Die Hilfspakete belasten die öffentlichen Haushalte weiterhin schwer. 2021 wird die Defizitquote 4,7 Prozent des BIP betragen. 2022 werden zwar weniger Schulden gemacht, doch das Einhalten der Schuldenbremse wird sehr schwierig.

    Quelle: IW Köln

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Die Corona-Krise setzt die Finanzen vieler Unternehmen in Deutschland unter Druck, wie aus der neuesten Umfrage des ifo Instituts hervorgeht.

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 23.03.2021

    Die Corona-Krise setzt die Finanzen vieler Unternehmen in Deutschland unter Druck, wie aus der neuesten Umfrage des ifo Instituts hervorgeht. „Insbesondere Hotels, Gaststätten und Reisebüros spüren das“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Viele Unternehmen haben Liquiditätsengpässe, die zu mehr Pleiten führen könnten.“

    Auf einer Skala der finanziellen Beeinträchtigungen (zum Beispiel Liquidität) von 1 bis 5 gaben alle Dienstleister im Schnitt 2,4 an, der Handel 2,3 und die Industrie 2,2. Der Bau dagegen lag nur bei 1,6.

    Am meisten gebeutelt fühlen sich bei den Dienstleistern die Hotels, (4,3), die Gastronomie (4,2), die Reisebüros (4,1) sowie die Vermieter von beweglichen Sachen (2,9). In der Industrie klagen die Hersteller von Bekleidung (3,5) und die Getränkehersteller (3,0) am stärksten über eine schlechte Finanzlage.

    Vergleichsweise entspannt ist die finanzielle Lage für die Hersteller von Glas und Keramik (1,6), für die Dienstleister der Informationstechnik (1,5), für die Hersteller von elektronischen und optischen Geräten sowie für die Chemiebranche (1,4).

    Quelle: ifo Institut

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Trotz des fortwährenden Lockdowns und anziehender Infektionszahlen blickt das IfW Kiel optimistischer auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung als noch im Winter. Grund ist die aufwärtsgerichtete Industriekonjunktur durch das gute Auslandsgeschäft.

    IfW Kiel, Pressemitteilung vom 18.03.2021

    Trotz des fortwährenden Lockdowns und anziehender Infektionszahlen blickt das IfW Kiel optimistischer auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung als noch im Winter. Grund ist die aufwärtsgerichtete Industriekonjunktur durch das gute Auslandsgeschäft. Mit zunehmendem Impfschutz schiebt eine kräftige Nachfrage der privaten Haushalte dann auch die Binnenwirtschaft an. Das IfW Kiel revidiert seine Konjunkturprognose nach oben und erwartet nun für 2021 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 3,7 Prozent (bislang 3,1 Prozent) und für 2022 um 4,8 Prozent (4,5 Prozent). Die Weltkonjunktur wird auch von einer starken US-Wirtschaft beflügelt.

    Die deutsche Wirtschaft dürfte insgesamt mit einem deutlichen Dämpfer in das Jahr gestartet sein. Für das erste Quartal erwartet das IfW Kiel einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,7 Prozent, weil das Geschäft in den konsumnahen Dienstleistungen durch die seit November anhaltenden Lockdown-Maßnahmen in weiten Teilen zum Erliegen kam. Dass der Rückgang nicht noch höher ausfällt, ist der Industriekonjunktur zu verdanken, die von der fortschreitenden Erholung der Weltwirtschaft profitiert.

    „Die deutsche Konjunktur hat sich über das Winterhalbjahr deutlich gespreizt – während die Industrie weiter Boden gutmacht und auch durch die zweite Infektionswelle kaum aufgehalten wird, mussten kontaktintensive Dienstleister zurück in die Startlöcher“, sagte IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths. „Die Industrie folgt dem V-förmigen Verlauf im Exportgeschäft, demgegenüber drückt die Pandemie der Konsumkonjunktur ein markantes W auf.“

    Der Konjunkturprognose des IfW Kiel liegt die Erwartung zugrunde, dass aufgrund einer erfolgreichen Impfkampagne im Verlauf des Sommerhalbjahrs eine Erholung der Wirtschaft auf breiter Front einsetzt. Im zweiten und dritten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit Raten zwischen 3 und 4 Prozent so kräftig anziehen, dass das Vorkrisenniveau schon vor dem Schlussquartal überschritten wird.

    Dem abermals drastischen Einbruch des privaten Konsums im Winterhalbjahr stehen massive Aufholeffekte in der zweiten Jahreshälfte gegenüber. Insgesamt staut sich bei den privaten Haushalten während der Pandemie Kaufkraft in Höhe von 230 Milliarden Euro auf, forciert auch durch Maßnahmen wie ein erhöhtes Kurzarbeitergeld oder den Kinderbonus. Die Exporte sind bereits seit Mitte vergangenen Jahres ununterbrochen auf Expansionskurs und dürften dank einer sich weiter aufhellenden Weltkonjunktur in diesem Jahr kräftig um 12,8 Prozent zulegen, im kommenden Jahr um weitere 5,6 Prozent.

    „Erneut zeigt sich die Bedeutung des internationalen Handels für den deutschen Wohlstand. Das Auslandsgeschäft verhindert gegenwärtig einen stärkeren Konjunktureinbruch und wird die Erholung im laufenden Jahr entscheidend mittragen. Handelsbeschränkungen seitens der EU, etwa gegenüber dem Export von Impfstoffen, verschlechtern die weltweite Güterversorgung und unterminieren das deutsche Geschäftsmodell“, sagte IfW-Präsident Gabriel Felbermayr.

    Pandemie kostet 340 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung

    Mit dem Überschreiten des Vorkrisenniveaus sind die Folgen der Pandemie noch längst nicht ausgestanden. So liegt die Wirtschaftsleistung zum Jahresende schätzungsweise 1,4 Prozent unter dem Niveau, das ohne die Pandemie zu erwarten gewesen wäre. Den pandemiebedingten Wertschöpfungsverlust veranschlagt das IfW Kiel für die Jahre 2020 bis 2022 auf 340 Milliarden Euro.

    Die Arbeitslosigkeit bleibt vor allem dank des Instruments der Kurzarbeit mit Quoten von 5,9 Prozent (2021) und 5,3 Prozent (2022) vergleichsweise niedrig. Das Vorkrisenniveau der Beschäftigung dürfte im Lauf des Jahres 2022 erreicht werden.

    Gegenwärtig liegt die Zahl der Erwerbstätigen noch immer eine Dreiviertelmillion (1,7 Prozent) unter dem Vorkrisenniveau. Das Arbeitsvolumen dürfte im ersten Quartal über 7 Prozent vom Vorkrisenniveau entfernt sein, wobei die Vorkrisenvergleiche am Arbeitsmarkt die Folgen der Corona-Krise angesichts der zuvor bestehenden Aufwärtstrends deutlich unterzeichnen. So wären ohne die Krise heute rund eine Million Stellen mehr zu verzeichnen.

    Die Inflationsrate dürfte im laufenden Jahr deutlich auf 2,3 Prozent anziehen und zwischenzeitlich auch die 3-Prozent-Marke reißen. Dabei ist das Klimapaket der Bundesregierung für 0,4 Prozent der Steigerung verantwortlich, die Erhöhung der Mehrwertsteuer für 1,2 Prozent. 2022 dürfte die Teuerungsrate wieder auf unter 2 Prozent zurückgehen.

    „Der Preisanstieg in diesem Jahr ist im Wesentlichen temporären Sonderfaktoren geschuldet und steht nicht für einen neuen Inflationstrend. Das Thema Inflation ist damit mittelfristig nicht vom Tisch, aber die Gründe dafür sind anderswo zu suchen, insbesondere im Zusammenspiel von hoher Staatsverschuldung, alternder Bevölkerung und einer ungezügelten Geldpolitik“, sagte Kooths.

    Das Defizit in den öffentlichen Haushalten dürfte im laufenden Jahr mit 4,6 Prozent nochmals etwas höher ausfallen als im letzten Jahr (4,2 Prozent). Erst im kommenden Jahr sinkt es im Zuge der konjunkturellen Erholung und wegfallender pandemiebedingter Ausgaben auf 1,3 Prozent. Deutschlands Schuldenstand wird dann wieder knapp unter 70 Prozent liegen.

    „Mit der Erholung entfällt zugleich jede Grundlage für Staatsausgaben auf Pump im großen Stil. Ein abermaliges Aussetzen der Schuldenbremse ist ökonomisch nicht zu begründen. Das strukturelle Defizit des Staates fällt im kommenden Jahr um 40 Milliarden Euro zu hoch aus. Die nächste Bundesregierung steht somit von Beginn an unter Konsolidierungsdruck, zumal von Jahr zu Jahr steigende Belastungen durch die demografische Alterung hinzukommen. Hierauf ist das Land unzureichend vorbereitet, die Verteilungskonflikte dürften sich daher in der nächsten Legislaturperiode erheblich verschärfen“, so Kooths.

    Impulse von starker US-Wirtschaft

    Die globale Wirtschaft wird nicht zuletzt von einer starken US-Wirtschaft angeschoben. Die Weltproduktion wird dieses Jahr voraussichtlich um 6,7 Prozent und im Jahr 2022 um 4,7 Prozent zulegen. Der internationale Warenhandel dürfte 2021 um 7,5 Prozent und im kommenden Jahr um 3,7 Prozent steigen. Damit wird er im kommenden Jahr sogar höher ausfallen als noch vor der Krise erwartet.

    Im Euroraum dürfte das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 4,8 Prozent zulegen und 2022 um 4,3 Prozent. Damit wird das Vorkrisenniveau wohl gegen Ende des laufenden Jahres überschritten. Aktuell liegt die Wirtschaftsleistung im Euroraum rund 5 Prozent unter ihrem Vorkrisenniveau. Mit den unterstellten Lockerungen ab Sommer sind besonders kräftige Zuwachsraten des Dienstleistungshandels, des privaten Konsums und der Ausrüstungsinvestitionen zu erwarten.

    Quelle: IfW Kiel

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Das BMAS teilt mit, dass das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ verlängert und verbessert wird.

    BMAS, Pressemitteilung vom 17.03.2021

    Bundesprogramm wird verlängert und verbessert

    Eine gute Ausbildung ist wesentlich für ein gutes Leben. Das müssen wir jungen Menschen auch in Krisenzeiten ermöglichen. Deshalb müssen wir dringend die Ausbildungsbereitschaft in den Betrieben stärken. Ich freue mich, dass das BMAS mit der Weiterentwicklung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ dazu einen entscheidenden Beitrag leisten kann. Dass die Prämien doppelt so hoch sein werden, wird hoffentlich mehr Unternehmen motivieren, junge Menschen auszubilden. Dass künftig auch größere Unternehmen gefördert werden können, soll für noch mehr Ausbildungsplätze sorgen. Die Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen.

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil

    Die Berufsausbildung von jungen Menschen muss auch in dieser Krise so gut wie möglich unterstützt werden. Dieses Ziel verfolge ich seit Beginn der Pandemie. Mit diesem zweiten Maßnahmenpaket schaffen wir die Grundlage, dass junge Frauen und Männer einen Ausbildungsplatz finden und auch weitere Unterstützung bekommen, um auch in diesen schwierigen Zeiten gut den Beruf starten können zu können. Das hilft auch den Unternehmen und der gesamten Wirtschaft, weil die in den nächsten Jahren noch mehr Fachkräfte brauchen wird als heute. Ausbildung wird in diesen Zeiten aber nur gelingen, wenn alle Sozialpartner mitziehen. Darum bin ich über das Engagement der Verbände und Gewerkschaften sehr froh, das sich auch in der Allianz für Aus- und Weiterbildung zeigt. Ich danke allen Betrieben, die trotz der vielfach schwierigen Zeit ausbilden. Sie tun etwas für sich und jungen Leute, aber auch etwas für unser Land.

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek

    Die wichtigsten Änderungen im Einzelnen

    • Die Ausbildungsprämien für von der Corona-Krise betroffene Betriebe, die durch Neueinstellungen ihr Ausbildungsniveau halten oder erhöhen, werden – rückwirkend zum 16. Februar 2021 – zunächst in bisheriger Höhe verlängert.
    • Für das neue Ausbildungsjahr werden die Prämien zum 1. Juni 2021 von 2.000 und 3.000 Euro auf 4.000 und 6.000 Euro verdoppelt. Damit werden zusätzliche Anreize für Ausbildungsbetriebe geschaffen.
    • Die Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit während einer Ausbildung werden attraktiver: Künftig können auch Zuschüsse zur Vergütung der Ausbilderin oder des Ausbilders gezahlt werden. Wie bisher kann zudem die Ausbildungsvergütung bezuschusst werden.
    • All diese Leistungen können künftig Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden beziehen. Bisher liegt die Grenze bei 249 Mitarbeitenden.
    • Mit einem neuen Sonderzuschuss werden Kleinstunternehmen erreicht, die im zweiten Lockdown ihre normale Geschäftstätigkeit weitgehend einstellen mussten: Betriebe mit bis zu vier Mitarbeitern können pauschal 1.000 Euro bekommen, wenn sie ihre Ausbildungstätigkeit für mindestens 30 Tage fortgesetzt haben.
    • Die Übernahmeprämie wird bis Ende 2021 verlängert und auf 6.000 Euro verdoppelt. Mit ihr wird künftig neben der Übernahme eines Auszubildenden aus einem Insolvenzfall auch bei pandemiebedingter Kündigung oder bei Abschluss eines Auflösungsvertrages unterstützt.
    • Die Förderung einer Auftrags- oder Verbundausbildung wird attraktiver. Die Mindestlaufzeit wird auf vier Wochen verkürzt, die Höhe der Förderung nach der Laufzeit bemessen. Insgesamt können bis zu 8.100 Euro gezahlt werden. Künftig kann auch der Stammausbildungsbetrieb statt des Interimsausbildungsbetriebs die Förderung erhalten. Für Interimsausbildungsbetriebe entfällt die Begrenzung auf bis zu 249 Mitarbeitende ersatzlos.
    • Künftig können für pandemiebetroffene Unternehmen die Kosten für externe Abschlussprüfungsvorbereitungskurse für Auszubildende hälftig bezuschusst werden, maximal mit 500 Euro.

    Quelle: BMAS

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Lockdown-Lockerungen trotz bereits wieder steigender Corona-Infektionszahlen und der langsame Impffortschritt schicken die deutsche Wirtschaft auf einen Stop-and-Go-Kurs. Davon geht das DIW Berlin in seiner neuesten Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem und im kommenden Jahr aus.

    DIW Berlin, Pressemitteilung vom 18.03.2021

    • DIW Berlin senkt Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich auf 3,0 Prozent
    • Zu erwartendes Wechselspiel aus Lockerungen, aufflammendem Infektionsgeschehen und erneuten Schließungen trifft vor allem Dienstleistungsbereiche
    • Zahl der Firmenpleiten dürfte erheblich höher liegen als 2020
    • Mehr Tempo bei Pandemiebekämpfung und Zukunftsinvestitionen dringend geboten

    Lockdown-Lockerungen trotz bereits wieder steigender Corona-Infektionszahlen und der langsame Impffortschritt schicken die deutsche Wirtschaft auf einen Stop-and-Go-Kurs. Davon gehen die KonjunkturforscherInnen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in ihrer neuesten Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem und im kommenden Jahr aus. Demnach müssen auf die aktuellen Öffnungsschritte wohl mindestens regional immer wieder Schließungen des Einzelhandels, der Gastronomie und anderer Dienstleistungsbereiche folgen, um das Infektionsgeschehen im Griff zu behalten. Wohl erst im Laufe des dritten Quartals werden die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen nachhaltig zurückgefahren werden können.

    Entsprechend verzögert sich die Erholung der deutschen Wirtschaft: Für dieses Jahr sieht die DIW-Prognose ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von nur noch 3,0 Prozent, nachdem im vergangenen Dezember noch ein Plus von über fünf Prozent realistisch erschien. Die Risiken sind zudem erheblich: Die Politik hat in den vergangenen Wochen ihre Linie mehr als nur einmal geändert – allein das sorgt für Unsicherheit. Hinzu kommt vor allem, dass das Insolvenzgeschehen durch die Aussetzung der Meldepflicht derzeit verschleiert ist. Der Flurschaden der Pandemie wird sich frühestens im Laufe dieses Jahres zeigen. Nachdem es 2020 trotz stark schrumpfender Wirtschaft zu weniger Insolvenzen kam, könnten diese im laufenden Jahr erheblich zunehmen und auch den Arbeitsmarkt zusätzlich unter Druck setzen.

    China und USA als Lokomotiven der Weltwirtschaft – Deutsche Wirtschaft profitiert

    Dass die deutsche Wirtschaft zu Beginn des laufenden Jahres nicht stärker eingebrochen ist, liegt an der stabilen Industrie. Im Gegensatz zum ersten coronabedingten Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres konnte sie zuletzt durchgehend produzieren, die Lieferketten waren weitgehend intakt. Zudem erholt sich die weltweite Nachfrage nach Produkten „Made in Germany“ weiter – nicht zuletzt deshalb, weil die Pandemiebekämpfung mancherorts effektiver ist als hierzulande, etwa in den USA. Hinzu kommen äußerst umfangreiche Konjunkturpakete. Entsprechend kräftig entwickelt sich schon kurzfristig die US-Wirtschaft. Das gilt auch für China, einen weiteren wichtigen Absatzmarkt Deutschlands. Die Konjunktur in diesen beiden Ländern ist maßgeblich dafür, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr mit 6,7 Prozent sogar etwas stärker wachsen könnte als noch im Winter erwartet. Davon profitiert die exportorientierte deutsche Wirtschaft.

    Die Dienstleistungsbereiche hingegen werden hierzulande durch das zu erwartende Wechselspiel von Lockerungen und immer wieder aufflammendem Infektionsgeschehen stark beeinträchtigt. Der Arbeitsmarkt hat sich vom Einbruch des vergangenen Frühjahrs bisher kaum erholt. Zwar wurde auch im zweiten Lockdown ein Großteil der weggefallenen Tätigkeiten durch Kurzarbeit aufgefangen – die Zahl der KurzarbeiterInnen dürfte bis Februar auf über 2,8 Millionen gestiegen sein. Dennoch bleibt die Arbeitslosenquote zunächst hoch. Erst im Laufe des Jahres dürfte sie sinken und im Jahresdurchschnitt 5,8 Prozent betragen.

    Mehr Anstrengungen nötig, damit deutsche Wirtschaft nicht zurückfällt

    Die deutsche Wirtschaft profitiert derzeit von Impulsen aus der übrigen Welt. Den DIW-KonjunkturforscherInnen zufolge wäre es aber ein großer Fehler, sich darauf zu verlassen und auszuruhen. Zumal wichtige Modernisierungsvorhaben, beispielsweise bei der Digitalisierung, Verkehrsinfrastruktur, Bildung und beim Klimaschutz, andernorts schneller vorangebracht werden als hierzulande. Deutschland droht zurückzufallen; mehr und zügig realisierbare Zukunftsinvestitionen sind dringend gefragt. Zwar sind die öffentlichen Haushalte infolge der Krisenbekämpfungsmaßnahmen nicht mehr auf Rosen gebettet – so dürfte die Schuldenstandsquote in diesem Jahr auf 71 Prozent steigen. Dennoch gibt es Spielräume, zumal sich die Zinsen nach wie vor im negativen Bereich bewegen, der deutsche Fiskus an der Schuldenaufnahme also sogar noch verdient. Modellschätzungen des DIW Berlin zeigen, dass jeder zusätzliche Euro an öffentlichen Investitionen etwa 1,60 Euro zusätzliches Bruttoinlandsprodukt mit sich bringt. Das daraus resultierende zusätzliche Wachstum der deutschen Wirtschaft würde mittelfristig auch dazu beitragen, die öffentliche Verschuldung wieder zu reduzieren.

    Kurz gesagt

    „Der deutschen Wirtschaft steht ein schwieriges Jahr bevor: Die Corona-Pandemie nimmt vorerst kein Ende, wir sind auf direktem Weg in die dritte Welle. Die Politik hat Vertrauen verspielt und Glaubwürdigkeit verloren, weil sie zu zögerlich handelt und zuletzt deutlich von ihrem Kurs abgewichen ist. Trotz der Öffnungsbemühungen wird es wohl immer wieder zu erneuten Lockdowns kommen müssen, um nicht vollends die Kontrolle über das Pandemiegeschehen zu verlieren. Viele Unternehmen stehen schon jetzt vor dem Abgrund, die Eigenkapitalpuffer gehen vielerorts zu Neige. Wir brauchen dringender denn je einen überzeugenden Plan für einen Umgang mit der Pandemie, der Gesellschaft und Wirtschaft eine glaubwürdige Perspektive für die Zukunft eröffnet.“

    Marcel Fratzscher, DIW-Präsident

    „Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung haben sich gegenüber der Einschätzung aus dem Winter deutlich eingetrübt. Zwar profitiert die deutsche Industrie davon, dass Lieferketten anders als im ersten Lockdown nicht unterbrochen und deutsche Produkte im Ausland weiter gefragt sind. Die Dienstleistungsbereiche leiden allerdings erneut stark. Allen voran werden diese auch vom Stop-and-Go aus Lockerungen, aufflammendem Infektionsgeschehen und erneuten Schließungen getroffen. Die deutsche Wirtschaft profitiert derzeit massiv davon, dass es in anderen Ländern wie den USA und China besser läuft. Dort sind große Konjunkturpakete beschlossen, die mit umfangreichen Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Dies sollte auch Deutschland forcieren: Mehr und zügig realisierbare Zukunftsinvestitionen, etwa in Infrastruktur, Bildung und Klimaschutz, sind gefragt, um international den Anschluss nicht zu verlieren.“

    Claus Michelsen, DIW-Konjunkturchef

    „Der Arbeitsmarkt hat sich vom Einbruch des vergangenen Frühjahrs bisher kaum erholt. Ein großer Teil der weggefallenen Arbeit wurde zwar durch Kurzarbeit aufgefangen, dennoch ist und bleibt die Arbeitslosenquote im Vergleich zu den vergangenen Jahren hoch. Zusätzliches Ungemach könnte drohen, wenn die Zahl der Insolvenzen in diesem Jahr deutlich steigen sollte – das ist zwar nicht ausgemacht, käme aber nicht überraschend.“

    Simon Junker, Experte für die deutsche Konjunktur

    „Die Konjunkturdynamik in Europa unterscheidet sich deutlich von derjenigen anderer großer Volkswirtschaften. Der Euroraum wird durch das Infektionsgeschehen und entsprechende Lockdownmaßnahmen zunächst erneut in eine Rezession rutschen, während China und die USA den Aufschwung mit kräftigen Raten fortsetzen. In der Folge wird dies aber auch dem Wachstum exportorientierter Wirtschaftsräume Schwung verleihen.“

    Geraldine Dany-Knedlik, Expertin für die Weltwirtschaft

    Quelle: DIW Berlin

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Sowohl junge Menschen, die eine Ausbildung machen möchten, als auch Betriebe auf der Suche nach Fachkräftenachwuchs stellt die Pandemie vor erhebliche Herausforderungen. So fallen etwa viele Praktika weg, Ausbildungsmessen sind allenfalls virtuell möglich. Einen Überblick über Corona-taugliche Möglichkeiten der Berufsorientierung und Ausbildungsplatzsuche schafft die IHK-Organisation mit einer neuen digitalen Landkarte.

    DIHK, Mitteilung vom 18.03.2021

    Reduzierte Kontakte, ausgefallene Ausbildungsmessen, abgesagte Praktika – Berufsorientierung und Ausbildungsplatzsuche stehen während der Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen. Wie lässt es sich vermeiden, dass dadurch Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt zurückgehen? Wie können Betriebe und junge Menschen auch in diesen Zeiten zusammenfinden?

    Die Entwicklung des Ausbildungsmarktes wird auch weiterhin vom Pandemiegeschehen und von den Öffnungsperspektiven für betroffene Betriebe abhängen. Über Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildungssituation in dieser Situation haben sich Bund, Länder, DIHK und weitere Wirtschaftsverbände sowie Gewerkschaften bei einem Spitzentreffen der „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ am 17. März ausgetauscht.

    Die IHK-Organisation selbst setzt sich mit zahlreichen Angeboten dafür ein, dass Betriebe und Jugendliche auch jetzt die nötige Unterstützung bekommen – ob mit virtuellen Azubi-Speed-Datings, Virtual-Reality-Ausbildungsmessen oder Ausbildungsberatungen per Video-Chat.

    Berufliche Orientierung und Ausbildungsplatzsuche per Mausklick

    Über 200 digitale und 150 analoge Angebote der Industrie- und Handelskammern sind auf einer neuen digitalen Landkarte zur Berufsorientierung und Ausbildungsplatzsuche zu finden. Unter www.ihk.de/berufsorientierung finden Schülerinnen und Schüler, Ausbildungsplatzsuchende, Lehrkräfte, Eltern, Ausbildungsbetriebe und junge Menschen mit Zweifeln an ihrem Studium einen Überblick über die Angebote in den Regionen.

    Per Filtersuche kann der Suchradius beliebig erweitert werden. Die Seite gibt einen kurzen Überblick zu den jeweiligen Treffern und verlinkt zu weiteren Informationen direkt auf die Websites der einzelnen IHKs. Die Karte wird fortlaufend erweitert und aktualisiert.

    Über 200 Angebote digital verfügbar

    Die Industrie- und Handelskammern haben viele ihrer Präsenzangebote auf virtuelle Formate umgestellt, um trotz der aktuellen pandemiebedingten Einschränkungen Jugendliche zu unterstützen, die auf der Suche nach ihrem Wunschberuf oder einem Ausbildungsplatz sind. So können junge Menschen beispielsweise ihre Bewerbungsmappe online checken lassen oder digital testen, welcher Ausbildungsberuf zu ihnen passt. Lehrkräfte erhalten in Webinaren und anderen virtuellen Formaten wertvolle Tipps zum Thema Berufsorientierung in der Schule und können sich über ein Digitales Schwarzes Brett oder per Schul-App mit den Jugendlichen austauschen.

    Trotz Pandemie – gute Chancen für Bewerber

    Corona hat das Thema Fachkräftemangel in den Hintergrund gedrängt, aber nicht obsolet gemacht. Viele Ausbildungsbetriebe suchen auch aktuell weiterhin Fachkräftenachwuchs. Trotz Pandemie gibt es in vielen Berufen und Branchen gute Chancen mit einer beruflichen Aus- und Weiterbildung.

    Im Dossier finden Sie außerdem Tipps und Best Practices rund um die Ausbildung während der Corona-Pandemie.

    Quelle: DIHK

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Durch die Corona-Krise sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen in Deutschland bedroht. Das geht aus der neuesten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. Demnach waren es im Februar 18,7 Prozent, nach 17,6 Prozent im November 2020 und 21,8 Prozent im Mai 2020.

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 18.03.2021

    Durch die Corona-Krise sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen in Deutschland bedroht. Das geht aus der neuesten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. Demnach waren es im Februar 18,7 Prozent, nach 17,6 Prozent im November 2020 und 21,8 Prozent im Mai 2020. „Besonders gefährdet unter den großen Wirtschaftszweigen fühlte sich im Februar der Einzelhandel mit 34,5 Prozent der Firmen, vor den Dienstleistern mit 26,3 Prozent“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Unterdurchschnittlich bedroht sehen sich der Großhandel mit 12,8 Prozent der Unternehmen, die Industrie mit 7,5 Prozent und der Bau mit 3,6 Prozent. „Insbesondere Unternehmen mit Liquiditätsproblemen fürchten um ihre Zukunft “, ergänzt er.

    Die stärksten Existenzängste verspürt die Reisebranche mit 83,7 Prozent der Firmen, Hotels mit 82,3 Prozent sowie Restaurants und Gaststätten mit 72,3 Prozent. Es folgen die Vermietung von beweglichen Sachen mit 33,3 Prozent, die Getränkeherstellung mit 27,3 Prozent sowie Werbung und Marktforschung mit 24,4 Prozent.

    Vergleichsweise entspannt sind der Maschinenbau mit 5,6 Prozent, die Elektrobranche mit 4,4 Prozent, die Chemie mit 3,9 Prozent, die Autoindustrie mit 2,3 Prozent, die Rechts- und Steuerberater mit 1,2 Prozent und die Pharmabranche mit 0,9 Prozent.

    Quelle: ifo Institut

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • BMWi, Pressemitteilung vom 17.03.2021

    Für Unternehmen mit angeschlossener Gaststätte wird der Zugang zu den außerordentlichen Wirtschaftshilfen für den Monat November und Dezember verbessert und vereinfacht. Künftig ist der Gaststättenanteil unabhängig von den Umsätzen des restlichen Unternehmens antragsberechtigt. Hierauf hat sich die Bundesregierung in Abstimmung mit dem Freistaat Bayern verständigt. Dies betrifft etwa Brauereigaststätten, Vinotheken von Weingütern und Straußwirtschaften.

    „Das ist ein wichtiger Erfolg für die bayerischen Brauereigaststätten! Gemeinsam mit dem Bund haben wir diese Lösung auf den Weg gebracht. Dafür Dank an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier! Die Brauereigaststätten stehen für unser Lebensgefühl und prägen Bayerns Kulturlandschaft! Der jetzt erleichterte Zugang zur November- und Dezemberhilfe wird ihnen helfen, die schwere Belastung durch die Corona-Pandemie zu lindern.“

    Ministerpräsident Söder

    „Wir haben uns in der Bundesregierung darauf verständigt, die November- und Dezemberhilfe weiter zu verbessern und zu vereinfachen. Künftig sind Brauereigaststätten, Vinotheken von Weingütern und Straußwirtschaften antragsberechtigt. Das ist ein wichtiges Signal, da viele Brauereigaststätten oder Vinotheken weiter stark unter den aktuellen Corona-Beschränkungen leiden.“

    Bundeswirtschaftsminister Altmaier

    Gaststätten, die an ein Unternehmen, wie beispielsweise an eine Brauerei angeschlossen sind, werden bei der Antragsberechtigung für die November- und Dezemberhilfe so behandelt, als handele es sich um eigenständige Unternehmen. Der Gaststättenteil ist unabhängig vom restlichen Unternehmen und damit ebenso wie andere Gaststätten antragsberechtigt. Diese erweiterte Antragsberechtigung greift für die November- und Dezemberhilfe und wird entsprechend angepasst.

    Die Antragstellung für die November- und Dezemberhilfe ist bis zum 30.04.2021 möglich.

    Mit der November- und Dezemberhilfe können Unternehmen Zuschüsse in Höhe von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vorjahreszeitraum erhalten.

    Quelle: BMWi

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Die wirtschaftliche Lage präsentiert sich lt. BMWi bis März zweigeteilt: Während die Dienstleistungsbereiche nach wie vor durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eingeschränkt sind, zeigt sich die Industriekonjunktur bis zuletzt robust.

    BMWi, Pressemitteilung vom 16.03.2021

    • Die Wirtschaftsleistung ist im Jahresschlussquartal 2020 aufgrund der Einschränkungen im Zuge der zweiten Pandemiewelle nur leicht gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt erhöht sich um 0,3 Prozent Im Gesamtjahr 2020 ist die Wirtschaftsleistung um 4,9 Prozent zurückgegangen.
    • Die Industrieproduktion hat im Januar nur leicht abgenommen, besonders die Kfz-Produktion war von Engpässen bei Halbleitern betroffen. Im Baugewerbe kam es auch witterungsbedingt zu einem deutlichen Rückgang. Die Auftragseingänge des Verarbeitenden Gewerbes liegen weiterhin deutlich über dem Vorkrisenniveau.
    • Die anhaltenden Beschränkungen belasteten den Einzelhandel auch zu Jahresbeginn, nachdem zuvor schon das Weihnachtsgeschäft stark beeinträchtigt worden war. Die Umsätze ohne Kfz gingen deutlich zurück, weil der stationäre Handel besonders unter den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung litt. Der Internet- und Versandhandel hingegen konnte nach wie vor gegenüber dem Vorjahr merklich zulegen.
    • Der Arbeitsmarkt hält weiter stand. Die Erwerbstätigkeit nahm im Januar um saisonale Effekte bereinigt zu. Die Arbeitslosigkeit stieg saisonbereinigt im Februar nur leicht an, während es bei der Unterbeschäftigung zu einem leichten Rückgang kam. Die Anzeigen für Kurzarbeit waren im Februar rückläufig, die Zahl der Menschen in Kurzarbeit könnte aber zunächst noch etwas zunehmen.

    Wirtschaftliche Entwicklung zweitgeteilt: eingeschränkten Dienstleistungsbereichen steht solide Industrie gegenüber

    Die wirtschaftliche Lage präsentiert sich bis März zweigeteilt: Während die Dienstleistungsbereiche nach wie vor durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eingeschränkt sind, zeigt sich die Industriekonjunktur bis zuletzt robust. Zwar ist der industrielle Ausstoß im Januar um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Allerdings stellt sich dieser Rückgang vor dem Hintergrund eines sehr kräftigen Anstiegs im Dezember eher als Verschnaufpause dar. Die wirtschaftliche Aktivität in den Dienstleistungsbereichen ist derweil von den Lockdown-Maßnahmen geprägt, wenngleich auch hier zuletzt etwas mehr Zuversicht zu beobachten war. Generell sind im Rahmen der voranschreitenden Impfungen die Hoffnungen auf ein baldiges Zurückfahren der Beschränkungen groß. Die weitere Entwicklung der Wirtschaft hängt nun maßgeblich davon ab, wie nachhaltig das Infektionsgeschehen kontrolliert werden kann und wie schnell damit weitere Lockerungen möglich werden. Allerdings steht fest, dass ohne eine anhaltende Eindämmung der Corona-Pandemie auch keine „normale“ wirtschaftliche Aktivität möglich sein wird.

    Im Rückblick hat die konjunkturelle Erholung des zweiten Halbjahrs 2020 im Schlussquartal 2020 durch eine zweite Pandemiewelle und den daraufhin vorgenommenen Maßnahmen zur Eindämmung deutlich an Schwung verloren. Gemäß der Detailmeldung vom 24.02.2021 des Statistischen Bundesamts kam es im vierten Quartal 2020 zu einem Wirtschaftswachstum um 0,3 Prozent, was damit höher ausgefallen ist als vielerorts erwartet. Dennoch ist nach dem Anstieg im dritten Quartal um 8,5 Prozent der dämpfende Effekt der angeordneten Schließungen unverkennbar. Erwartungsgemäß war hierbei vor allem der private Konsum betroffen, der besonders stark auf soziale Kontakte angewiesen ist. Dieser Zustand im Dienstleistungsbereich hält nach wie vor an und prägt somit auch die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Vierteljahr 2021. Im Gegensatz dazu zeigt sich der deutsche Außenhandel und die damit eng verbundene Industriekonjunktur robust. Trotz der Belastungen im Dienstleistungsbereich präsentiert sich der Arbeitsmarkt daher auch weiterhin stabil: Die Erwerbstätigkeit nahm zuletzt wieder leicht zu, während die Kurzarbeit nahezu unverändert blieb.

    Weltkonjunktur weiter auf Erholkurs

    Die Weltkonjunktur erholt sich weiter, steht allerdings immer noch im Schatten der Pandemie. Die globale Industrieproduktion nahm im Dezember zum achten Mal in Folge gegenüber dem Vormonat zu (+1,3 Prozent). Damit überstieg der weltweite industrielle Ausstoß sein Vorkrisenniveau. Der Welthandel expandierte im Dezember ebenfalls weiter (+0,6 Prozent) und überschritt auch erneut sein Vorkrisenniveau. Die Stimmungsindikatoren sprechen für eine leichte Erholung der Weltwirtschaft. Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex von J. P. Morgan/IHS Markit erhöhte sich im Februar auf 53,2 Punkte (Dezember: 52,3 Punkte) und hält sich damit unverändert oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Insbesondere die Stimmung bei den Dienstleistern machte einen deutlichen Sprung nach oben, liegt aber immer noch hinter den Erwartungen in der Industrie. Nach wie vor dürfte hierfür ursächlich sein, dass von den Maßnahmen der Pandemiebekämpfung primär die Dienstleistungsbranchen betroffen sind. Ein Grund für die zuversichtlichere Stimmung dürften die weltweiten Impfkampagnen sein.

    Ausfuhren im Plus, Rückgang bei den Importen

    Der deutsche Außenhandel zieht nach einer Verschnaufpause im Vormonat wieder an. Der Wert der Waren- und Dienstleistungsexporte stieg im Januar saisonbereinigt und nominal um 0,3 Prozent. Damit ergab sich im Zweimonatsvergleich ein ähnlich starker Zuwachs um 0,4 Prozent. Die Einfuhren gingen im Januar gegenüber dem Vormonat um 2,7 Prozent zurück. Im Zweimonatsvergleich kam es zu einer Seitwärtsbewegung (-0,1 Prozent).

    Auch auf nationaler Ebene spiegeln sich die Beschränkungen aufgrund der Pandemiebekämpfung kaum in den Frühindikatoren zur Außenwirtschaft wider, die von der Industrie dominiert wird. Der Saldo der ifo Exporterwartungen für das Verarbeitende Gewerbe stieg im Februar erneut kräftig an und notierte deutlich über Vorkrisenniveau. Auch die Auftragseingänge aus dem Ausland nahmen im Januar kräftig zu (+4,2 Prozent), und machten damit den Dämpfer im Dezember mehr als wett (3,1 Prozent). Die Aussichten für den deutschen Außenhandel hellen sich weiter auf und sind angesichts der Erholung wichtiger Handelspartner (Vereinigte Staaten und China) vorsichtig optimistisch.

    Leichter Produktionsrückgang bei der Industrie

    Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Januar zurückgegangen. Der Ausstoß sank um 2,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Industrie verzeichnete dabei nur einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent, wobei der Maschinenbau für positive Impulse sorgte, die Kfz-Produktion hingegen aufgrund von Engpässen im Halbleiterbereich stark zurückging (-12,1 Prozent). Die Erzeugung im Baugewerbe verringerte sich auch witterungsbedingt deutlich um 12,2 Prozent. Zudem wurde das Ergebnis für Dezember um 8,6 Prozentpunkte auf +5,4 Prozent deutlich nach oben revidiert.

    Im Zweimonatsvergleich Januar/Dezember gegenüber November/Oktober ergeben sich insgesamt leicht positive Raten: Der Ausstoß im Produzierenden Gewerbe stieg um 1,4 Prozent, in der Industrie um 2,1 Prozent und im Bau um 0,2 Prozent.

    Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nahmen im Januar wieder zu und lagen insgesamt 1,4 Prozent über dem Vormonat. Damit überschritten sie ihr Niveau vor Ausbruch der Pandemie im vierten Quartal 2019 nach wie vor deutlich um knapp 6 Prozent. Triebkraft des Anstiegs war eine Zunahme der Auslandsnachfrage um 4,2 Prozent. Die Aufträge aus dem Inland sanken hingegen um 2,6 Prozent. Während es bei Investitions- und Vorleistungsgütern zu Zuwächsen um 3,3 Prozent bzw. 0,2 Prozent kam, wurde bei Konsumgütern (insbesondere Bekleidung) ein Rückgang um 5,8 Prozent verzeichnet. Bereinigt um Großaufträge nahmen die Auftragseingänge um 2,8 Prozent zu. Im Zweimonatsvergleich gingen die Ordereingänge nur marginal zurück (-0,2 Prozent).

    Der weitere Ausblick für die Industriekonjunktur ist abhängig vom Verlauf des Pandemiegeschehens. Der Anstieg der Auftragseingänge und des ifo Geschäftsklimaindikators im Februar 2021 signalisieren jedoch Zuversicht für die weitere Entwicklung.

    Anhaltende Einschränkungen belasten den Handel

    Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz haben zu Jahresbeginn weiter spürbar abgenommen. Im Januar sind die Umsätze gegenüber dem Vormonat um 4,5 Prozent zurückgegangen, nachdem die Verschärfung der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bereits zuvor schon das Weihnachtsgeschäft stark beeinträchtigte (Dezember: -9,1 Prozent). Die Entwicklung in den einzelnen Bereichen des Einzelhandels verlief dabei unterschiedlich. Besonders betroffen von der Schließung vieler Einzelhandelsgeschäfte war der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, während der Internet- und Versandhandel nach wie vor deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnete. Der Handel einschließlich Kfz nahm im Dezember um 4,4 Prozent gegenüber dem Vormonat ab, nach Zuwächsen von 1,0 Prozent bzw. 1,3 Prozent im November und Oktober. Die Neuzulassungen von Pkw durch private Halter erholten sich im Februar wieder etwas und legten um 5,1 Prozent zu. Nach dem Auslaufen der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze zu Jahresbeginn war es im Januar zu einem kräftigen Minus von 50,9 Prozent gekommen (Dezember und November: +15,1 Prozent bzw. +12,3Prozent).

    Die ifo Geschäftserwartungen im Einzelhandel haben sich im Februar etwas vom massiven Einbruch im Januar erholt. Beim GfK Konsumklima wird angesichts der angelaufenen Impfungen und der Hoffnung auf Lockerungen für März ebenfalls eine leichte Erholung erwartet. Beide Frühindikatoren befinden sich aber weiterhin auf niedrigem Niveau.

    Das Verbraucherpreisniveau hat sich im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent erhöht, nach einem Plus um 0,8 Prozent im Januar. Die Inflationsrate, die Preisniveauentwicklung gegenüber dem Vorjahr, lag im in den beiden Monaten bei 1,3 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent, während sie im zweiten Halbjahr 2020 aufgrund der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze fast durchgehend im negativen Bereich gelegen hatte. Weitere Gründe für den sprunghaften Anstieg der Inflationsrate zu Beginn des Jahres sind die Erholung der Import- und Rohstoffpreise sowie die Einführung der CO2-Bepreisung. Nach Auslaufen dieser Sondereffekte dürfte sich Auftrieb des Verbraucherpreisniveaus wieder abschwächen. Eine nachhaltige Erhöhung der Teuerungsrate ist nicht zu erwarten. Die Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) lag im Februar unverändert bei +1,4 Prozent (Dezember: +0,4 Prozent).

    Arbeitsmarkt hält weiter Stand

    Der Arbeitsmarkt erweist sich weiterhin als widerstandsfähig. Die Arbeitslosigkeit stieg im Februar saisonbereinigt nur leicht um saisonbereinigt 9.000 Personen an, während es bei der Unterbeschäftigung zu einem leichten Rückgang kam. Infolge der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zeichnet sich jedoch bei der Kurzarbeit ein weiterer leichter Anstieg ab. Die Erwerbstätigkeit erhöhte sich im Januar saisonbereinigt erneut leicht um 16.000 Personen, die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb jedoch zurückhaltend. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg im Dezember saisonbereinigt kräftig um 64.000 Personen an. In Kurzarbeit waren im Dezember laut Hochrechnung erneut etwas mehr Personen (2,4 Millionen), die Anzeigen für Kurzarbeit waren aber rückläufig (rund 500.000 im Februar nach 745.000 im Januar). Dies deutet darauf hin, dass die Kurzarbeit im derzeitigen Lockdown noch etwas zunehmen könnte, aber deutlich unter ihrem Niveau vom Frühjahr des vergangenen Jahres bleiben sollte. Die registrierte Arbeitslosigkeit erhöhte sich nach den Ursprungszahlen leicht auf 2,90 Millionen Personen. Der Vorjahresabstand betrug +509.000 Personen. Die umfragebasierten Frühindikatoren von IAB und ifo entwickelten sich im Februar unterschiedlich. Während sich die Beschäftigungssituation in der Industrie entspannte, zeigen sich die Dienstleister pessimistisch. Insbesondere im Einzelhandel führen die anhaltenden Schließungen zu einer Abnahme der Beschäftigung.

    Quelle: BMWi

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen in der aktuellen Märzumfrage 2021 erneut an und liegen mit 76,6 Punkten um 5,4 Punkte höher als im Februar. Seit Dezember 2020 sind sie damit um mehr als 20 Punkte gestiegen. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verbessert sich lt. ZEW ebenfalls im Vergleich zum Vormonat.

    ZEW, Pressemitteilung vom 16.03.2021

    Der ZEW-Indikator liegt bei 76,6 Punkten

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen in der aktuellen Märzumfrage 2021 erneut an und liegen mit 76,6 Punkten um 5,4 Punkte höher als im Februar. Seit Dezember 2020 sind sie damit um mehr als 20 Punkte gestiegen. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verbessert sich ebenfalls im Vergleich zum Vormonat. Der Lageindikator beträgt im März minus 61,0 Punkte. Das ist eine Verbesserung um 6,2 Punkte gegenüber Februar. Seit Dezember 2020 hat sich die Lageeinschätzung mit einem Anstieg um 5,5 Punkte nur geringfügig verbessert.

    „Der Konjunkturoptimismus steigt weiter. Die Finanzmarktexpertinnen und Finanzmarktexperten gehen von einer breit angelegten Erholung der deutschen Wirtschaft aus. Sie rechnen damit, dass bis Herbst mindestens 70 Prozent der deutschen Bevölkerung ein Impfangebot erhalten werden. Eine große Mehrheit erwartet allerdings auch eine weiter zunehmende Inflationsrate sowie höhere langfristige Zinsen“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D., die aktuellen Erwartungen.

    Die Erwartungen der Finanzmarktexperten und Finanzmarktexpertinnen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen im März ebenfalls erneut an. Sie liegen mit 74,0 Punkten um 4,4 Punkte über dem Wert vom Februar. Seit Dezember 2020 sind sie um knapp 20 Punkte gestiegen.

    Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet steigt um 4,8 Punkte auf einen neuen Wert von minus 69,8 Punkten. Seit Dezember 2020 verbesserte sich die Lageeinschätzung jedoch lediglich um knapp sechs Punkte.

    Die Inflationserwartungen für das Eurogebiet steigen um 8,8 Punkte auf einen neuen Stand von 80,6 Punkten. Der Inflationsindikator für Deutschland legt im März um 7,5 Punkte zu und liegt damit bei 81,0 Punkten. Jeweils mehr als 80 Prozent der Expertinnen und Experten rechnen mit einem Anstieg der Inflationsrate im Eurogebiet und in Deutschland auf Sicht von sechs Monaten.

    Quelle: ZEW

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Zahl der Insolvenzen geht es in der Antwort der Bundesregierung (19/27225) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Nach Ansicht der Fragesteller haben die Maßnahmen der Bundesregierung das Problem der drohenden Insolvenzen nicht verhindert, sondern nur vertagt.

    Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 15.03.2021

    Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Zahl der Insolvenzen geht es in der Antwort der Bundesregierung (19/27225) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/26756). Nach Ansicht der Fragesteller haben die Maßnahmen der Bundesregierung das Problem der drohenden Insolvenzen nicht verhindert, sondern lediglich vertagt.

    Wie die Bundesregierung auf der Basis von Daten des Statistischen Bundesamts schreibt, wurden im Zeitraum von Januar bis November 2020 14.621 Unternehmensinsolvenzen beantragt. 171.556 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer seien von diesen Insolvenzen im Zeitraum Januar bis November 2020 direkt betroffen. Es werde nicht erhoben, wie viele Insolvenzen auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sind. Für Januar 2021 habe das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass die vorläufige Zahl der eröffneten Regelinsolvenzen im Vormonatsvergleich um fünf Prozent gesunken sei und um 34 Prozent niedriger als im Januar 2020 gelegen habe.

    Quelle: Deutscher Bundestag, hib-Nr. 333/2021

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Unternehmen, bei denen bereits zu Beginn eines Übergabeprozesses geplant ist, dass ein Familienmitglied die Nachfolge antreten soll, sind deutlich seltener von einer Stilllegung betroffen, als Unternehmen, die einen Verkauf anstreben. Zu diesem Ergebnis kommt das IfM Bonn.

    IfM Bonn, Pressemitteilung vom 15.03.2021

    IfM Bonn untersuchte erstmals für Deutschland Stilllegungen von Unternehmen im Vorfeld geplanter Übergaben

    Unternehmen, bei denen bereits zu Beginn eines Übergabeprozesses geplant ist, dass ein Familienmitglied die Nachfolge antreten soll, sind deutlich seltener von einer Stilllegung betroffen, als Unternehmen, die einen Verkauf anstreben. Zu diesem Ergebnis kommt ein Projektteam des IfM Bonn, dass erstmals für Deutschland untersucht hat, wie viele Unternehmen im Zuge des Übergabeprozesses stillgelegt werden und welche Faktoren dazu beitragen.

    Insgesamt betrachtet blieben rund drei Viertel der insgesamt gut 90.000 Betriebe, deren Übergabe im Beobachtungszeitraum geplant war, am Markt bestehen. Diejenigen Unternehmen, die im geplanten Übergabezeitraum stillgelegt wurden, waren eher klein und wiesen überwiegend eine mangelhafte Ertragslage, eine geringere Exportorientierung und/oder eine geringere Investitionsneigung vor der geplanten Übergabe auf.

    Weniger wirtschaftlich attraktive Unternehmen haben demnach offenbar größere Schwierigkeiten, übergeben zu werden. Genau aus diesem Grund berücksichtigen die IfM-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler bei ihren regelmäßigen Schätzungen, wie viele Übergaben in den kommenden fünf Jahren zu erwarten sind, auch nur diejenigen Unternehmen, bei denen aufgrund des Mindestertragswerts eine Übernahme für potenzielle Nachfolger und Nachfolgerinnen ökonomisch sinnvoll ist. Für den vergangenen Fünf-Jahres-Zeitraum hatten sie geschätzt, dass zwischen 2018 und 2022 insgesamt in rund 150.000 Familienunternehmen Übergaben anstehen, von denen rund 2,4 Millionen Beschäftigte betroffen sind. Eine neue Fünfjahresschätzung werden die IfM-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im kommenden Jahr vorlegen.

    “Noch immer wird eine Unternehmensstilllegung im Zuge des Übergabeprozesses als Scheitern verstanden. Dabei handelt es sich um eine ökonomisch-rationale unternehmerische Entscheidung, die nach Abwägung von Erfolgsaussichten und der Kosten, die mit der Übergabe verbunden sind, getroffen wird – auch wenn sie natürlich von den Familienunternehmern und -unternehmerinnen nicht präferiert wird“, berichtet Projektleiterin Dr. Nadine Schlömer-Laufen. Sie empfiehlt daher jedem Unternehmenseigentümer und jeder Eigentümerin, sich nicht nur frühzeitig mit dem Zeitpunkt des eigenen Rückzugs zu beschäftigen, sondern sich auch ein realistisches Bild vom Unternehmenszustand zu machen.“ Angesichts des zeitlichen und finanziellen Aufwands einer vergeblichen Nachfolgersuche und einer anschließenden Stilllegung ist eine realistische Einschätzung der Bedingungen zentral, unter denen eine Fortführung des Betriebs möglich erscheint.“, erläutert die IfM-Projektleiterin.

    Die Studien „Herausforderungen der Unternehmensübergabe: Unternehmen zwischen Fortführung und Stilllegung“ und “Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2018 bis 2022“ sind auf der Homepage des Instituts für Mittelstandsforschung (www.ifm-bonn.org) abrufbar.

    Quelle: IfM Bonn

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland hat sich aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 stark verändert. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März 2021 mitteilt, gingen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland nach den Konzepten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 % in jeweiligen Preisen und um 5,0 % preisbereinigt zurück.

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.03.2021

    Stärkster Rückgang der Konsumausgaben der privaten Haushalte seit 1970

    Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland hat sich aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 stark verändert. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März 2021 mitteilt, gingen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland nach den Konzepten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 % in jeweiligen Preisen und um 5,0 % preisbereinigt zurück. Dies war der stärkste Rückgang seit 1970. Diese Entwicklung unterscheidet sich von der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009, als der private Konsum weniger beeinträchtigt war und dadurch eine stabilisierende Wirkung auf die deutsche Volkswirtschaft hatte.

    Mehrausgaben der privaten Haushalte für Nahrungsmittel, Einbruch bei Gastronomie und Beherbergung

    Entgegen dem allgemeinen Rückgang der privaten Konsumausgaben haben die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 für Nahrungsmittel und Getränke 6,3 % mehr ausgegeben (in jeweiligen Preisen). Die Ursachen dafür dürften sein, dass mehr von zuhause gearbeitet, auf Vorrat gekauft und durch den Lockdown im Gastgewerbe weniger auswärts gegessen wurde. Das Gastgewerbe hat der Lockdown besonders getroffen: Die Konsumausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen fielen um 33,2 %.

    Hohe Nachfrage nach Kraftfahrzeugen im 2. Halbjahr 2020

    Im Jahr 2020 nahmen die Konsumausgaben für Verkehr um 11,7 % ab. Dabei ließen sich zwei unterschiedliche Tendenzen beobachten: Während die Ausgaben für Verkehrsdienstleistungen in den Bereichen Flug-, Bahn- und Busreisen im Jahresverlauf weiter zurückgingen (1. Halbjahr -28,6 %; 2. Halbjahr -38,6 %), stieg die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen – nach einem Rückgang im 1. Halbjahr 2020 um 20,0 % – im 2. Halbjahr um 9,9 %. Ein Grund für den Anstieg war vermutlich auch die Mehrwertsteuersatzsenkung im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung.

    Die Ersparnis der privaten Haushalte beim Kauf eines Kraftfahrzeugs variierte neben der Innovationsprämie für Elektro- oder Hybridelektrofahrzeuge aufgrund der Mehrwertsteuersatzsenkung im 2. Halbjahr 2020 mit der Höhe des Kaufpreises. Die Ausgaben für Kraftfahrzeuge stiegen allerdings weniger stark an als in der Finanz- und Wirtschaftskrise: Von März bis September 2009 hatte die Bundesregierung die Umweltprämie („Abwrackprämie“) in Höhe von 2 500 Euro aufgelegt, um die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen zu fördern. In der Folge stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte für Kraftfahrzeuge in den ersten drei Quartalen 2009 um 26,1 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum im Vorjahr. Der damalige Anstieg in den ersten drei Quartalen 2009 war also mehr als doppelt so stark wie im 2. Halbjahr 2020.

    Geringere Nachfrage nach Dienstleistungen und kurzlebigen Gebrauchsgütern

    Während 2009 hauptsächlich die Automobilhersteller und die Zulieferunternehmen von der Umweltprämie profitierten, stieg im 2. Halbjahr 2020 im Rahmen der Mehrwertsteuersatzsenkung die Nachfrage nach langlebigen Gebrauchsgütern anderer Branchen. Beispielsweise zeigte sich auch in den Konsumausgaben der privaten Haushalte für Einrichtungsgegenstände sowie Apparate, Geräte und Ausrüstungen für den Haushalt (zum Beispiel Möbel, elektrische Haushaltsgeräte) ein sprunghafter Anstieg im 2. Halbjahr 2020 (1. Halbjahr +1,7 %; 2. Halbjahr: +6,9 %). Branchenübergreifend gingen die Konsumausgaben für langlebige Güter im 1. Halbjahr um 8,5 % zurück, im 2. Halbjahr stiegen sie um 7,8 %. Auf die Käufe kurzlebiger Gebrauchsgüter (zum Beispiel Bekleidung und Schuhe) hatte die Mehrwertsteuersatzsenkung hingegen keinen durchschlagenden Effekt. Diese Käufe waren im 2. Halbjahr weiterhin rückläufig, wenngleich auch nicht so negativ wie im 1. Halbjahr 2020. Für Dienstleistungen gaben die privaten Haushalte in den beiden Halbjahren 2020 in einem vergleichbaren Umfang weniger Geld aus.

    Quelle: Statistisches Bundesamt

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!
  • Die Unternehmen in der Industrie haben im Corona-Jahr 2020 weniger für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das geht aus einer neuen Umfrage des ifo Instituts hervor. Demnach sank der Anteil auf 3,2 Prozent vom Umsatz, verglichen mit 3,5 Prozent im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 11.03.2021

    Die Unternehmen in der Industrie haben im Corona-Jahr 2020 weniger für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das geht aus einer neuen Umfrage des ifo Instituts hervor. Demnach sank der Anteil auf 3,2 Prozent vom Umsatz, verglichen mit 3,5 Prozent im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Insbesondere in der Autobranche sank der Anteil von 6,9 auf 4,8 Prozent. Selbst die Pharmabranche kürzte die Forschungsausgaben, von 7,2 auf 7,0 Prozent vom Umsatz. „Verstärkt wurde der Rückgang dadurch, dass gleichzeitig der Umsatz in vielen Branchen sank“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Umfragen beim ifo Institut. „Dennoch setzten viele Unternehmen auch während der Krise auf Forschung und Entwicklung.“

    „Es gibt einen Lichtblick: Der Anteil der Firmen, die angeben Forschung und Entwicklung zu betreiben, ist immerhin von 65,8, auf 68,6 Prozent aller Unternehmen gestiegen“, fügt Wohlrabe hinzu. Allerdings ist der Anteil der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung zurückgegangen. Über alle Branchen hinweg rutschte er ab von 4,9 Prozent im Schnitt der Jahre 2016 bis 2019 auf 4,2 Prozent im vergangenen Jahr. Spitzenreiter ist hier die Pharmabranche mit 12,8 Prozent 2020, allerdings nach 15,1 Prozent im Schnitt der Vorjahre.

    Die Gesamtzahlen verbergen große Unterschiede im Niveau und im Trend der einzelnen Branchen. So legte in der Chemie der Umsatzanteil der Forschung zu, von 4,0 auf 4,7 Prozent, im Textilgewerbe von 2,1 auf 4,8 Prozent. Im Maschinenbau sank er dagegen von 4,2 auf 4,1 Prozent.

    Quelle: ifo Institut

    Powered by WPeMatico

    ... weiterlesen!