Wirtschaft

  • Die digitale Transformation hält Wirtschaft, Politik und Gesellschaft weiter auf Trab. Doch wie gut gelingt es den Bundesländern mit dieser rasanten Entwicklung Schritt zu halten? Eine Bestandsaufnahme zur Digitalisierung in Baden-Württemberg zeigt, dass das Land seit der Verabschiedung seiner Digitalisierungsstrategie digital@bw im Jahr 2017 große Fortschritte gemacht hat. Die Corona-Pandemie hat diesen Wandlungsprozess noch erheblich beschleunigt, zugleich aber auch bestehende Defizite offengelegt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des ZEW.

    ZEW, Pressemitteilung vom 17.06.2021

    Die digitale Transformation hält Wirtschaft, Politik und Gesellschaft weiter auf Trab. Doch wie gut gelingt es den Bundesländern mit dieser rasanten Entwicklung Schritt zu halten? Eine Bestandsaufnahme zur Digitalisierung in Baden-Württemberg zeigt, dass das Land seit der Verabschiedung seiner Digitalisierungsstrategie digital@bw im Jahr 2017 große Fortschritte gemacht hat. Die Corona-Pandemie hat diesen Wandlungsprozess noch erheblich beschleunigt, zugleich aber auch bestehende Defizite offengelegt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Metastudie, die das ZEW Mannheim im Auftrag des Landes erstellt hat.

    Die Sofortmaßnahmen und Lockdowns durch Corona hatten gravierende Auswirkungen für Wirtschaft und Gesellschaft. So haben viele Unternehmen in die Digitalisierung investiert, um ihren Mitarbeitern Homeoffice und mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Umsatzeinbußen haben aber auch zu geringeren finanziellen Ressourcen geführt, sodass in manchen Unternehmen Innovationsaktivitäten heruntergefahren wurden. „Auch wenn die Offenheit für digitale Lösungen, quasi durch Corona erzwungen, zugenommen hat, werden die Potenziale insbesondere in den Bereichen Arbeit, Schule und Gesundheit noch immer nicht voll ausgeschöpft. Aber auch die Wirtschaft und insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bedürfen weiterer Schritte bei der Digitalisierung“, sagt Prof. Dr. Irene Bertschek, Leiterin des Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“ am ZEW Mannheim und Mit-Autorin der Metastudie. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist hierfür die zentrale Voraussetzung.

    Auf Grundlage zahlreicher gesichteter Studien und Daten kommen die ZEW-Wissenschaftler/innen zu dem Schluss, dass Baden-Württemberg seit der ersten Bestandaufnahme zum Stand der Digitalisierung im Jahr 2017 deutliche Fortschritte beim Ausbau der digitalen Infrastruktur gemacht hat. So ist eine flächendeckende Minimalversorgung mit DSL fast im ganzen Bundesland erreicht. Bei Bandbreiten über 50Mbit/s hat vor allem der ländliche Raum, wo ein Großteil der Unternehmen ansässig ist, aber noch Aufholbedarf. Gleiches gilt übrigens auch für Gigabit-Anschlüsse, die sich bisher auf die Städte konzentrieren. Beim Mobilfunk ist die LTE-Infrastruktur bis auf Lücken im ländlichen Raum gut ausgebaut. Die Schaffung der Infrastruktur für 5G als der nächsten Generation des Mobilfunkstandards ist im Gang.

    Neben der Infrastruktur gewinnt auch die Cybersicherheit aufgrund der zunehmenden digitalen Vernetzung aller Lebensbereiche immer mehr an Bedeutung. Die Gefahr digitaler Angriffe wächst. Das kann zu einer übermäßigen Ablehnung technischer Innovation ebenso führen wie zu erheblichen finanziellen Schäden bei Privatpersonen und Unternehmen. „Maßnahmen von Seiten des Landes zur Erhöhung der Cybersicherheit, wie die neu gegründete Cybersicherheitsagentur, sind daher von großer Bedeutung, um auch in Zukunft einen möglichst reibungslosen digitalen Transformationsprozess zu garantieren“, erklärt Bertschek.

    Die intensive Förderung von Zukunftstechnologien wie der Künstlichen Intelligenz (KI) und der Quantentechnologie sind essenziell im Hinblick auf die künftige Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Landes. So hat das Cyber Valley, ein europaweit einmaliges Forschungszentrum für KI und intelligente Systeme, das Grundlagenforschung mit dem Transfer in die Anwendung verbindet, mittlerweile überregionalen und internationalen Vorbildcharakter als KI-Ökosystem. „Die Verbindung der Digitalisierung mit Anwendungsfeldern wie der Gesundheit schafft neue Potenziale und weitet zudem den früheren Fokus des Landes als Standort der klassischen Branchen Automobilbau und Maschinenbau auf weitere Zukunftsfelder aus. Positiv zu bewerten ist außerdem, dass die Digitalisierung mit ökologischen Nachhaltigkeitszielen verbunden und durch Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen flankiert wird“, sagt Bertschek.

    Bei dem Bestreben, die digitale Transformation weiter voranzutreiben, muss das Land, so die Empfehlung der Autoren/-innen der Metastudie, stets die nationale sowie europäische Anschlussfähigkeit im Blick behalten. Zudem sollte der Erfolg einzelner Maßnahmen regelmäßig evaluiert und gegebenenfalls anschließende Anpassungen oder Nachsteuerungen vorgenommen werden. „Digitalisierung ist ein kontinuierlicher Prozess, der durch das Aufkommen neuer Technologien und die Veränderung von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen getrieben wird. Daher sind kontinuierliche Anpassungen und gegebenenfalls Neuausrichtungen unabdingbar, um die erreichte gute Position nicht zu verlieren“, fasst Bertschek zusammen.

    Für die Metastudie „Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in Baden-Württemberg“ wurde eine Vielzahl an Studien zur Digitalisierung in Baden-Württemberg seit 2017 gesichtet und ihre Ergebnisse zusammengetragen. Schwerpunkte der Betrachtung waren die Themen Bildung und Weiterbildung, E-Government/digitale Kommune, Gesundheitswesen/Medizin, Mobilität sowie Wirtschaft. Betrachtet wurden aber auch Querschnittsthemen wie Forschung, Entwicklung und Innovation, Digitale Infrastruktur inklusive Mobilfunknetz, Digitalisierung als Chance für Nachhaltigkeit sowie Cybersicherheit. Einbezogen wurden zudem in jüngster Vergangenheit neu hinzugekommene Themen wie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Digitalisierung, Big Data, KI, Cloud Computing und Edge Computing sowie Blockchain.

    Quelle: ZEW

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  • Das RWI erhöht seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr leicht auf 3,7 Prozent. Für das kommende Jahr geht es von einem Plus von 4,7 Prozent aus.

    RWI, Pressemitteilung vom 17.06.2021

    Das RWI erhöht seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr leicht auf 3,7 Prozent. Für das kommende Jahr geht es von einem Plus von 4,7 Prozent aus. Die Arbeitslosenquote dürfte dieses Jahr 5,8 Prozent und im kommenden Jahr 5,2 Prozent betragen. Die Inflation dürfte in diesem Jahr bei 2,5 Prozent liegen, im kommenden Jahr bei 1,9 Prozent. Die Defizite der öffentlichen Haushalte dürften in diesem Jahr und 2022 voraussichtlich 160 bzw. 68 Milliarden Euro betragen.

    Das Wichtigste in Kürze:

    • Das RWI erhöht seine Prognose des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für dieses Jahr gegenüber März dieses Jahres leicht von 3,6 auf 3,7 Prozent. Für 2022 erwartet es nun 4,7 statt 3 Prozent. Die Erholung von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie findet vor allem in diesem Jahr statt. Das BIP wird das Vorkrisenniveau voraussichtlich zum Ende dieses Jahres erreichen.
    • Insbesondere in den Dienstleistungsbereichen hat nach den Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen eine Erholung eingesetzt, die der Konjunktur Impulse geben dürfte. Hingegen ist zu erwarten, dass das Produzierende Gewerbe zunächst noch durch die zunehmenden Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten ausgebremst wird.
    • Der private Konsum war im ersten Quartal dieses Jahres durch die Verschärfung der Infektionsschutzmaßnahmen nochmals deutlich zurückgegangen. Hinzu kam, dass durch die Anhebung des Mehrwertsteuersatzes größere Anschaffungen von privaten Haushalten in das vergangene Jahr vorgezogen wurden. Mit den inzwischen gesunkenen Infektionszahlen und den sehr weitreichenden Lockerungen ist zu erwarten, dass die private Konsumnachfrage bereits im zweiten Quartal wieder deutlich steigt. Zum Jahreswechsel dürfte dann das Vorkrisenniveau überschritten werden.
    • Im ersten Halbjahr 2021 war die Erholung am Arbeitsmarkt noch längere Zeit durch die anhaltenden Infektionsschutzmaßnahmen ausgebremst. Um die Beschäftigten in den Betrieben zu halten wurde wieder vermehrt auf das Instrument der Kurzarbeit zurückgegriffen. Im weiteren Verlauf des Jahres dürfte die Zahl der Menschen in Kurzarbeit rasch zurückgehen und bereits im dritten Quartal das Vorkrisenniveau erreichen. Die Arbeitslosenquote dürfte im aktuellen Jahr leicht auf 5,8 Prozent sinken. 2022 dürfte sie dann deutlich auf 5,2 Prozent zurückgehen.
    • Die Verbraucherpreise sind seit Beginn dieses Jahres deutlich angestiegen und dürften zunächst hoch bleiben. Bedeutend für die Preisentwicklung im Prognosezeitraum dürfte vor allem sein, dass durch die Lieferengpässe bei einigen Rohstoffen und Vorprodukten die Preise dieser Güter zum Teil erheblich angestiegen sind. Das gilt insbesondere für die Großhandelspreise für Rohstoffe und Vorprodukte, wie z.B. Erze, Metalle sowie Roh- und Schnittholz. Diese Engpässe dürften nur allmählich beseitigt werden, der durch sie ausgelöste Preisdruck mit abnehmender Wirkung noch bis Ende des Jahres bestehen bleiben. Für dieses Jahr erwartet das RWI daher im Durchschnitt eine Inflationsrate von 2,5 Prozent. Im kommenden Jahr dürfte die Teuerung durchschnittlich 1,9 Prozent betragen.
    • Das Defizit der öffentlichen Haushalte dürfte 2021 rund 160 Milliarden Euro betragen. Einerseits sinken die Staatseinnahmen, unter anderem durch die teilweise Abschaffung des Solidaritätszuschlags und einen angepassten Einkommensteuer-Tarif. Andererseits steigen die Staatsausgaben kräftig an, vor allem durch umfangreiche Unternehmenshilfen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Sie dürften etwa 30 Milliarden Euro betragen. Im Jahr 2022 dürfte der Fehlbetrag der öffentlichen Haushalte auf knapp 68 Milliarden Euro zurückgehen. In Relation zum BIP liegen die Finanzierungssalden bei -4,5 bzw. -1,8 Prozent.

    Zur aktuellen Lage der deutschen Wirtschaft sagt RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt: „Die Konjunktur in Deutschland nimmt im Zuge der Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen wieder Fahrt auf. Hierfür ist derzeit vor allem die Erholung in den Dienstleistungsbereichen verantwortlich. Wirtschaftsleistung und privater Konsum dürften bis zum Jahresende das Vorkrisenniveau erreichen.“

    Quelle: RWI

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  • Das ifo Institut hat seine Konjunktur-Prognose für 2021 gekürzt. Es erwartet 3,3 Prozent Wachstum und damit 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im März. Dafür erhöhte es seine Vorhersage für das kommende Jahr um 1,1 Punkte auf 4,3 Prozent.

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 16.06.2021

    Das ifo Institut hat seine Konjunktur-Prognose für 2021 gekürzt. Es erwartet 3,3 Prozent Wachstum und damit 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im März. Dafür erhöhte es seine Vorhersage für das kommende Jahr um 1,1 Punkte auf 4,3 Prozent. „Kurzfristig dämpfend wirken vor allem die Engpässe bei der Lieferung von Vorprodukten“, erläutert Timo Wollmershäuser, der Leiter der ifo-Prognosen. „Die an sich kräftige Erholung, ausgelöst durch die Öffnungen, verschiebt sich etwas weiter nach hinten, als wir noch im Frühjahr erwartet hatten. Die Kosten der Corona-Krise für die Jahre 2020 bis 2022 belaufen sich auf 382 Milliarden Euro. Dabei wird angenommen, dass die deutsche Wirtschaft in der Zeit mit durchschnittlich 1,2 Prozent im Jahr gewachsen wäre.“

    Mit der kräftigen Erholung dürfte die Zahl der Kurzarbeiter, die noch 2,3 Millionen im Mai betrug, rasch sinken und kommendes Jahr ihr Vorkrisenniveau erreichen, das bei etwa 100.000 lag. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte etwas langsamer zurückgehen von 2,70 Millionen (5,9 Prozent) im vergangenen Jahr auf 2,65 (5,8 Prozent) in diesem und 2,40 Millionen (5,2 Prozent) im kommenden Jahr. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte leicht steigen, von 44,82 Millionen auf 44,86 in diesem Jahr und auf 45,42 im kommenden Jahr.

    Die Inflationsrate wird sich vorübergehend beschleunigen, von plus 0,6 Prozent im vergangenen Jahr auf plus 2,6 Prozent in diesem. Dazu tragen vor allem höhere Energiepreise und die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer bei. Danach flacht sich der Anstieg der Verbraucherpreise wieder ab auf plus 1,9 Prozent im Jahre 2022.

    Das Finanzierungsloch des Staates weitet sich im Wahljahr 2021 zunächst noch geringfügig aus auf 150,4 Milliarden Euro, von 149,2 im vergangenen Jahr. Im kommenden Jahr wird es voraussichtlich kräftig zurückgehen auf dann nur noch 49,6 Milliarden Euro. Das hängt aber ab vom Wahlergebnis.

    Der Außenhandel wird deutlich zulegen, plus 10,4 Prozent der Exporte in diesem Jahr nach minus 9,4 Prozent 2020; und sogar plus 11,4 Prozent der Importe nach minus 8,4 Prozent im Vorjahr. 2022 werden die Zuwächse kleiner, plus 5,6 Prozent der Exporte und plus 7,3 Prozent der Importe. Daher schrumpft der viel kritisierte Überschuss der deutschen Leistungsbilanz von 231 über 206 auf 184 Milliarden Euro. Das sind 7,0 und 5,8 sowie 4,9 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung. Damit wäre er erstmals seit Jahren unter der Marke von 6,0 Prozent, die die EU für kritisch hält.

    Quelle: ifo Institut

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  • Die Inflationsrate in Deutschland lag im Mai 2021 bei +2,5 %. Damit erhöhte sich die Inflationsrate den fünften Monat in Folge. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat April 2021 um 0,5 %.

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.06.2021

    Energiepreise sorgen für höchste Inflationsrate seit fast 10 Jahren

    Verbraucherpreisindex, Mai 2021

    • +2,5 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • +0,5 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Mai 2021

    • +2,4 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
    • +0,3 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

    Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im Mai 2021 bei +2,5 %. Damit erhöhte sich die Inflationsrate den fünften Monat in Folge. Zuletzt hatte sie vor fast 10 Jahren im September 2011 diesen Stand erreicht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat April 2021 um 0,5 %.

    Energie verteuerte sich binnen Jahresfrist kräftig um 10,0 %

    Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich von Mai 2020 bis Mai 2021 überdurchschnittlich um 3,1 %. Die Preise für Energieprodukte lagen dabei 10,0 % höher als ein Jahr zuvor, nach +7,9 % im April 2021. Hier wirkten sich neben dem aktuellen Anstieg der Energiepreise auch temporäre Sondereffekte erhöhend auf die Teuerungsrate aus, insbesondere die zu Jahresbeginn eingeführte CO2-Abgabe sowie die niedrigen Preise für Energieprodukte vor einem Jahr (Basiseffekt). Besonders günstig waren damals Mineralölprodukte. Teurer binnen Jahresfrist wurden daher vor allem Heizöl (+35,4 %) und Kraftstoffe (+27,5 %). Die Strompreise blieben hingegen nahezu konstant (-0,1 %).

    Nahrungsmittel verteuerten sich unterdurchschnittlich

    Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5 %. Der Preisauftrieb hat sich damit leicht abgeschwächt (April 2021: +1,9 %). Teurer als ein Jahr zuvor waren unter anderem Speisefette und Speiseöle (+3,8 %) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+2,2 %). Unterdurchschnittlich war der Preisanstieg beim Gemüse (+1,1 %). Merklich teurer wurden Pflanzen und Blumen (+7,6 %), Fahrräder und E-Bikes (+4,2 %) sowie Tabakwaren (+3,9 %). Deutlich günstiger waren dagegen Mobiltelefone (-6,9 %).

    Inflationsrate ohne Energie bei +1,8 %

    Die Preiserhöhungen bei den Energieprodukten gegenüber dem Vorjahresmonat wirkten sich deutlich erhöhend auf die Inflationsrate aus: Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Mai 2021 bei +1,8 % gelegen, ohne Heizöl und Kraftstoffe nur bei +1,6 %.

    Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 2,2 %

    Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im Mai 2021 um 2,2 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aufgrund des großen Anteils an den Konsumausgaben der privaten Haushalte bedeutsamen Nettokaltmieten verteuerten sich um 1,4 %. Deutlicher erhöhten sich die Preise unter anderem für Leistungen sozialer Einrichtungen (+5,7 %) sowie für Finanzdienstleistungen (+5,6 %). Deutlich günstiger waren hingegen zum Beispiel Bahntickets (-4,7 %).

    Preise gegenüber dem Vormonat stiegen um 0,5 %

    Im Vergleich zum April 2021 stieg der Verbraucherpreisindex um 0,5 %. Die Preise für Energieprodukte stiegen um 0,6 %, insbesondere wurde leichtes Heizöl teurer (+4,0 %). Die Preise für Nahrungsmittel gingen hingegen leicht zurück (-0,3 %). Vor allem für frisches Gemüse mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher weniger bezahlen als im Vormonat (-4,6 %). (…)

    Quelle: Statistisches Bundesamt

     

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  • Im zweiten Quartal 2021 zeichnet sich lt. BMWi eine spürbare Erholung der wirtschaftlichen Aktivität ab, während es im ersten Quartal 2021 im Zuge der dritten Pandemiewelle zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 % gekommen war.

    BMWi, Pressemitteilung vom 14.06.2021

    • Im zweiten Quartal 2021 zeichnet sich eine spürbare Erholung der wirtschaftlichen Aktivität ab, während es im ersten Quartal 2021 im Zuge der dritten Pandemiewelle zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 % gekommen war. Angesichts des Impffortschritts und der damit einhergehenden rückläufigen Infektionszahlen dürfte die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf verstärkt an Fahrt aufnehmen.
    • Die Produktion in der Industrie erlitt im April einen leichten Dämpfer. Vor allem im Baugewerbe gab es ein deutliches Minus. Grund ist eine Knappheit an Vorleistungsgütern. Die Auftragseingänge sind gegenüber dem Vormonat zwar leicht gefallen, liegen aber weiter auf hohem Niveau. Ausschlaggebend für die jüngste Seitwärtsbewegung waren gegenläufige Entwicklungen einer schwachen Inlandsnachfrage sowie einer starken Auslandsnachfrage. Die Stimmung in den Unternehmen entwickelte sich weiter positiv.
    • Im Einzelhandel haben sich die Umsätze im April wieder verringert, aber der Ausblick für die kommenden Monate ist in Anbetracht des günstigeren Pandemieverlaufs spürbar optimistischer. Die Inflationsrate erreichte im Mai aufgrund von Sonderfaktoren (Rohstoffpreise, CO2-Bepreisung) einen neuen Höchstwert. In der zweiten Jahreshälfte ist aufgrund eines Basiseffektes wegen der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze ein Jahr zuvor sogar mit Raten um die 3 % zu rechnen. Nach Auslaufen der Sondereffekte sollte sich die Inflationsrate aber zu Beginn des Jahres 2022 wieder deutlich verringern.
    • Vom Arbeitsmarkt kommen nach wie vor positive Signale. Die Arbeitslosigkeit ging im Mai saisonbereinigt leicht zurück und die Erwerbstätigkeit nahm im April saisonbereinigt erneut zu. Die Kurzarbeit hat sich im März spürbar verringert, und die Anzeigen für Kurzarbeit deuten auf ein weiteres Absinken hin.
    • Der Anstieg der eröffneten Regelinsolvenzverfahren vom Februar und März setzte sich nicht weiter fort. Im April kam es zu einem deutlichen Rückgang. Insgesamt ist für das Jahr 2021 jedoch mit einem signifikanten Anstieg der Unternehmensinsolvenzen zu rechnen.

    Konjunkturelle Aufbruchstimmung bei Lieferketten

    Die Zeichen für eine wirtschaftliche Erholung mehren sich: In der Industrie hat sich das Geschäftsklima in den letzten Monaten stetig verbessert und auch bei den Dienstleistungen war zuletzt wieder spürbar mehr Optimismus zu verzeichnen. Die deutsche Wirtschaft überwindet allmählich die dritte Pandemiewelle und es herrscht Aufbruchstimmung. Die robuste Industriekonjunktur wird allerdings in einzelnen Branchen gebremst. So erhielt die Produktion im Produzierenden Gewerbe zu Beginn des zweiten Quartals einen Dämpfer, weil in einzelnen Bereichen Knappheiten an Vorprodukten bestehen. Es mangelt vor allem weiterhin an Halbleitern in der Automobilindustrie sowie an Bauholz und anderen Materialien im Baugewerbe. Die Gründe für die zuletzt wieder rückläufige Produktion liegen somit nicht in einer unzureichenden Nachfrage. Ganz im Gegenteil haben sich die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe auf hohem Niveau stabilisiert und liegen nun schon seit sieben Monaten in Folge über ihrem Stand vom Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Pandemie. Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren ist weiterhin sehr gut, auch wenn die Unternehmen der Automobilindustrie in den kommenden Monaten mit Problemen rechnen. Die deutschen Warenausfuhren legten zwölf Monate in Folge zu und übertrafen ihr Vorkrisenniveau (durchschnittlichen Wert im vierten Quartal 2019) schon zum zweiten Mal hintereinander. Die weiteren Aussichten für die deutschen Exportunternehmen sind angesichts günstiger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen gut. Die globale Industrieproduktion zeigt seit Mai 2020 einen Aufwärtstrend und der Welthandel erreichte einen neuen Höchststand oberhalb des Vorkrisenniveaus.

    Im Dienstleistungssektor ist ein Neustart zu beobachten. Das Geschäftsklima erreichte den höchsten Stand seit Februar 2020, insbesondere aufgrund deutlich zuversichtlicherer Erwartungen für die kommenden Monate. Im Gastgewerbe und Tourismus ist vorsichtiger Optimismus zurückgekehrt, und die Einzelhändler können mit weiteren Lockerungen rechnen. Für das GfK Konsumklima wird für Juni vor dem Hintergrund des wieder günstigeren Pandemiegeschehens eine Besserung erwartet. Auch vom Arbeitsmarkt kommen nach wie vor positive Signale, und es ist mit einer fortgesetzten Erholung zu rechnen. In der Industrie nimmt die Einstellungsbereitschaft bereits seit Mai 2020 kontinuierlich zu, im Dienstleistungsbereich ist sie zuletzt sprunghaft angestiegen. In Anbetracht der alles in allem günstigen konjunkturellen Lage dürfte es im zweiten Quartal wieder zu spürbarem Wachstum kommen, das sich in der zweiten Jahreshälfte erst einmal noch verstärkt. Der günstigere Pandemieverlauf darf jedoch nicht zu Nachlässigkeit bei der Bekämpfung der Pandemie führen. Weitere Lockerungen sind zwar mit zunehmendem Anteil geimpfter Personen an der Gesamtbevölkerung zu erwarten, allerdings wird auch in den nächsten Monaten noch auf die Gefahr aufkommender neuer Virusmutationen zu achten sein.

    Positiver Ausblick für die Weltkonjunktur

    Die Weltwirtschaft folgt weiter ihrem Erholungspfad. Nach einer Drosselung im Februar folgte die globale Industrieproduktion im März wieder seinem seit Mai 2020 positiven Trend (März: +0,3 %; Februar: -0,6 %; jeweils gegenüber dem Vormonat). Der Welthandel erreicht nach einem kräftigen Plus ebenfalls einen neuen Höchststand oberhalb des Vorkrisenniveaus (+2,2 %). Die Stimmungsindikatoren deuten auf eine weitere Verbesserung der Weltkonjunktur hin. Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex von J. P. Morgan/IHS Markit legte im Mai zum dritten Mal in Folge zu. Mit 58,4 Punkten (April: 56,7 Punkte) bewegte sich der Index merklich oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Vor dem Hintergrund der Fortschritte bei der weltweiten Impfkampagne hellte sich die Stimmung der Dienstleister erneut deutlich auf. Dagegen verbesserten sich die Erwartungen in der Industrie kaum. Hierbei dürften die derzeitigen Engpässe bei wichtigen Vorleistungsgütern wie Halbleiter und Bauholz eine wichtige Rolle spielen.

    Exporte stagnieren knapp unterhalb des Vorkrisenniveaus

    Der deutsche Außenhandel konnte sein Erholungstempo aus dem Frühjahr zuletzt nicht aufrechterhalten. Der Wert der Waren- und Dienstleistungsexporte blieb im April gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt und nominal mit einem leichten Rückgang um 0,1 % stabil (März: +1,6 %). Im Zweimonatsvergleich ergab sich ein deutlicher Zuwachs von 2,2 % bei den Exporten. Die Importe verringerten sich im April nach ihrer kräftigen Steigerung im Februar (+6,0 %) um 2,3 %. Im Zweimonatsvergleich kam es zu einem Plus von 6,5 %.

    In den Frühindikatoren zur deutschen Außenwirtschaft spiegelt sich der dynamische Welthandel wider. Die Auftragseingänge aus dem Ausland verzeichneten im April gegenüber März ein ähnlich hohes Wachstum wie im Vormonat (+2,7 %). Die ifo Exporterwartungen für das Verarbeitende Gewerbe trübten sich im Mai zwar leicht ein, sie büßten allerdings nur wenig von ihrem Ausgangsniveau ein, das an bisherige Höchststände aus dem Jahr 2011 heranreicht. Damit bleibt der Ausblick für den deutschen Außenhandel positiv, vor allem angesichts der guten Konjunktur wichtiger Absatzmärkte wie Asien und die Vereinigten Staaten.

    Industriekonjunktur: Leichter Dämpfer in der Industrie zu Beginn des Zweiten Quartals

    Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat sich im April gegenüber dem Vormonat um 1,0 % verringert. Im März gab es einen Anstieg um 2,2 %, nachdem es allerdings im Februar und Januar bereits zu Rückgängen um 1,9 % und 2,2 % gekommen war. Die Industrieproduktion sank leicht um 0,7 % (März: +0,7 %; Februar: -1,9 %). Die Erzeugung im Baugewerbe hingegen verzeichnete ein deutliches Minus von 4,3 %. Sie hatte sich im März kurzzeitig kräftig erholt (+9,8 %), nachdem sie am Jahresanfang witterungsbedingte Dämpfer erhalten hatte (Januar: -10,7 % bzw. Februar: -1,4 %).

    Im Zweimonatsvergleich März/April gegenüber Januar/Februar erhöhte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe leicht um 0,6 %. Während der Ausstoß in der Industrie geringfügig abnahm (-0,5 %), führten beim Baugewerbe der witterungsbedingt schwache Januar und der starke März im Zweimonatsvergleich zu einer kräftigen Ausweitung (+6,6 %). Innerhalb der Industrie verzeichnete der gewichtige Bereich Kfz/Kfz-Teile im Zweimonatsvergleich einen deutlichen Rückgang um 5,6 %. Der vergleichbar gewichtige Maschinenbau lag dagegen nur leicht unter dem Vorniveau (-0,3 %).

    Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind im April leicht gefallen (-0,2 %). Nach kräftigen Zuwächsen in den Vormonaten ist dies jedoch als Stabilisierung auf hohem Niveau zu interpretieren. Ausschlaggebend für die jüngste Seitwärtsbewegung waren gegenläufige Entwicklungen einer schwachen Inlandsnachfrage (-4,3 %) auf der einen Seite sowie einer starken Auslandsnachfrage (+2,7 %) auf der anderen Seite. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe liegen somit den siebten Monat in Folge über dem Vorkrisenniveau.

    Nach dem Anstieg im März kam es in der Industrie im April zu einem leichten Dämpfer, der durch eine Knappheit bei Vorprodukten (vor allem Halbleiter und Bauholz) verursacht wurde. Die positive Entwicklung des ifo Geschäftsklimaindexes und die nach wie vor auf hohem Niveau stabilen Auftragseingänge sorgen dennoch für einen positiven Ausblick für die Industrie in den kommenden Monaten.

    Die Lage im Einzelhandel trübt sich etwas ein, aber der Ausblick fällt spürbar optimistischer aus

    Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz sind zuletzt wieder zurückgegangen. Sie haben sich im April gegenüber dem Vormonat um 5,5 % verringert, nachdem sie zuvor um 7,7 % gestiegen waren. Der Vormonatsvergleich wird maßgeblich von der Bundesnotbremse im April und dem pandemiebedingt schwachen Ostergeschäft im März geprägt. Das Niveau vom Februar 2020, dem letzten Monat vor der Corona-Krise, wurde zuletzt nur noch geringfügig unterschritten (-0,8 %). Deutliche Umsatzeinbußen verzeichneten diesmal der Handel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen (-36,1 %) sowie der Internet- und Versandhandel (-4,8 %). Die Neuzulassungen von Pkw durch private Halter nahmen im Mai wieder leicht zu (+1,2 %). Von den hohen Verkaufszahlen des zweiten Halbjahres 2020, als die Umsatzsteuersätze vorübergehend gesenkt worden waren, sind die Zulassungszahlen einerseits immer noch deutlich entfernt, aber andererseits liegen die Neuzulassungen auch spürbar über dem Niveau zum Tiefpunkt der Krise im April 2020.

    Die ifo Geschäftserwartungen im Einzelhandel waren im Mai per Saldo nahezu ausgeglichen, nachdem sie sich zuvor wieder eingetrübt hatten. Auch beim GfK Konsumklima zeigt sich angesichts gesunkener Infektionszahlen und Fortschritte beim Impfen eine konjunkturelle Aufbruchstimmung.

    Das Verbraucherpreisniveau nahm im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,5 % zu, nach einer Steigerungsrate von 0,7 % im April. Die Inflationsrate, die Preisniveauentwicklung gegenüber dem Vorjahr, lag im Mai bei 2,5 %. Sie ist seit Jahresanfang deutlich gestiegen, während sie im zweiten Halbjahr 2020 aufgrund der Senkung der Umsatzsteuersätze fast durchweg im negativen Bereich gelegen hatte. Gründe für den Anstieg der Inflationsrate in den ersten Monaten des Jahres sind die Erholung der Import- und Rohstoffpreise sowie die Einführung der CO2-Bepreisung. Während die Energiepreise im letzten Jahr noch den Auftrieb des Verbraucherpreisniveaus stark bremsten, tragen sie inzwischen spürbar zum Anstieg bei. In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich die Inflationsrate sogar noch auf bis ca. 3 % erhöhen, weil es aufgrund der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze im Juli 2020 zu einem Basiseffekt kommt. Nach Auslaufen dieser Sondereffekte wird sich Auftrieb des Verbraucherpreisniveaus zum Jahreswechsel ins kommende Jahr wieder abschwächen. Eine nachhaltige Erhöhung der Teuerungsrate ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten, denn aktuell sind keine Anzeichen einer Lohn-Preis-Spirale zu beobachten, die zu dauerhaft hoher Inflation führen kann. Die Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) erhöhte sich im Mai auf +1,9 % (April: +1,3 %), weil binnen Jahresfrist die Preise vieler Waren und Dienstleistungen spürbar angezogen haben.

    Am Arbeitsmarkt setzt sich die Besserung fort

    Der Arbeitsmarkt sendet nach wie vor positive Signale. In den kommenden Monaten könnte sich der Erholungskurs angesichts der Verbesserungen beim Infektionsgeschehen sogar noch verstärken. Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie ist der Arbeitsmarkt allerdings immer noch stark von der Krise geprägt. Die Arbeitslosigkeit und die Unterbeschäftigung nahmen im Mai saisonbereinigt um 15.000 Personen bzw. 20.000 Personen ab. Nach den Ursprungszahlen sank die Arbeitslosigkeit spürbar um 84.000 auf 2,69 Personen. Der Vorjahresabstand fiel erstmals seit September 2019 wieder negativ aus (-126.000 Personen), was auch auf Basiseffekte im Vorjahr zurückzuführen ist. Die Erwerbstätigkeit nahm im April saisonbereinigt erneut leicht um 10.000 Personen zu, die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich im Mai weiter belebt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg im März saisonbereinigt um 38.000 Personen an. In Kurzarbeit waren im März laut Hochrechnung spürbar weniger Personen (2,6 Mio.). Die Anzeigen für Kurzarbeit (rund 96.000 vom 1. bis 26. Mai nach 154.000 im April) deuten auf ein weiteres Zurückfahren der Kurzarbeit hin. Die umfragebasierten Frühindikatoren von IAB und ifo entwickelten sich im Mai erneut sehr positiv und erreichten ihre höchsten Werte seit Juni 2019 bzw. März 2018. In der Industrie hat die Einstellungsbereitschaft seit Mai 2020 kontinuierlich zugenommen und im Dienstleistungsbereich einen Sprung nach oben vollzogen. Der Handel zeigt sich vorsichtig optimistisch, im Bau ist eine schwache Einstellungsbereitschaft zu verzeichnen.

    Anstieg der Insolvenzen setzt sich vorerst nicht fort

    Auch im Mai ist die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren gesunken. Auf Basis von Insolvenzbekanntmachungen meldete das Statistische Bundesamt einen Rückgang von 7 % gegenüber dem Vormonat. Bereits im April hatte es einen Rückgang um 17 % gegeben. Der teils deutliche Anstieg im Februar und März setzte sich damit nicht weiter fort. Auch gemäß der Zahlen des IW Halle oder der HU Berlin ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Frühjahr zurück. Eine größere Insolvenzwelle konnte zwar durch die teilweise ausgesetzte Antragspflicht und umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen bisher verhindert werden, dennoch ist für dieses Jahr insgesamt aber mit einem merklichen Anstieg der Insolvenzzahlen zu rechnen. Die meisten Experten gehen im Vergleich zum Vorjahr von 3.000 bis 7.000 zusätzlichen Unternehmensinsolvenzen aus.

    Quelle: BMWi

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  • Soforthilfen, vereinfachtes Kurzarbeitergeld oder Rettungsschirm – während der Corona-Pandemie hat die Politik zahlreiche Hilfsprogramme auf den Weg gebracht, von denen auch Startups profitieren sollten. Laut Bitkom ist jedes zweite Startup mit staatlichen Hilfsangeboten in der Pandemie unzufrieden.

    Bitkom, Pressemitteilung vom 11.06.2021

    • Jedes Zweite ist mit staatlichen Hilfsangeboten in der Pandemie unzufrieden
    • 16 Prozent sehen durch Corona die Gefahr einer Insolvenz – aber 40 Prozent haben von der Krise auch profitiert

    Soforthilfen, vereinfachtes Kurzarbeitergeld oder Rettungsschirm – während der Corona-Pandemie hat die Politik zahlreiche Hilfsprogramme auf den Weg gebracht, von denen auch Startups profitieren sollten. Rund jedes dritte Startup (38 Prozent) hat bislang finanzielle Unterstützung beantragt und erhalten. Weitere 4 Prozent haben Hilfen beantragt, warten aber noch auf Geld, und bei ebenfalls 4 Prozent wurden Zahlungen abgelehnt. 3 von 10 Startups (30 Prozent) haben keine Hilfen beantragt, weil sie die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllen konnten. Und rund jedes Fünfte (22 Prozent) benötigte überhaupt keine Hilfe. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter mehr als 200 Tech-Startups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Nur 5 Prozent aller Startups sind mit den staatlichen Hilfsangeboten zufrieden, 26 Prozent eher zufrieden. Aber 31 Prozent sind eher unzufrieden, 21 Prozent sogar völlig unzufrieden. „Die zu Beginn der Pandemie befürchtete Pleitewelle bei Startups ist bislang ausgeblieben. Das spricht für den Reifegrad, den unser Startup-Ökosystem inzwischen erreicht hat. Viele Tech-Startups zeigten sich wirtschaftlich solide und stabil, auch in der Krise“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Was die Effekte der Corona-Pandemie und die Hilfsmaßnahmen der Politik angeht, so scheiden sich in der Startup-Szene die Geister. Selten sieht man auf der einen Seite so viel Licht und auf der anderen Seite so viel Schatten.“

    9 von 10 Gründerinnen und Gründern (87 Prozent) kritisieren, dass sich die staatlichen Hilfsmaßnahmen zu stark an den Bedürfnissen von Konzernen und Mittelständlern orientiert hätten und zu wenig an jenen von Startups. Die Hälfte (54 Prozent) fühlt sich von der Politik im Stich gelassen. Rund zwei Drittel (62 Prozent) erwarten infolge der Pandemie eine Pleitewelle unter Startups in Deutschland, 16 Prozent glauben, dass aus diesem Grund dem eigenen Startup eine Insolvenz droht. Ein Grund dafür: Für 55 Prozent der Startups ist es in der Krise schwieriger geworden, neue Investoren zu gewinnen. Auf der anderen Seite sagen aber 40 Prozent, dass ihr Startup von der Krise profitiert hat. „Die Startup-Szene ist sehr heterogen. Die Krise hat Startups in der Gründungs- und in der Wachstumsphase sehr unterschiedlich getroffen“, so Berg. „Manche Geschäftsmodelle etwa im Bereich E-Commerce oder Health haben in Corona-Zeiten massive Nachfragesteigerungen erlebt, andere – etwa im Tourismus oder rund um Mobilitätsdienste – mussten ihr Geschäft fast auf Null runterfahren.“

    Eine breite Mehrheit von 89 Prozent wünscht sich, dass Politik und Verwaltung viel stärker auf die Produkte und Dienstleistungen von Startups zurückgreifen, um die Corona-Krise zu bewältigen. Immerhin 42 Prozent geben an, dass sie mit ihren Angeboten den Kampf gegen das Corona-Virus unterstützt haben.

    Quelle: Bitkom

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  • Trotz der Kontaktbeschränkungen, die zur Eindämmung der dritten Corona-Welle nötig waren, hat sich der Mittelstand in den vergangenen Monaten von der Corona-Krise etwas erholt. Rund 2,4 Mio. mittelständische Unternehmen (64 %) hatten Mitte Mai noch mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen, wie eine repräsentative Befragung von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels zeigt.

    KfW, Pressemitteilung vom 11.06.2021

    • Corona-Krise als existenzielle Bedrohung verliert an Schrecken
    • Finanzielle Lage der Mittelständler hat sich stabilisiert
    • Störungen der Lieferketten hemmen jedoch Erholung, vor allem im Verarbeitenden Gewerbe

    Trotz der Kontaktbeschränkungen, die zur Eindämmung der dritten Corona-Welle nötig waren, hat sich der Mittelstand in den vergangenen Monaten von der Corona-Krise etwas erholt. Rund 2,4 Mio. mittelständische Unternehmen (64 %) hatten Mitte Mai noch mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen, wie eine repräsentative Befragung von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels zeigt. Die Auswirkungen der Eindämmungsmaßnahmen trafen damit etwa 150.000 Unternehmen weniger als bei der letzten Befragung im Januar. Zu diesem Zeitpunkt waren 68 % der kleinen und mittleren Unternehmen von der Corona-Krise betroffen.

    Der Rückgang der Betroffenheit erstreckt sich über nahezu alle erfragten Aspekte, wie z. B. Umsatzrückgänge oder Störungen im Geschäftsbetrieb aufgrund des Ausfalls von Mitarbeitern. Deutlich verbessert hat sich insbesondere die Liquiditätslage der Unternehmen. Inzwischen sagt nahezu die Hälfte der Unternehmen (46 %), sie seien ungeachtet der Krise ausreichend mit Liquidität versorgt. Zu Beginn des Jahres waren es nur 32 %. Demgegenüber sank der Anteil der Unternehmen, deren liquide Mittel nur noch höchstens zwei Monate ausreichen, auf 22 % (33 % im Januar). Eine existenzielle Bedrohung ist die Corona-Krise noch für jedes fünfte mittelständische Unternehmen, im Januar traf dies noch auf jedes vierte Unternehmen zu.

    Als zunehmende Belastung für den Erholungskurs erweisen sich jedoch Störungen in den Lieferketten. Hierüber klagen 17 % der mittelständischen Unternehmen, dies sind 2 Prozentpunkte mehr als zu Beginn des Jahres. Gegenüber der Befragung im September 2020 (9 %) hat sich der Anteil der Unternehmen, die von Störungen der Lieferketten berichten, sogar nahezu verdoppelt. Betroffen sind vor allem mittelständische Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe. Fast jedes zweite Unternehmen in dieser Branche hat mit Produktionsproblemen aufgrund von Störungen in den Lieferketten zu kämpfen – ein Anstieg um 17 Prozentpunkte im Vergleich zum Januar. Dementsprechend hoch ist im Verarbeitenden Gewerbe auch weiterhin die Corona-Betroffenheit (75 %).

    Die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Fritzi Köhler-Geib, sagt: „Die Störungen in den Lieferketten spiegeln neben den Einschränkungen im grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr auch schärfere Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen in einer Vielzahl anderer Länder wider. Insbesondere Teile Asiens – wichtige Partner in den globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten – sind in den vergangenen Wochen von einer neuen heftigen Corona-Welle überrollt worden. Viele Mittelständler sind Teil des globalen Warenaustauschs und deshalb von Produktionsunterbrechungen im Ausland betroffen.“

    Quelle: KfW

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  • Die deutschen Unternehmen erwarten mehr Bürokratie durch das Lieferkettengesetz. Das geht aus der Mai-Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor.

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 11.06.2021

    Die deutschen Unternehmen erwarten mehr Bürokratie durch das Lieferkettengesetz. Das geht aus der Mai-Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. „Vor allem in der Industrie geben 43 Prozent der teilnehmenden Unternehmen an, negative Auswirkungen durch Erhöhung der Bürokratie oder des Dokumentationsaufwandes zu erwarten, gefolgt vom Großhandel“, sagt Lisandra Flach, Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft.

    „Viele Unternehmen fühlen sich auch indirekt vom Gesetz betroffen, beispielsweise durch Preiserhöhungen oder durch ihre Rolle als Zulieferer für Großunternehmen“, sagt Flach. Martin Braml, Mitverfasser der Analyse sagt, viele Unternehmen befürchteten auch juristische Risiken in Haftungsfragen und zweifeln an der praktischen Durchsetzbarkeit, Produktionsstandards bei ihren Zulieferern effektiv zu kontrollieren.

    Den geringsten Effekt erwarten Dienstleister, vermutlich aufgrund geringerer internationaler Verflechtungen innerhalb ihrer Wertschöpfungsketten. Das ifo Institut fragte im Mai 7.000 Unternehmen, wie groß sie die Auswirkungen des nationalen Lieferkettengesetzes auf ihr Unternehmen einschätzen. Der Bundestag berät am 11.06.2021 über das Gesetz.

    Quelle: ifo Institut

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  • Die duale Berufsausbildung ist attraktiv und chancenreich, und es ist noch nicht zu spät, für das Ausbildungsjahr 2021/2022 einen Vertrag abzuschließen: Diese Botschaft steht im Mittelpunkt des “Sommers der Berufsausbildung”. Die Initiative soll dazu beitragen, dass junge Menschen und Betriebe trotz der besonderen Herausforderungen in der Corona-Pandemie zusammenfinden.

    DIHK, Mitteilung vom 10.06.2021

    Im Juni ist der „Sommer der Berufsausbildung“ gestartet. Mit dieser gemeinsamen Aktion werben die Partner der „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ im zweiten Jahr der Corona-Pandemie gezielt für die attraktive und chancenreiche duale Berufsausbildung. Bis Oktober sollen möglichst viele Jugendliche und Betriebe motiviert werden, noch in diesem Jahr eine Ausbildungsstelle anzutreten beziehungsweise anzubieten. Denn: Das Erlernen eines Berufes in Theorie und Praxis ist ein Erfolgsmodell mit Zukunft, und die Corona-Krise darf nicht zur Ausbildungs- oder Fachkräfte-Krise werden.

    Win-win für Jugendliche und Betriebe

    Eine duale Ausbildung bietet nicht nur jungen Menschen vielerlei Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, sie hilft auch den Betrieben bei einer verlässlichen Nachwuchs- und Fachkräftesicherung. In der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage nannten 43 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel als Geschäftsrisiko – mehr als in der Vorumfrage (38 Prozent). Und klar ist: Jugendliche, die wir heute nicht ausbilden, fehlen in drei Jahren als Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt.

    Ausbildung trotz(t) Corona

    Ziel des Sommers der Berufsausbildung ist es daher, dass junge Menschen und Betriebe trotz der besonderen Herausforderungen dieses Jahres zusammenfinden. Denn Unternehmen suchen auch in der Corona-Pandemie Auszubildende und bilden künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in interessanten Berufen mit hervorragenden Fortbildungs- und Karrieremöglichkeiten aus.

    Ein weiterer Pluspunkt der dualen Ausbildung ist die persönliche Betreuung – gerade nach den Kontakteinschränkungen der Pandemie eine attraktive Perspektive und Hilfestellung für Jugendliche. Es gilt, jungen Menschen Lust auf Ausbildung zu machen, ihnen ihre Zukunftsängste zu nehmen und sie dabei zu unterstützen, eine für sie passende Ausbildung zu finden.

    AusbildungSTARTEN

    Jugendliche, Eltern von Schulabgängern und noch unentschlossene Betriebe soll die gemeinsame Initiative der Allianz für Aus- und Weiterbildung auf freie Lehrstellen und die guten Ausbildungschancen aufmerksam machen. Wichtige Botschaft: Es ist noch nicht zu spät, einen Vertrag für das Ausbildungsjahr 2021/2022 abzuschließen.

    Zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen von Ministerien, Kammern, Arbeitgebern und Gewerkschaften zeigen unter dem gemeinsamen Hashtag #AusbildungSTARTEN den Weg dorthin – den gesamten „Sommer der Berufsausbildung“ lang. Im Mittelpunkt der DIHK-Aktivitäten steht die Ausbildungskampagne „Nutze dein Talent“, die einen wesentlichen Beitrag zur Initiative darstellt.

    Bundesweite Aktionstage und regionale Angebote

    Flankiert wird die Initiative mit verschiedenen Aktionstagen auf Bundesebene und einer breiten Auswahl an Veranstaltungen auf Landes- und regionaler Ebene. Der DIHK informiert im Rahmen zweier Aktionstage zu den Themen „Hoch hinaus mit Ausbildung“ und „MINT – Ausbildung mit Zukunft“ über Karrierechancen der dualen Ausbildung sowie MINT-Berufe.

    Die Industrie- und Handelskammern unterstützen den „Sommer der Berufsausbildung“ mit einer Vielzahl an Veranstaltungen und Aktionen vor Ort: So erzählen beispielsweise jugendliche Ausbildungsbotschafter Gleichaltrigen, wie „ihr“ Ausbildungsberuf in der Praxis aussieht, Eltern können Fragen bei Elterncafés mit den IHKs klären, und Betriebe finden passende Azubis beim Betriebs-Speed-Dating.

    Alle Informationen zur Allianz für Aus- und Weiterbildung und die Veranstaltungen zum „Sommer der Berufsausbildung“ finden Sie unter www.aus-und-weiterbildungsallianz.de.

    Quelle: DIHK

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  • Im 1. Quartal 2021 haben die deutschen Amtsgerichte 3 762 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 19,7 % weniger als im 1. Quartal 2020. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegelte sich somit noch nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider.

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 10. Juni 2021

    Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren laut vorläufigen Angaben im Mai 2021 um 7 % niedriger als im Vormonat

    Im 1. Quartal 2021 haben die deutschen Amtsgerichte 3 762 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 19,7 % weniger als im 1. Quartal 2020. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegelte sich somit noch nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider.

    Ein Grund für die niedrige Zahl beantragter Unternehmensinsolvenzen ist die ausgesetzte Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen bis Ende 2020. Das Wiedereinsetzen der Antragspflicht zeigt sich noch nicht in den Ergebnissen für das 1. Quartal 2021. Ausgesetzt war die Insolvenzantragspflicht im 1. Quartal 2021 weiterhin für Unternehmen, bei denen die Auszahlung der seit 1. November 2020 vorgesehenen staatlichen Hilfeleistungen noch aussteht. Für diese Unternehmen wurde die Pflicht zur Beantragung eines Insolvenzverfahrens erst zum 1. Mai 2021 wieder vollumfänglich eingesetzt.

    Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im 1. Quartal 2021 im Baugewerbe mit 608 Fällen (1. Quartal 2020: 761, -20,1 %). Im Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) waren es 556 Verfahren (1. Quartal 2020: 788, -29,4 %). Im stark von den Corona-Maßnahmen betroffenen Gastgewerbe wurden im 1. Quartal 415 Insolvenzen gemeldet (1. Quartal 2020: 514, -19,3 %).

    Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmens-insolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für das 1. Quartal 2021 auf rund 17,1 Milliarden Euro. Im 1. Quartal 2020 hatten sie bei rund 7,3 Milliarden Euro gelegen. Dieser Anstieg der Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im 1. Quartal 2021 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragten als im Vorjahresquartal.

    7 % weniger Insolvenzbekanntmachungen im Mai 2021 gegenüber April 2021

    Hinweise auf die künftige Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen gibt die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren. Im Jahr 2020 war diese von Monat zu Monat gesunken, bis sich zum Jahresende im November (+5 %) und Dezember (+18 %) eine Trendumkehr abzeichnete. Im 1. Quartal 2021 setzte sich der Anstieg mit Ausnahme des Januars (-5 %) fort. Im Februar 2021 (+30 %) und März (+37 %) stieg die Zahl jeweils deutlich gegenüber dem jeweiligen Vormonat. Ab April waren die Zahlen rückläufig: So sank die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren im April im Vergleich zum März um 17 %, sie lag allerdings weiterhin über dem Niveau des Vorjahresmonats (+10 % gegenüber April 2020). Im Mai 2021 sank die Zahl eröffneter Regelinsolvenzverfahren weiter, wenn auch nicht mehr ganz so stark: So wurden im Mai 7 % weniger Verfahren eröffnet als im April. Die Zahl lag 5 % höher als im Mai 2020.

    50,3 % mehr Verbraucherinsolvenzen im 1. Quartal 2021 als im 1. Quartal 2020

    Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist im 1. Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als die Hälfte gestiegen. 22 686 Verbraucherinnen und Verbraucher stellten einen Insolvenzantrag, das waren 7 591 oder 50,3 % mehr als im 1. Quartal 2020: 15 095. Der starke Anstieg steht im Zusammenhang mit einem Gesetz zur schrittweisen Verkürzung von Restschuldbefreiungsverfahren von sechs auf drei Jahre. Die Neuregelung gilt bereits für ab dem 1. Oktober 2020 beantragte Verbraucherinsolvenzverfahren. Sie ermöglicht den Betroffenen einen schnelleren wirtschaftlichen Neuanfang im Anschluss an ein Insolvenzverfahren. Daher ist davon auszugehen, dass viele überschuldete Privatpersonen ihren Insolvenzantrag zunächst zurückhielten, um von der Neuregelung zu profitieren.

    Hinweise zu Regelinsolvenzverfahren

    Vom 1. März bis zum 30. September 2020 waren Unternehmen, deren Insolvenzreife (Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung) auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie beruhte und die Aussichten darauf hatten, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen, von der Insolvenzantragspflicht befreit. Auch bei Insolvenzanträgen von Gläubigerseite wurde vorausgesetzt, dass der Eröffnungsgrund bereits am 1. März 2020 und damit vor der Corona-Pandemie vorlag. Seit dem 1. Oktober 2020 ist ein Insolvenzantrag bei Zahlungsunfähigkeit wieder verpflichtend, bei Überschuldung galt die Befreiung weiterhin bis Jahresende 2020. Für Unternehmen, bei denen die Auszahlung der seit dem 1. November 2020 vorgesehenen staatlichen Hilfeleistungen noch aussteht, war die Insolvenzantragspflicht bis Ende April 2021 weiterhin ausgesetzt. Die Auswirkungen dieser Änderungen werden sich in den kommenden Berichtsmonaten in der Statistik zeigen.

    Von den Insolvenzverfahren in Deutschland sind 30 % Regelinsolvenzverfahren, zu denen in erster Linie alle Verfahren von Unternehmen zählen (rund 55 % aller Regelinsolvenzverfahren). Enthalten sind weiterhin Personen, die wirtschaftlich tätig sind. Dazu gehören unter anderem die persönlich haftenden Gesellschafter einer offenen Handelsgesellschaft (oHG), Mehrheitsgesellschafter einer Kapitalgesellschaft sowie ehemals selbstständig Tätige, deren Vermögensverhältnisse als nicht überschaubar eingestuft werden.

    Quelle: Statistisches Bundesamt

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  • Im April 2021 sind die Exporte in Deutschland gegenüber März 2021 kalender- und saisonbereinigt um 0,3 % gestiegen, die Importe sanken um 1,7 %. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt 0,5 % unter und die Importe 5,5 % über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.06.2021

    Exporte liegen 0,5 % unter dem Vorkrisenniveau von Februar 2020

    Exporte, April 2021

    • 111,8 Milliarden Euro
    • +0,3 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • +47,7 % zum Vorjahresmonat

    Importe, April 2021

    • 96,3 Milliarden Euro
    • -1,7 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
    • +33,2 % zum Vorjahresmonat

    Außenhandelsbilanz, April 2021

    • 15,5 Milliarden Euro
    • 15,9 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

    Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, April 2021

    • 21,3 Milliarden Euro

    Im April 2021 sind die Exporte in Deutschland gegenüber März 2021 kalender- und saisonbereinigt um 0,3 % gestiegen, die Importe sanken um 1,7 %. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt 0,5 % unter und die Importe 5,5 % über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

    Im April 2021 wurden von Deutschland Waren im Wert von 111,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 96,3 Milliarden Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2020 stiegen die Exporte im April 2021 um 47,7 % und die Importe um 33,2 %. Dieser Anstieg begründet sich auch durch das sehr niedrige Außenhandelsniveau des Vergleichsmonats (Basiseffekt).

    Die Außenhandelsbilanz schloss im April 2021 mit einem Überschuss von 15,5 Milliarden Euro ab. Im April 2020 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 3,4 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im April 2021 bei 15,9 Milliarden Euro.

    Die deutsche Leistungsbilanz schloss unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel (+16,7 Milliarden Euro), Dienstleistungen (+2,1 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+6,5 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-3,9 Milliarden Euro) im April 2021 mit einem Überschuss von 21,3 Milliarden Euro ab. Im April 2020 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 10,0 Milliarden Euro ausgewiesen.

    Außenhandel mit EU-Staaten

    In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im April 2021 Waren im Wert von 60,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 50,8 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber April 2020 stiegen die Exporte in die EU-Staaten um 58,6 % und die Importe aus diesen Staaten um 44,8 %. In die Staaten der Eurozone wurden im April 2021 Waren im Wert von 42,2 Milliarden Euro (+59,8 %) exportiert und Waren im Wert von 34,6 Milliarden Euro (+40,5 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im April 2021 Waren im Wert von 18,5 Milliarden Euro (+55,9 %) exportiert und Waren im Wert von 16,2 Milliarden Euro (+55,1 %) von dort importiert.

    Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

    In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im April 2021 Waren im Wert von 51,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 45,5 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber April 2020 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 36,5 % und die Importe von dort um 22,3 % zu.

    Außenhandel mit dem Vereinigten Königreich

    Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen im April 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 64,1 % auf 5,3 Milliarden Euro. Im Zeitraum Januar bis April 2021 sind aufgrund der Rückgänge in den Vormonaten die Exporte um 5,8 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken. Die deutschen Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im April 2021 gegenüber April 2020 um 0,6 % auf 3,1 Milliarden Euro ab.

    Am 1. Januar 2021 trat der zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ausgehandelte Partnerschaftsvertrag vorläufig in Kraft. Mit dem Austritt aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion ist der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU endgültig vollzogen. Weitere Informationen zum Brexit sowie eine Auswahl statistischer Indikatoren, bei denen von einem Einfluss des Brexits auszugehen ist, bietet der „Brexit-Monitor“ des Statistischen Bundesamtes.

    Außenhandel mit weiteren ausgewählten Staaten

    Im April 2021 stiegen die Exporte in die Volksrepublik China gegenüber April 2020 um 16,0 % auf 8,4 Milliarden Euro. Die Exporte in die Vereinigten Staaten nahmen um 59,9 % auf 10,1 Milliarden Euro zu.

    Die meisten Importe kamen im April 2021 aus der Volksrepublik China nach Deutschland. Von dort wurden Waren im Wert von 10,7 Milliarden Euro eingeführt (+13,3 % zum Vorjahresmonat). Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen im April 2021 um 2,2 % auf einen Wert von 6,2 Milliarden Euro.

    Quelle: Statistisches Bundesamt

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  • Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken in der aktuellen Umfrage vom Juni 2021 um 4,6 Punkte und liegen damit bei 79,8 Punkten. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verbessert sich hingegen sehr stark und liegt im Juni um 31,0 Punkte über dem Wert des Vormonats. Der Lageindikator beträgt im Juni nun minus 9,1 Punkte.

    ZEW, Pressemitteilung vom 08.06.2021

    Der ZEW-Indikator liegt bei 79,8 Punkten

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken in der aktuellen Umfrage vom Juni 2021 um 4,6 Punkte und liegen damit bei 79,8 Punkten. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verbessert sich hingegen sehr stark und liegt im Juni um 31,0 Punkte über dem Wert des Vormonats. Der Lageindikator beträgt im Juni nun minus 9,1 Punkte. Die wirtschaftliche Situation in Deutschland wird inzwischen beurteilt wie vor der Corona-Pandemie im August 2019. Aufgrund der sehr hohen Konjunkturerwartungen ist der Ausblick jetzt wesentlich besser als im Sommer 2019.

    „Die wirtschaftliche Erholung schreitet voran. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sinken zwar im Juni, befinden sich aber auf einem sehr hohen Niveau. Der Rückgang der Erwartungen dürfte größtenteils auf die erheblich bessere Beurteilung der Wirtschaftslage zurückzuführen sein, die inzwischen auf Vorkrisenniveau gestiegen ist. Die Finanzmarktexpertinnen und –experten gehen für das nächste halbe Jahr daher weiterhin von einer kräftigen Konjunkturerholung aus“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D., die aktuellen Erwartungen.

    Auch die Erwartungen der Finanzmarktexpertinnen und Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone gehen im Juni zurück. Sie liegen jetzt bei 81,3 Punkten. Dies entspricht einem Rückgang um 2,7 Punkte gegenüber dem Vormonat. Der neue Wert des Lageindikators beträgt minus 24,4 Punkte. Der Lageindikator ist damit um 27,0 Punkte gegenüber Mai 2021 angestiegen.

    Die Inflationserwartungen für das Eurogebiet steigen um 2,0 Punkte auf einen neuen Wert von 79,6 Punkten. Fast 84 Prozent der Expertinnen und Experten rechnen auf Sicht der nächsten sechs Monate mit einem weiteren Anstieg der Inflation im Eurogebiet.

    Quelle: ZEW

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  • Die Produktionserwartungen der deutschen Industrie haben sich auf hohem Niveau etwas verschlechtert. Der Indikator sank im Mai auf 27 Punkte, nach 32 im April. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor.

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 08.06.2021

    Die Produktionserwartungen der deutschen Industrie haben sich auf hohem Niveau etwas verschlechtert. Der Indikator sank im Mai auf 27 Punkte, nach 32 im April. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. „Das Bild der Produktionserwartungen in den einzelnen Branchen ist dabei sehr differenziert“, sagt ifo-Experte Klaus Wohlrabe. „Die Autoindustrie und ihre Zulieferer fahren ihre Erwartungen deutlich zurück, rechnen aber weiter mit Produktionssteigerungen“, ergänzt Wohlrabe. Die Bekleidungshersteller dagegen berichten erstmals nach neun Monaten, ihre Produktion ausweiten zu wollen.

    In der Autobranche fiel der Indikator im Mai auf 10 Punkte, nach 42 im April. Dies ist auch auf die Probleme bei der Beschaffung von Chips zurückzuführen. In der Chemieindustrie sank der Wert auf 21 Punkte, nach 27 im April. In der Elektroindustrie sind trotz eines leichten Rückgangs von 42 auf 40 Punkte sind weiterhin deutliche Produktionssteigerungen angekündigt.

    In der Bekleidungsindustrie stieg der Umfragewert auf plus 20 Punkte im Mai, nach minus 15 im April. Die Möbelhersteller rechnen mit einem weiteren Nachholbedarf; der Umfragewert stieg von 21 auf 36 Punkte im Mai. Der stark gestiegene Holzpreis scheint im Moment noch keine Auswirkungen zu haben. Die sehr gute Auftragslage im Maschinenbau wird sich auch in den Produktionszahlen widerspiegeln. Der Umfragewert stieg auf 43 Punkte, nach 40 im April.

    Zahlen über null drücken ein Wachstum aus, unter null ein Schrumpfen der Produktion.

    Das Statistische Bundesamt wird seine Zahlen zur Industrieproduktion im abgelaufenen April am 08.06.2021 veröffentlichen.

    Quelle: ifo Institut

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  • Wie das BMWi mitteilt, kam es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im April gegenüber dem Vormonat zu einem Rückgang der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,0 %. Der Ausstoß der Industrie sank dabei um 0,7 %, das Baugewerbe verzeichnete ein deutliches Minus von 4,3 %.

    BMWi, Pressemitteilung vom 08.06.2021

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kam es im April gegenüber dem Vormonat zu einem Rückgang der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,0 %. Der Ausstoß der Industrie sank dabei um 0,7 %, das Baugewerbe verzeichnete ein deutliches Minus von 4,3 %.

    Im Zweimonatsvergleich März/April gegenüber Januar/Februar erhöhte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe leicht um 0,6 %. Während der Ausstoß in der Industrie geringfügig abnahm (0,5 %), führten beim Baugewerbe der schwache Januar und der starke März im Zweimonatsvergleich zu einer kräftigen Ausweitung (+6,6 %). Innerhalb der Industrie verzeichnete der gewichtige Bereich Kfz/Kfz-Teile im Zweimonatsvergleich einen deutlichen Rückgang um 5,6 %. Der vergleichbar gewichtige Maschinenbau lag dagegen nur leicht unter dem Vorniveau (-0,3 %).

    Nach dem Anstieg im März kam es somit im April zu einem leichten Dämpfer, der durch eine Knappheit bei Vorprodukten (vor allem Halbleiter und Bauholz) verursacht wurde. Die positive Entwicklung des ifo Geschäftsklimaindexes und die nach wie vor auf hohem Niveau stabilen Auftragseingänge sorgen dennoch für einen positiven Ausblick für die Industrie in den kommenden Monaten.

    Quelle: BMWi

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  • Die dritte Corona-Welle ist gebrochen, der Anteil der Geimpften in der Bevölkerung steigt, in immer mehr Regionen bestehen konkrete Aussichten auf anhaltende Lockerungen des öffentlichen Lebens. Angesichts dieser guten Nachrichten hellt sich die Stimmung in den mittelständischen Unternehmen lt. KfW rasant auf.

    KfW, Pressemitteilung vom 07.06.2021

    • Stimmung im Mittelstand hellt sich im Mai dank viel besserer Erwartungen deutlich auf
    • Großunternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage erheblich günstiger
    • Erstmals seit zwei Jahren Beschäftigungspläne beider Unternehmensgrößenklassen expansiv

    Die dritte Corona-Welle ist gebrochen, der Anteil der Geimpften in der Bevölkerung steigt, in immer mehr Regionen bestehen konkrete Aussichten auf anhaltende Lockerungen des öffentlichen Lebens. Angesichts dieser guten Nachrichten hellt sich die Stimmung in den mittelständischen Unternehmen rasant auf: Ihr Geschäftsklima steigt um 6,3 Zähler auf 5,7 Saldenpunkte und ist damit erstmals seit Pandemiebeginn wieder positiv. Getragen wird der jüngste Anstieg vor allem von einem viel optimistischeren Blick auf die kommenden sechs Monate: Die Mittelständler korrigieren ihre Geschäftserwartungen um außerordentliche 8,8 Zähler nach oben auf 11,3 Saldenpunkte – und damit den höchsten Stand seit vier Jahren. Die Geschäftslageurteile steigen gleichzeitig um 3,8 Zähler auf -0,3 Saldenpunkte.

    In den Großunternehmen zieht die Stimmung im Mai ebenfalls weiter an, allerdings wie schon im April allein getrieben von nochmals deutlich besseren Urteilen zur aktuellen Geschäftslage (+5,3 Zähler auf 10,5 Saldenpunkte). Demgegenüber geben die Geschäftserwartungen geringfügig um 1,0 Zähler nach, halten sich aber mit 12,4 Saldenpunkten weiter auf einem hohen Niveau. Hinter dieser Konsolidierung der Erwartungen dürften die aktuellen Engpässe bei wichtigen Vorleistungsgütern und Rohstoffen stehen, weswegen die Produktion der Unternehmen mit der wachsenden Nachfrage vorerst nur unvollständig Schritt halten kann. Unter dem Strich steht für die Großunternehmen ein Plus von 2,1 Zählern beim Geschäftsklima auf jetzt 11,7 Saldenpunkte. Damit ist es weiterhin klar höher als im Mittelstand, der Vorsprung hat sich gegenüber April jedoch fast halbiert.

    Auch zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen haben sich die Geschäftsklimaunterschiede im Mai tendenziell angenähert, wobei das Stimmungsniveau in fast allen Branchen und Unternehmensgrößenklassen steigt. Neben dem Großhandel melden insbesondere pandemiebedingt bislang stark eingeschränkte Segmente der Wirtschaft wie der mittelständische Einzelhandel und die Dienstleistungen deutliche Verbesserungen. Die weiteren Aussichten für Binnenbranchen wie den Einzelhandel sind gut, denn auch am Arbeitsmarkt deutet sich nun eine Besserung an. So steigen die Beschäftigungserwartungen der Mittelständler im Mai um 5,3 Zähler auf 8,6 Saldenpunkte und diejenigen der Großunternehmen um 3,6 Zähler auf 3,2 Saldenpunkte. Erstmals seit zwei Jahren sind die Beschäftigungspläne damit in beiden Unternehmensgrößenklassen gleichzeitig wieder positiv. Ein großer Beitrag hierzu kommt von den besonders auf Sozialkontakte angewiesenen Dienstleistungen, die mit der Lockerung der coronabedingten Einschränkungen ihren Personalbestand wieder hochfahren dürften.

    „Die Konjunkturampel springt auf Grün, die Unternehmen blicken zuversichtlich nach vorn und sind startklar für die Erholung“, kommentiert Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW, die Ergebnisse des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers im Mai. „Parallel zur steigenden Stimmung in der Wirtschaft schalten die betrieblichen Beschäftigungspläne auf Expansion. Das macht viel Hoffnung!“ Bei aller Zuversicht sei aber nach wie vor Vorsicht nötig: „Mit zu raschen Lockerungen könnte Deutschland riskieren, die jüngsten Erfolge bei der Eindämmung der Pandemie wieder zu verspielen. Bei behutsamer Öffnung bin ich zuversichtlich, dass die deutsche Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf dank Nachholeffekten bei den Dienstleistungen und einer zunehmenden Entspannung bei den Vorleistungsengpässen im Verarbeitenden Gewerbe einen kräftigen Wachstumsschub erhält. 2021 dürfte das Bruttoinlandsprodukt trotz des misslungenen Jahresstarts um 3,5 % wachsen, 2022 dann sogar um 4,0 %.“

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  • Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen ihre Preise erhöhen. Das geht aus der Konjunkturumfrage des ifo Instituts vom Mai hervor.

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 04.06.2021

    Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen ihre Preise erhöhen. Das geht aus der Konjunkturumfrage des ifo Instituts vom Mai hervor. Insbesondere im Großhandel stieg die Zahl auf 65 Punkte, von 54 im April. „Viele Unternehmen geben Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite weiter“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Zudem gibt es teilweise Nachholeffekte aufgrund früherer Preissenkungen während der Corona-Krise“, ergänzt er.

    In der Industrie stieg der Wert auf 37 von 32 Punkten, auf dem Bau auf 32 von 12. Auch im Einzelhandel und den Dienstleistern sind Höchstwerte nicht mehr weit entfernt. Im Einzelhandel stieg der Wert auf 36 von 24, bei den Dienstleistern auf 20 von 14. Es gibt nur wenige Branchen, wo keine Preiserhöhungen vorgesehen sind. „Die starken Preissteigerungen bei vielen Rohstoffen ziehen sich letztendlich quer durch die gesamte Wirtschaft“, sagt Wohlrabe.

    Die Punkte sind Saldenpunkte, das heißt die Prozentzahl von Unternehmen, die ihre Preise erhöhen wollen, abzüglich jener, die ihre Preise senken wollen.

    Quelle: ifo Institut

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  • Wie das BMWi mitteilt, sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im April gegenüber dem Vormonat um 0,2 % gefallen.

    BMWi, Pressemitteilung vom 07.06.2021

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im April gegenüber dem Vormonat um 0,2 % gefallen. Die Nachfrage nach Investitionsgütern nahm um 0,2 % zu, die nach Vorleistungsgütern hingegen um 1,0 % ab. Für Konsumgüter war ein Zuwachs um 1,4 % zu verzeichnen. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen erhöhten sich die Bestellungen um 1,5 %.

    Im Zweimonatsvergleich März/April gegenüber Januar/Februar kam es zu einem Auftragsplus in Höhe von 4,6 %. Bereinigt um Großaufträge ergab sich ein etwas geringerer Zuwachs (+4,2 %).

    Die Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe stabilisieren sich somit auf hohem Niveau. Sie liegen den siebten Monat in Folge über dem Niveau vom Februar 2020, dem letzten Monat vor Ausbruch der Pandemie. Die jüngste Seitwärtsbewegung ist das Resultat einer gesunkenen Inlandsnachfrage (-4,3 %) bei gleichzeitig steigenden Aufträgen aus dem Ausland (+2,7 %). Ein differenziertes Bild ergibt sich ebenfalls in den einzelnen Wirtschaftszweigen: Während die Auftragseingänge im Chemie- und Pharmabereich sanken (-2,1 % bzw. -7,2 %), stiegen sie im gewichtigen Kfz-Bereich um 3,4 %.

    Quelle: BMWi

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  • Die Großhandelsunternehmen in Deutschland haben im 1. Quartal 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) 1,2 % weniger und nominal (nicht preisbereinigt) 0,4 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im 1. Quartal 2020.

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 02.06.2021

    Die Großhandelsunternehmen in Deutschland haben im 1. Quartal 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) 1,2 % weniger und nominal (nicht preisbereinigt) 0,4 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im 1. Quartal 2020. Gegenüber dem 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, fiel der Umsatz im 1. Quartal 2021 real um 3,0 % und nominal um 1,2 % niedriger aus.

    Im Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen (Produktionsverbindungshandel) war der Umsatz im 1. Quartal 2021 real 3,1 % niedriger und nominal 0,8 % höher als im Vorjahresquartal. Der Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik verzeichnete im 1. Quartal 2021 ein Umsatzplus von real 8,5 % und nominal 4,3 %. Der Großhandel mit Konsumgütern (Konsumtionsverbindungshandel) setzte real 0,9 % und nominal 1,8 % mehr um als im 1. Quartal 2020.

    Quelle: Statistisches Bundesamt

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  • Die EU-Kommission hat am 31.05.2021 festgestellt, dass eine 10 Mrd. Euro schwere Regelung Deutschlands zur Entschädigung von Unternehmen für Einbußen, die diese infolge der COVID-19-Pandemie erlitten haben, mit dem EU-Beihilferecht im Einklang steht.

    EU-Kommission, Pressemitteilung vom 31.05.2021

    Die Europäische Kommission hat am 31.05.2021 festgestellt, dass eine 10 Mrd. Euro schwere Regelung Deutschlands zur Entschädigung von Unternehmen für Einbußen, die diese infolge der COVID-19-Pandemie erlitten haben, mit dem EU-Beihilferecht im Einklang steht. Damit können Unternehmen aus allen Wirtschaftszweigen für bestimmte Einbußen entschädigt werden, die ihnen durch die vollständige Einstellung ihrer Geschäftstätigkeit aufgrund des Ausbruchs von COVID-19 und der von der deutschen Regierung verhängten restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie entstanden sind.

    Die Länge des Entschädigungszeitraums ist von den zwischen dem 16. März 2020 und dem 31. Dezember 2021 geltenden Beschränkungen abhängig. Die Entschädigung in Form direkter Zuschüsse kann bis zu 100 Prozent der dem Empfänger während des relevanten Zeitraums tatsächlich entstandenen Einbußen abdecken und darf erst gewährt werden, nachdem der Schaden entstanden ist.

    Die Kommission hat die Maßnahme auf der Grundlage des Artikels 107 Absatz 2 Buchstabe b des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) geprüft. Danach kann die Kommission Beihilfen der Mitgliedstaaten für bestimmte Unternehmen oder Wirtschaftszweige genehmigen, denen aufgrund außergewöhnlicher Ereignisse Schäden entstanden sind.

    Die COVID-19-Pandemie stellt nach Auffassung der Kommission ein solches außergewöhnliches Ereignis dar, da diese beispiellose Situation nicht vorhersehbar war und sich erheblich auf die Wirtschaft auswirkt. Folglich sind Sondermaßnahmen der Mitgliedstaaten zum Ausgleich von direkt auf die Pandemie zurückzuführenden Schäden gerechtfertigt.

    Die Kommission hat festgestellt, dass im Rahmen der deutschen Beihilferegelung eine Entschädigung für unmittelbar auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführende Schäden bereitgestellt wird. Sie erachtet die Maßnahme als angemessen, da die geplante Entschädigung nicht über die zur Deckung der Einbußen erforderliche Höhe hinausgeht.

    Daher ist die Kommission zu dem Ergebnis gekommen, dass die Regelung mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang steht.

    Quelle: EU-Kommission

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  • Die Vergabe von EU-Fördermitteln geht mit einem Anstieg von Nachtlicht in den empfangenden Gemeinden einher. „Das könnte ein Hinweis auf eine höhere Wirtschaftsleistung in diesen Gebieten sein und damit auf die Wirksamkeit der EU-Förderung“, sagt ifo-Forscher Mathias Dolls.

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 31.05.2021

    Die Vergabe von EU-Fördermitteln geht mit einem Anstieg von Nachtlicht in den empfangenden Gemeinden einher. „Das könnte ein Hinweis auf eine höhere Wirtschaftsleistung in diesen Gebieten sein und damit auf die Wirksamkeit der EU-Förderung“, sagt ifo-Forscher Mathias Dolls. Allerdings beweist diese Forschung bislang keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen Förderung und Wirtschaftswachstum, sondern bislang nur einen gewissen Gleichlauf. Das geht hervor aus einem Aufsatz für den ifo Schnelldienst.

    In dem Beitrag wurde erstmals eine Förderdatenbank auf Ebene einzelner Projekte mit Satellitendaten zusammengeführt, um die kleinräumigen Effekte der EU-Regionalförderung auf Gemeindeebene zu messen.

    Die Wissenschaftler beobachteten, dass ein Anstieg der Fördermittel um ein Prozent in der EU-Förderperiode 2007 bis 2013 mit 0,007 Prozent mehr Nachtlicht in den empfangenden Gemeinden einherging. Die Forscher glauben, dass dies eine verbesserte Wirtschaftsleistung um 0,0014 Prozent anzeigen könnte.

    Auch für die EU-Förderperiode 2014-2020 zeigt sich der Gleichlauf. Erhielten die Regionen ein Prozent mehr EU-Fördermittel, konnte dort 0,01 Prozent mehr nächtliches Lichtgemessen werden. Dies könnte ein Hinweis auf eine um etwa 0,001 Prozent gesteigerte Wirtschaftsleistung sein.

    Untersucht wurden Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Süd-Sachsen und Ost-Bayern sowie die Grenzgebiete in Polen und Tschechien.

    Quelle: ifo Institut

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  • Die Corona-Krise hat der Ausbildungsaktivität des Mittelstands und damit den beruflichen Einstiegsmöglichkeiten junger Menschen in Deutschland einen kräftigen Dämpfer verpasst. Das berichtet die KfW.

    KfW, Pressemitteilung vom 25.05.2021

    • Je größer die Krisenbetroffenheit, desto weniger Ausbildungsaktivität
    • Erholung des Ausbildungsmarkts 2021 nicht absehbar
    • Schnelles Nachholen für Bildungschancen junger Menschen und für Unternehmen wichtig

    Die Corona-Krise hat der Ausbildungsaktivität des Mittelstands und damit den beruflichen Einstiegsmöglichkeiten junger Menschen in Deutschland einen kräftigen Dämpfer verpasst. Einer Sondererhebung im repräsentativen KfW-Mittelstandspanel zufolge hat im vergangenen Jahr jedes vierte (26%) ausbildende mittelständische Unternehmen aufgrund der Krise weniger neue Lehrlinge eingestellt als ursprünglich geplant. Bei 71% hatte die Krise keine Auswirkungen auf die Anzahl neuer Azubis, nur 3% haben ihre Ausbildungsaktivität ausgeweitet.

    Die Ausbildungsaktivität der Unternehmen hängt davon ab, wie sehr sie die Folgen der Corona-Krise spüren. Zum Zeitpunkt der Befragung Ende Januar 2021 waren zwei Drittel (67%) der ausbildenden Firmen unmittelbar von der Krise betroffen, z. B. durch Umsatzeinbußen oder Liquiditätsengpässe. Von diesen Unternehmen haben 32% im Jahr 2020 weniger Azubis eingestellt als zuvor geplant. Die Ausbildungsunternehmen, die sich sogar in ihrer Existenz bedroht fühlen (21%), haben die Zahl neuer Lehrlinge noch häufiger wegen der Krise verringert: Jedes zweite von ihnen (51%) hat die Ausbildungsaktivitäten eingeschränkt. Doch auch viele nicht direkt von der Krise betroffene Ausbildungsunternehmen haben weniger Azubis eingestellt: Mit 15% ist der Anteil hier zwar deutlich kleiner – aber ebenfalls signifikant.

    Die reduzierte Ausbildungsaktivität im Mittelstand ist der wesentliche Treiber der kürzlich vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Zahlen für Deutschland insgesamt. Kleine und mittlere Unternehmen stemmen nämlich traditionell den Großteil der beruflichen Ausbildung in Deutschland, sie beschäftigen ca. 90% aller Azubis. Die Anzahl aller neuen Ausbildungsverträge (d.h. Ausbildung in Mittelstand, Großunternehmen und im öffentlichen Dienst) ist 2020 gegenüber dem Vorjahr um 9,4% auf 465.200 gesunken und damit erheblich stärker als im langfristigen Trend. Rückläufige Schülerzahlen und steigende Studierneigung hatten vor der Krise jährliche Rückgänge um ca. 1% bewirkt. Bei der Ausbildungsaktivität des Mittelstands ist die Rückkehr zum Vorkrisenniveau kurzfristig nicht absehbar. Die Sonderbefragung von KfW Research dämpft die Hoffnung auf eine schnelle Erholung des Ausbildungsmarktes im Jahr 2021. Sowohl im ersten als auch im zweiten Halbjahr 2021 rechnen weiterhin 26% der Ausbildungsunternehmen damit, weniger Azubis einzustellen, als es ohne Corona-Krise der Fall wäre.

    „Die Unterschrift auf einem Ausbildungsvertrag bedeutet langfristige Verantwortung für die wichtige Erstausbildung eines jungen Menschen. Viele Mittelständler kämpfen nach wie vor mit den Krisenfolgen und leiden unter der noch immer unsicheren Lage – sie bleiben daher bei der Einstellung von Azubis zurückhaltend“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. „Sowohl für die Zukunft der durch die Krise ausgebremsten Schulabsolventen als auch für die Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Unternehmen ist es jedoch wichtig, die nicht zustande gekommenen Ausbildungsverhältnisse möglichst schnell nachzuholen.“ Ein gutes Zeichen ist, dass seit mittlerweile drei Monaten immer mehr Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft blicken. „Das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist im April zum dritten Mal in Folge gestiegen – die Hoffnung auf einen Wirtschaftsaufschwung in der zweiten Jahreshälfte wächst. Das ist auch eine gute Nachricht für die Bildungschancen zehntausender potenzieller Azubis.“

    Die aktuelle Analyse ist abrufbar unter www.kfw.de/kompakt

    Quelle: KfW

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  • Die deutschen Unternehmen planen mehr Mitarbeiter einzustellen. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im Mai 2021 auf 100,2 Punkte gestiegen, von 98,3 Punkten im April.

    ifo Institut, Pressemitteilung vom 27.05.2021

    Die deutschen Unternehmen planen mehr Mitarbeiter einzustellen. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im Mai 2021 auf 100,2 Punkte gestiegen, von 98,3 Punkten im April. Das ist der höchste Wert seit Juni 2019. Der Impffortschritt und die Öffnungsperspektiven wirken sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus.

    Im Verarbeitenden Gewerbe steigerte sich die Einstellungsbereitschaft seit dem Tiefpunkt vom Mai 2020 kontinuierlich. Besonders hoch ist der Bedarf an neuen Mitarbeitern in der Elektroindustrie. Im Dienstleistungssektor hat der Indikator einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Die Logistik und die IT-Dienstleister suchen neues Personal. Die Öffnungsperspektiven im Handel spiegeln sich in einem vorsichtigen Optimismus mit Blick auf die Beschäftigung. Auch auf dem Bau gibt es eine kleine Tendenz zu mehr Personal.

    Quelle: ifo Institut

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  • Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Mai 2021 gegenüber dem Vormonat deutlich um 2,0 Punkte auf 104,6 Punkte gestiegen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt damit positive Aussichten für die Arbeitsmarktentwicklung an.

    IAB-Pressemitteilung vom 27.05.2021

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Mai 2021 gegenüber dem Vormonat deutlich um 2,0 Punkte auf 104,6 Punkte gestiegen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt damit positive Aussichten für die Arbeitsmarktentwicklung an. Zuletzt stand das Arbeitsmarkbarometer so günstig im März 2018.

    Der Positivtrend des IAB-Arbeitsmarktbarometers setzt sich damit weiter fort. Die Arbeitsagenturen werden in ihren Einschätzungen zur Arbeitsmarktentwicklung optimistischer. „Die Aussicht auf deutliche Lockerungen der Corona-Einschränkungen lässt die Arbeitsmarkterwartungen nach oben springen.“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

    Besonders die Komponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers zur Vorhersage der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit legte im Mai zu. Mit einem Plus von 2,7 Punkten gegenüber dem Vormonat kletterte sie auf 105,9 Punkte und damit auf den zweithöchsten jemals gemessenen Stand. Neben der Arbeitsmarkterholung dürfte dies auch darauf zurückzuführen sein, dass ein Anstieg der Teilnahme an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erwartet wird. Die Aussichten bei der Beschäftigungsentwicklung haben sich weiter verbessert, wenngleich sie gegenüber der zweiten Hälfte der 2010 Jahre deutlich moderater ausfallen. Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers legte im Mai um 1,2 Punkte zu und liegt nun bei 103,2 Punkten. „Die Zeichen stehen auf Erholung, aber ein Rekordbeschäftigungswachstum wie in den Jahren vor der Krise ist noch nicht in Sicht.“, so Weber.

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

    Quelle: IAB

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  • Im Jahr 2020 arbeiteten 43 Prozent der Beschäftigten in Betrieben mit Branchentarifvertrag. Die Tarifbindung ist dabei im Westen deutlich höher als im Osten. Rund 45 Prozent der westdeutschen und 32 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten arbeiteten in einem Betrieb, in dem ein Branchentarifvertrag galt. 2019 galt das noch für 46, beziehungsweise 34 Prozent. Das zeigen Daten des IAB-Betriebspanels.

    IAB, Pressemitteilung vom 19.05.2021

    Im Jahr 2020 arbeiteten 43 Prozent der Beschäftigten in Betrieben mit Branchentarifvertrag. Die Tarifbindung ist dabei im Westen deutlich höher als im Osten. Rund 45 Prozent der westdeutschen und 32 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten arbeiteten in einem Betrieb, in dem ein Branchentarifvertrag galt. 2019 galt das noch für 46, beziehungsweise 34 Prozent. Das zeigen Daten des IAB-Betriebspanels, einer jährlichen Befragung von rund 16.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Der rückläufige Trend in der Branchentarifbindung setzt sich damit fort“, sagt IAB-Forscherin Susanne Kohaut.

    Die Verbreitung von Firmen- oder Haustarifverträgen blieb im Vergleich zum Vorjahr weitgehend konstant: diese Form der Tarifbindung galt 2020 für 8 Prozent der westdeutschen und für 11 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten. 47 Prozent der westdeutschen und 57 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten arbeiteten 2020 in Betrieben, in denen es keinen Tarifvertrag gab.

    Die Tarifbindung nimmt mit der Betriebsgröße zu. Besonders hoch ist der Anteil der Beschäftigten, die unter einen Branchentarifvertrag fallen, im Bereich der Öffentlichen Verwaltung/Sozialversicherung mit 80 Prozent, besonders gering ist der Anteil im Bereich Information und Kommunikation mit 11 Prozent.

    Auf Betriebsebene werden die Interessen der Beschäftigten vielfach durch Betriebsräte vertreten. Im Jahr 2020 waren in Ostdeutschland 36 Prozent der Beschäftigten durch einen Betriebsrat vertreten, in Westdeutschland traf dies auf 40 Prozent zu. In den letzten Jahren hat sich der langjährige Rückstand Ostdeutschlands bei der betrieblichen Mitbestimmung verringert. Diese Annäherung beruht auf einer rückläufigen Reichweite im Westen und einer Zunahme im Osten. Lag 2016 der Anteil der Beschäftigten in Betrieben mit Betriebsrat im Westen noch 9 Prozentpunkte über der im Osten, betrug der Abstand 2020 4 Prozentpunkte.

    Quelle: IAB

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  • Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2021 gegenüber dem 4. Quartal 2020 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 1,8 % gesunken. Das teilt das Statistische Bundesamt mit.

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 25.05.2021

    Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2021 gegenüber dem 4. Quartal 2020 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 1,8 % gesunken. Nachdem sich die deutsche Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 zunächst etwas erholt hatte (+8,7 % im 3. Quartal und +0,5 % im 4. Quartal), führte die Corona-Krise zum Jahresbeginn 2021 zu einem erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) fiel dieser geringfügig höher aus als in der Schnellmeldung am 30. April 2021 berichtet. Gegenüber dem 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise, war die Wirtschaftsleistung 5,0 % geringer.

    Privater Konsum nimmt deutlich ab, Importe steigen stärker als Exporte

    Besonders deutlich machten sich die anhaltenden und teilweise verschärften Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zum Jahresbeginn bei den privaten Konsumausgaben bemerkbar: Diese waren im 1. Quartal 2021 preis-, saison- und kalenderbereinigt 5,4 % niedriger als im 4. Quartal 2020. Dagegen stiegen die staatlichen Konsumausgaben leicht und lagen 0,2 % über dem Niveau des Vorquartals. Positive Impulse kamen im 1. Quartal 2021 vor allem von den Bauinvestitionen, die preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,1 % gegenüber dem 4. Quartal 2020 stiegen. In Ausrüstungen – also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – wurde saisonbereinigt etwas weniger investiert als im Vorquartal (-0,2 %).

    Der Handel mit dem Ausland nahm zum Jahresbeginn zu. Die Importe von Waren und Dienstleistungen stiegen im 1. Quartal 2021 mit 3,8 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) aber deutlich stärker als die Exporte (+1,8 %).

    Bruttowertschöpfung im Handel und im Baugewerbe mit starken Rückgängen

    Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung war im 1. Quartal 2021 um 0,8 % niedriger als im 4. Quartal 2020. Dabei zeigte sich bezogen auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche ein gemischtes Bild: Während die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem 4. Quartal 2020 leicht zulegte (+0,4 %), sank die Bruttowertschöpfung im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe um 3,2 %. Noch deutlicher war der Rückgang mit -4,9 % im Baugewerbe, unter anderem bedingt durch einen außergewöhnlich kalten Jahresbeginn.

    Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich noch deutlich im Minus

    Im Vorjahresvergleich war das BIP im 1. Quartal 2021 preisbereinigt 3,4 % niedriger als im 1. Quartal 2020. Preis- und kalenderbereinigt war der Rückgang mit -3,1 % etwas geringer, da ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als ein Jahr zuvor.

    Privater Konsum geht auch im Vorjahresvergleich stark zurück, Warenhandel zieht an

    Im Vorjahresvergleich war die inländische Nachfrage weiterhin deutlich schwächer als im Jahr zuvor. Das gilt vor allem für die privaten Konsumausgaben, die preisbereinigt gegenüber dem 1. Quartal 2020 um 9,1 % zurückgingen. Auch von den Investitionen kamen im Vergleich zum Vorjahr keine Wachstumsimpulse: In Ausrüstungen wurde 0,7 % weniger und in Bauten sogar 1,6 % weniger investiert als vor einem Jahr. Stützend wirkten im Vorjahresvergleich lediglich die Konsumausgaben des Staates, die 2,5 % zulegten, und die Nachfrage aus dem Ausland.

    Der internationale Warenhandel zog im Vergleich zum 1. Quartal 2020 kräftig an, wobei die Warenexporte etwas stärker stiegen als die Warenimporte. Gleichzeitig ging der internationale Handel mit Dienstleistungen wie schon in den letzten drei Quartalen zweistellig zurück. Insgesamt wurden im 1. Quartal 2021 preisbereinigt 0,6 % weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im 1. Quartal 2020. Die Importe gingen im selben Zeitraum insgesamt um 3,0 % zurück.

    Fast alle Wirtschaftsbereiche mit geringerer Wirtschaftsleistung als im Vorjahr

    Auf der Entstehungsseite des BIP war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im 1. Quartal 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen geringer als ein Jahr zuvor. Die größten Rückgänge gab es mit -13,9 % bei den Sonstigen Dienstleistern, wozu unter anderem die Bereiche Unterhaltung und Erholung zählen. Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sank die Bruttowertschöpfung ebenfalls stark um 8,2 %. Besonders das Gastgewerbe hatte einen noch deutlicheren Rückgang zu verzeichnen. Im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich die Wirtschaftslage nach den zweistelligen Einbrüchen im vergangenen Sommer weiter, die Bruttowertschöpfung lag im 1. Quartal 2021 aber noch 1,2 % unter dem Niveau des 1. Quartals 2020. Lediglich im Bereich Information und Kommunikation konnte die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr nennenswert zulegen (+0,7 %).

    Die Bruttowertschöpfung insgesamt ging um 3,5 % zurück.

    Erwerbstätigenzahl weiter deutlich unter Vorkrisenniveau

    Die Wirtschaftsleistung wurde im 1. Quartal 2021 von rund 44,4 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 707 000 Personen oder 1,6 % weniger als ein Jahr zuvor (siehe Pressemitteilung Nr. 230/21 vom 18. Mai 2021). Dabei ist zu beachten, dass die Kurzarbeit sich nicht auf die Erwerbstätigenzahlen auswirkt, weil Kurzarbeitende weiter als Erwerbstätige zählen.

    Einen deutlichen Effekt hat die Inanspruchnahme von Kurzarbeit aber auf die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen: Diese war im 1. Quartal 2021 nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit 4,0 % geringer als im 1. Quartal 2020. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen – ging entsprechend im selben Zeitraum mit -5,5 % noch stärker zurück.

    Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde – nahm nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,3 % zu. Je Erwerbstätigen war sie jedoch 1,9 % niedriger als im 1. Quartal 2020.

    Stabile Einkommen und Konsumzurückhaltung führen zu Anstieg der Sparquote

    In jeweiligen Preisen gerechnet waren das BIP und das Bruttonationaleinkommen im 1. Quartal 2021 um 1,1 % niedriger als ein Jahr zuvor. Das Volkseinkommen war um 0,9 % höher als im 1. Quartal 2020. Dabei ging das Arbeitnehmerentgelt mit -0,4 % leicht zurück, während die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nach ersten vorläufigen Berechnungen um 4,0 % gestiegen sind. Die Bruttolöhne und -gehälter verzeichneten im Durchschnitt je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer ein kleines Plus von 0,2 %, netto nahmen die Durchschnittsgehälter wegen rückläufiger Abgaben der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um 1,0 % zu. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte war im 1. Quartal 2021 um 1,1 % höher als vor einem Jahr. Dagegen gingen die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen um 7,3 % zurück. Das relativ stabile Einkommen einerseits und die Konsumzurückhaltung andererseits führten wie schon in den drei vorangegangenen Quartalen dazu, dass die privaten Haushalte während der Corona-Krise erheblich mehr sparten. Nach vorläufigen Berechnungen ergibt sich daraus für das 1. Quartal 2021 eine Sparquote von 23,2 %.

    Internationaler und europäischer Vergleich

    Innerhalb Europas zeigt sich ein geteiltes Bild: Während das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP unter anderem in Spanien (-0,5 %) und Italien (-0,4 %) im 1. Quartal 2021 gegenüber dem 4. Quartal 2020 zurückging, verzeichnete Frankreich ein leichtes Plus von 0,4 %. Für die Europäische Union (EU) insgesamt meldete das europäische Statistikamt Eurostat nach vorläufigen Berechnungen einen BIP-Rückgang von 0,4 % gegenüber dem Vorquartal, der somit deutlich geringer ausfällt als für Deutschland (-1,8 %). Die Vereinigten Staaten verzeichneten dagegen zum Jahresbeginn mit umgerechnet +1,6 % einen kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem 4. Quartal 2020.

    Auch im Vorjahresvergleich wird für die Vereinigten Staaten ein Anstieg des BIP gemeldet (umgerechnet +0,4 %). Die französische Wirtschaft verzeichnete mit +1,5 % ein kräftiges Wachstum gegenüber dem 1. Quartal 2020, während die meisten EU-Mitgliedstaaten noch deutlich im Minus waren. Unter den Mitgliedstaaten, für die bereits Daten für das 1. Quartal 2021 vorliegen, hatte Spanien mit -4,3 % mit dem stärksten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. In Italien war der Rückgang mit -1,4 % geringer als in Deutschland mit -3,1 %. Für die EU insgesamt gab Eurostat ein vorläufiges Ergebnis von -1,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal bekannt.

    Quelle: Statistisches Bundesamt

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  • Im Jahr 2020 hat ein Drittel (33 %) der deutschen Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten kostenpflichtige IT-Dienste über Cloud Computing genutzt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, entspricht dies einer deutlichen Steigerung um 11 Prozentpunkte im Vergleich zu 2018 (22 % der Unternehmen ab zehn Beschäftigten).

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 21.05.2021

    Anteil von 2018 bis 2020 um 11 Prozentpunkte gestiegen – Deutschland im EU-Mittelfeld

    Im Jahr 2020 hat ein Drittel (33 %) der deutschen Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten kostenpflichtige IT-Dienste über Cloud Computing genutzt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, entspricht dies einer deutlichen Steigerung um 11 Prozentpunkte im Vergleich zu 2018 (22 % der Unternehmen ab zehn Beschäftigten).

    Unter Cloud Computing fällt zum Beispiel der Internet-basierte Zugriff auf Software, Rechenkapazität oder Speicherplatz. Der Anteil der Unternehmen, die kostenpflichtige Cloud Services nutzen, steigt dabei mit der Größe der Unternehmen. Während im Jahr 2020 von den kleinen Unternehmen mit bis zu neun Beschäftigten etwa ein Viertel (24 %) auf Cloud Computing setzte (2018: 18 %), sind solche Technologien in größeren Unternehmen mittlerweile weit verbreitet: Knapp zwei Drittel (62 %) der Unternehmen ab 250 Beschäftigten griffen 2020 auf Cloud Computing zurück (2018: 49 %).

    Cloud Services werden dabei eingesetzt, um Abläufe zu optimieren und flexibel auf aktuelle Anforderungen reagieren zu können. Unter den Unternehmen ab zehn Beschäftigten, die Cloud Computing nutzen, verwendeten 65 % solche IT-Dienste zur Speicherung von Dateien. Ebenfalls weit verbreitet waren Cloud Services für E-Mails (56 %), Office-Anwendungen (47 %), Software im Finanz- oder Rechnungswesen (38 %) sowie für den Betrieb von Datenbanken (37 %).

    Nordische Länder führen EU-Rangliste bei Cloud-Nutzung an

    Im europäischen Vergleich lagen deutsche Unternehmen im Jahr 2020 beim Einsatz von Cloud Computing im Mittelfeld. Durchschnittlich nutzten in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) 36 % der Unternehmen ab zehn Beschäftigten Cloud Computing. In Deutschland lag der Anteil somit 3 Prozentpunkte unter dem EU-Durchschnitt. Besonders häufig setzten Unternehmen aus nordischen Ländern diese Dienste ein: Finnland (75 %), Schweden (70 %) und Dänemark (67 %) standen an der Spitze der Rangliste. Am wenigsten verbreitet war Cloud Computing in Griechenland (17 %), Rumänien (16 %) und Bulgarien (11 %).

    Quelle: Statistisches Bundesamt

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  • Insgesamt verbessert sich die Geschäftslage der Betriebe in Deutschland im Frühsommer zwar merklich, die Einschätzungen liegen aber weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Und: Der vorsichtige Optimismus, den die aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage unter mehr als 27.000 Unternehmen für manche Wirtschaftszweige widerspiegelt, zeigt sich bei Weitem nicht in allen Branchen.

    DIHK, Mitteilung vom 20.05.2021

    Wirtschaftliche Aufholeffekte sorgen derzeit bei exportaktiven Industrieunternehmen für vorsichtigen Optimismus. Zugleich herrscht wegen fortgesetzter Corona-Beschränkungen in den betroffenen Branchen weiterhin erhebliche Mollstimmung. Neben den Auswirkungen der Pandemie belasten Faktoren wie hohe Preise und Knappheiten bei Energie und Rohstoffen den wirtschaftlichen Aufschwung. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage unter bundesweit mehr als 27.000 Unternehmen. Auf der Basis dieser Ergebnisse prognostiziert der DIHK für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 3,0 Prozent – nach einem Wirtschaftseinbruch von minus 4,8 Prozent im Vorjahr.

    Erhebliche Zurückhaltung auf der einen Seite, …

    Insgesamt verbessert sich die Lage der Betriebe im Frühsommer zwar merklich, die Einschätzungen liegen aber weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Derzeit beurteilen 32 Prozent der Unternehmen ihre Geschäfte als gut, 30 Prozent als schlecht. Je nach Beeinträchtigung durch die Corona-Beschränkungen schätzen die Wirtschaftsbereiche die Situation sehr unterschiedlich ein. In den Lockdown-Branchen hat sich die Geschäftslage im Vergleich zum Jahresbeginn teilweise weiter verschlechtert. Das gilt etwa für Betriebe aus den Bereichen Kunst, Kultur und Erholung, von denen 81 Prozent ihre Lage negativ bewerten. Von schlechten Geschäften berichten auch weiterhin 86 Prozent der Gastronomen, 92 Prozent der Beherbergungsbetriebe und 94 Prozent der Reisevermittler.

    … vorsichtiger Optimismus auf der anderen Seite

    Von einer deutlich verbesserten Geschäftslage berichtet die Industrie – eine kräftige positive Tendenz zeigt sich etwa bei Unternehmen aus dem Maschinenbau: Aktuell beurteilen 41 Prozent dieser Betriebe ihre Situation als gut, 19 Prozent als schlecht. Daraus ergibt sich ein Saldo von 22 Punkten nach zuvor minus 1 Punkt. Aber auch im Fahrzeugbau (Saldo von 23 nach zuvor 4 Punkten) oder der Elektrotechnik (Saldo von 31 nach zuvor 7 Punkten) laufen die Geschäfte wieder besser. Entsprechend steigen auch die Konjunkturerwartungen in der Industrie: Der Saldo klettert von 8 auf 16 Punkte. Ein Grund dafür ist die konjunkturelle Erholung in wichtigen Absatzmärkten wie China und den USA, was die Nachfrage nach Produkten „made in Germany“ ankurbelt. So verliert die Auslandsnachfrage als Risiko erheblich an Bedeutung (von 50 auf 37 Prozent). Die Exporterwartungen sind vielmehr im Vergleich zu den Vorumfragen erneut zuversichtlicher: Ein Drittel der Unternehmen rechnet mit einer Zunahme der Ausfuhren in den nächsten zwölf Monaten, 16 Prozent mit einem Rückgang. In der Vorumfrage gingen noch 21 Prozent von sinkenden Exporten aus.

    Belastungen für einen breiten Wirtschaftsaufschwung

    Vor allem in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wie Steuern und Bürokratie (49 Prozent), aber auch in der Inlandsnachfrage (48 Prozent) sehen die deutschen Unternehmen aktuell Geschäftsrisiken. Ebenso beeinträchtigen hohe Preise und Knappheiten bei Energie und Rohstoffen die Geschäfte der Betriebe – deutlich mehr als noch zu Jahresbeginn, bei einem deutlichen Anstieg von 30 auf 42 Prozent. Lieferengpässe und eine hohe globale Nachfrage führen etwa bei Holz, Kunststoffen, Baumaterial oder Stahl zu stark steigenden Preisen. Besonders deutlich zeigt sich der sprunghafte Anstieg des Energie- und Rohstoffpreisrisikos bei den Industrie- und Bauunternehmen: Zwei Drittel aller Industriebetriebe und 62 Prozent der Unternehmen im Baugewerbe geben dieses Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung an. Auch der Mangel an Fachkräften wird akuter, 43 Prozent der Unternehmen (nach zuvor 38 Prozent) nennen dieses Risiko.

    Quelle: DIHK

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  • Im April 2021 wurden aus Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 35,6 % mehr Waren in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) exportiert als im April 2020. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die deutschen Exporte in Drittstaaten im April 2021 gegenüber dem Vormonat März 2021 kalender- und saisonbereinigt um voraussichtlich 1,8 %. Dies sind Ergebnisse des neuen monatlichen Frühindikators für den Außenhandel.

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.05.2021

    Kalender und saisonbereinigte Exporte: voraussichtlich -1,8 % gegenüber März 2021

    Im April 2021 wurden aus Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 35,6 % mehr Waren in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) exportiert als im April 2020. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die deutschen Exporte in Drittstaaten im April 2021 gegenüber dem Vormonat März 2021 kalender- und saisonbereinigt um voraussichtlich 1,8 %. Dies sind Ergebnisse des neuen monatlichen Frühindikators für den Außenhandel, mit dem das Statistische Bundesamt ab sofort erste Ergebnisse für Exporte in Nicht-EU-Staaten bereits 20 bis 25 Tage nach Monatsende und damit mehr als zwei Wochen früher als bisher vorlegt.

    Nach den vorläufigen Ergebnissen wurden im April 2021 Waren im Wert von 50,8 Milliarden Euro in Drittstaaten exportiert, das war ein Anstieg um 13,3 Milliarden Euro gegenüber April 2020. Beim Vergleich zum Vorjahresmonat ist zu beachten, dass die deutschen Exporte in Drittstaaten im April 2020 im Zuge der Corona-Krise um 27,1 % gegenüber dem April 2019 gesunken waren.

    Wichtigster Handelspartner für die deutschen Exporteure waren im April 2021 die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden Waren im Wert von 10,1 Milliarden Euro exportiert. Damit stiegen die Exporte in die Vereinigten Staaten gegenüber April 2020 um 60,4 %. In die Volksrepublik China wurden Waren im Wert von 8,4 Milliarden Euro exportiert, das waren 16,3 % mehr als im Vorjahresmonat. Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen im Vorjahresvergleich um 58,6 % auf 5,1 Milliarden Euro.

    Quelle: Statistisches Bundesamt

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  • Wirtschaftliche Aufholeffekte sorgen bei exportaktiven Industrieunternehmen für vorsichtigen Optimismus, zugleich herrscht wegen anhaltender Corona-Beschränkungen insbesondere bei den vom Lockdown betroffenen Branchen weiterhin erhebliche Zurückhaltung. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des DIHK unter mehr als 27.000 deutschen Unternehmen aller Regionen und Wirtschaftszweige.

    DIHK, Pressemitteilung vom 19.05.2021

    DIHK-Umfrage Frühsommer 2021 zeichnet ein durchwachsenes Bild

    Wirtschaftliche Aufholeffekte sorgen bei exportaktiven Industrieunternehmen für vorsichtigen Optimismus, zugleich herrscht wegen anhaltender Corona-Beschränkungen insbesondere bei den vom Lockdown betroffenen Branchen weiterhin erhebliche Zurückhaltung. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter mehr als 27.000 deutschen Unternehmen aller Regionen und Wirtschaftszweige.

    Insgesamt verbessert sich die Lage der Betriebe im Frühsommer zwar merklich, die Bewertungen liegen aber weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Derzeit beurteilen 32 Prozent der Befragten ihre Geschäfte als gut, 30 Prozent als schlecht. Der Saldo aus besserer und schlechterer Beurteilung der aktuellen Lage steigt damit auf 2 Punkte nach minus 3 Punkten in der Vorumfrage von Jahresbeginn.

    Auch die Zukunftserwartungen hellen sich etwas auf. 25 Prozent rechnen mit besseren, 24 Prozent mit schlechteren Geschäften. Für das laufende Jahr prognostiziert der DIHK ein Wachstum von 3,0 Prozent – nach einem Wirtschaftseinbruch von minus 4,8 Prozent im Vorjahr.

    Lockdown-Branchen teils weiter verschlechtert, Industrie optimistisch

    Je nachdem, wie stark ihre Geschäfte von den Corona-Beschränkungen beeinträchtigt sind, schätzen die Wirtschaftsbereiche die wirtschaftliche Situation sehr unterschiedlich ein. So hat sich die Geschäftslage in den vom Lockdown betroffenen Branchen im Vergleich zum Jahresbeginn teilweise weiter verschlechtert. Das gilt etwa für Betriebe aus Kunst, Kultur und Erholung, von denen 81 Prozent schlechte Geschäfte melden. Historisch schlecht bleibt die Lagebewertung dort, wo die Aktivitäten weitgehend ruhen müssen: 86 Prozent der Gastronomen, 92 Prozent der Beherbergungsbetriebe und 94 Prozent der Reisevermittler berichten von schlechten Geschäften.

    Dagegen verbessert sich die Lage der Industrieunternehmen im Durchschnitt deutlich – eine kräftige positive Tendenz zeigt sich etwa bei Unternehmen aus dem Maschinenbau, dem Fahrzeugbau oder der Elektrotechnik. Auch Vorleister wie die chemische Industrie, Betriebe der Gummi- und Kunststoffindustrie sowie der Metallerzeugung und -bearbeitung zeigen sich optimistischer.

    Auslandsnachfrage zieht an

    Ein möglicher Grund ist die konjunkturelle Erholung in wichtigen Absatzmärkten wie China und den USA, die die Nachfrage nach Produkten „made in Germany“ ankurbelt. So verliert die Auslandsnachfrage, die zu Jahresbeginn noch von 50 Prozent der Befragten als Risiko genannt wurde, mit aktuell 37 Prozent deutlich an Bedeutung.

    Die Exporterwartungen fallen im Vergleich zu den Vorumfragen erneut zuversichtlicher aus. Ein Drittel der Unternehmen rechnet mit einer Zunahme der Ausfuhren in den nächsten zwölf Monaten, 16 Prozent mit einem Rückgang. In der Vorumfrage gingen noch 21 Prozent von sinkenden Exporten aus.

    Die positiven Exportaussichten in der Industrie kommen auch dem Großhandel und den Handelsvermittlern zugute, wohingegen der verbrauchernahe und binnenmarktorientierte Einzelhandel seine Geschäftslage nochmals schlechter bewertet.

    Energie und Rohstoffe werden zunehmend zum Engpass

    Als Belastung für einen breiten Wirtschaftsaufschwung kristallisieren sich vor allem hohe Preise und Knappheiten bei Energie und Rohstoffen heraus, die als Geschäftsrisiko im Vergleich zur Vorumfrage sprunghaft ansteigen (von 30 auf 42 Prozent). Lieferengpässe, Handelsrestriktionen und eine hohe globale Nachfrage führen etwa bei Holz, Kunststoffen, Baumaterial oder Stahl aktuell zu stark steigenden Preisen.

    Auch Fachkräfteengpässe werden wieder deutlicher (43 Prozent nach 38 Prozent zu Jahresbeginn). Die dominierenden Geschäftsrisiken sind aus Sicht der Unternehmen wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen (49 Prozent) sowie die Inlandsnachfrage (48 Prozent).

    43 Prozent der Betriebe mit Finanzierungsproblemen

    Die Finanzlage der Unternehmen erholt sich nur sehr langsam. Noch immer beurteilen 43 Prozent der Betriebe ihre eigene Finanzierungssituation als problematisch. Im Vordergrund steht vor allem der Eigenkapitalrückgang (24 Prozent) sowie Liquiditätsengpässe (19 Prozent). Von einer Pleite sehen sich über die Breite der Wirtschaft 5 Prozent der Unternehmen bedroht.

    Die angespannte Finanzlage drückt insbesondere im Handel auf die Investitionsabsichten. Insgesamt gleichen sich expansive und restriktive Investitionspläne mit je 26 Prozent der Unternehmen aus. Der Saldo liegt damit weiter unter dem langjährigen Mittel von vier Punkten.

    Die Beschäftigungsabsichten verbessern sich leicht, bleiben aber insgesamt verhalten. 16 Prozent der Unternehmen wollen mehr Personal einstellen, 19 Prozent planen einen Abbau.

    Quelle: DIHK

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  • Im 1. Quartal 2021 wurden in Deutschland gut 34.000 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt nach Auswertung der Gewerbemeldungen mitteilt, waren das 5,9 % mehr als im 1. Quartal 2020, in dem sich die Corona-Krise bereits negativ auf die Zahl der Gewerbeanmeldungen ausgewirkt hatte, und 2,2 % weniger als im 1. Quartal 2019.

    Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 19.05.2021

    Insgesamt mehr Gründungen und weniger Schließungen als im Vorjahresquartal

    Im 1. Quartal 2021 wurden in Deutschland gut 34.000 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt nach Auswertung der Gewerbemeldungen mitteilt, waren das 5,9 % mehr als im 1. Quartal 2020, in dem sich die Corona-Krise bereits negativ auf die Zahl der Gewerbeanmeldungen ausgewirkt hatte, und 2,2 % weniger als im 1. Quartal 2019.

    Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen 11,5 % unter Vorjahreswert

    Im Unterschied zur Zahl der Neugründungen größerer Unternehmen lag die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen im 1. Quartal 2021 mit rund 34.100 deutlich unter dem Niveau des 1. Quartals 2020 (-11,5 %). Im Vergleich zum 1. Quartal 2019 sank die Zahl der Neugründungen kleiner Unternehmen sogar um 24,4 %. Die Zahl der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe stieg dagegen um 29,4 % gegenüber dem 1. Quartal 2020 auf rund 94.900. Besonders hoch war der Anstieg hier unter anderem in der Möbelherstellung und bei den Post-, Kurier- und Expressdiensten.

    Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen stieg im 1. Quartal 2021 um 11,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf rund 199.000. Zu den Gewerbeanmeldungen zählen neben Neugründungen von Gewerbebetrieben auch Betriebsübernahmen (zum Beispiel Kauf oder Gesellschaftereintritt), Umwandlungen (zum Beispiel Verschmelzung oder Ausgliederung) und Zuzüge aus anderen Meldebezirken.

    Vollständige Gewerbeaufgaben gehen um 8,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal zurück

    Rund 25.500 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben im 1. Quartal 2021 ihr Gewerbe vollständig auf. Das waren 5,6 % weniger als im Vorjahresquartal. Die Zahl der aufgegebenen Kleinunternehmen sank um 15,3 % auf rund 41.600 und die Zahl der aufgegebenen Nebenerwerbsbetriebe um 2,4 % auf rund 47.300.

    Damit war die Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben mit rund 114.400 Betrieben 8,2 % geringer als im 1. Quartal 2020. Diese rückläufige Entwicklung kann mit den politischen Unterstützungsmaßnahmen in der Corona-Krise zusammenhängen, die wirtschaftliche Folgen der Pandemie für Gewerbetreibende mildern und Gewerbeaufgaben verhindern sollen.

    Die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern lag im 1. Quartal 2021 mit rund 150.200 um 5,1 % unter dem Vorjahreswert. Bei dieser Gesamtzahl handelt es sich nicht nur um Gewerbeaufgaben, sondern auch um Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in andere Meldebezirke.

    Quelle: Statistisches Bundesamt

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